Wie könnte man gut anfangen?

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3 Antworten

Es gibt so zu sagen vier Wege wie man eine Geschichte anfangen kann. 

Charakterbasiert, Ortbasiert, Handlungsbasiert und Zeitbasiert. 

1. Characterbasiert heißt, dass man den Hauptcharacter oder auch Antagonisten besser kennen lernt. Prologe können beispielsweise auch in der Ich-Perspektive geschrieben sein, während der rest der Geschichte in 3. Person erzählt wird. Man bleibt als Autor also möglichst dicht beim Character. Bei einer Szene auf dem Flughafen würde man hier also mit einer zum. kurzen Beschreibung des Charakters beginnen und dann erzählen, wie er sich dort verhählt, mit wem er sich unterhält, etc.

2. Ortbasiert funktioniert ähnlich aber man steigt mit der Umgebung ein. Wenn wir beim Flughafenbeispiel bleiben, würde man zu erst darauf eingehen, wie viel dort los ist, den Lärm der Flugzeugtriebwerke oder die Ansagen über LautsPrecher und so weiter. 

3. Handlungsbasiert konfrontiert den Leser direkt mit der Handlung. Oft ist das ein Kampf oder etwas ähnlich aufregendes in das der Leser förmlich inein geworfen wird. Beim Flughafen könnte es sein, dass beispielsweise viele Polizisten und Sicherheitsleute auf und abgehen, schwer bewaffnet und geschützt und in den Zeitungen steht etwas von einem Anschlag. Dann läuft ein Trupp vielleicht davon und es gibt laute Rufe etc. 

4. Zeitbasiert ist eine Rück- oder Vorblende auf Dinge die bereits geschehen sind oder noch geschehen werden. Beim Flughafen könnte es sich auf die gute alte Zeit beziehen in der wenige Leute gemütlich umherflanierten, damals als er noch nicht so groß war und fliegen noch besonders. Oder aber es ist ein Sprung in die Zukunft wo das Rollfeld alangsam im Gras versinkt und die Flughalle leer vor sich hin schläft. Es kann auch von einem Absturz erzählen, oder einer bestimmten Person die dort festgenommen wurde. Ein vergessenes Kind vielleicht. 

Wichtig ist, dass du einfach irgendwie anfängst. Mach dir nicht zu viele Gedanken denn den perfekten Anfang gibt es nicht. Versuch dich zu entspannen und finde dich in deine Geschichte ein. Was siehst du? Was hörst und riechst du? Musik oder Referenzbilder können hier gut helfen um den Einstieg zu bekommen. 

Falls es diese erste leere Seite ist, die dich blockiert, kannst du sie auch überspringen und auf der zweiten Seite anfangen. Oder du schreibst den vorläufigen Titel groß auf die erste Seite damit sie nicht ganz so leer ist. Oder aber du beginnst die ersten zeilen mit irgendeinem Kram der dir gerade einfällt und sei es "bla blablndig dfuhgif difjsorfnb".

Viel Spaß noch beim Schreiben. 

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Kommentar von BlackRose007
10.12.2015, 16:26

Danke für deine hilfreiche Antwort x3 Sie hat und du hast mir sehr weiter geholfen :) Mal sehen ob ich es mit dem Ortbasiertem anfange, ich glaube, das ist relativ einfach :D Danke nochmal <3

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Ich würde den Anfang zuerst einfach flüchtig aufschreiben und wenn du die Geschichte fertig hast, den Anfang nochmals überarbeiten. Meistens fällt dir mehr ein, wenn du schon alles geschrieben hast.

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Kommentar von BlackRose007
08.12.2015, 22:47

Ich hatte das schon einmal irgendwie versucht gehabt, doch bei mir ist komischerweise das Problem, dass ich alles durchplane und dann nicht einfach so irgendwas hinklatschen kann :-/ Und komischerweise ist es auch so, dass ich für den Mittelteil oder für's Ende Ideen hab, aber wenn ich diese umsetze, dann kommt das mit dem Anfang irgendwie nicht hin oder ich muss fast alles nochmal umschreiben :( Aber danke für deine Antwort :)

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Meistens folge ich meinen Impulsen. Mir fällt eine coole Szene, oder kathartischer Moment ein, den mein Held oder meine Heldin haben soll und dann schreibe ich alles so, dass es sich unausweichlich auf diesen Moment hinbewegt. Das muss nicht das Ende sein... Also ich gehe davon aus du hast dich mal mit Dramaturgie auseinander gesetzt, dann wird der Verlauf auch nicht konfus.

In der Regel schreibe ich nur weiter wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe. Im Nachhinein überarbeite ich die Story nochmal, suche Logikücken und füge am Anfang Andeutungen hinzu, die das Ende plausibler machen, damit es so aussieht als wäre ich clever.

Man kann später immer noch die Struktur korrigieren. Aber das wichtigste ist halt in den Fluß zu kommen und dafür gehe ich wie gesagt von Momenten aus und schreibe auf wen ich dafür brauche, und wer wie in welcher Beziehung zueinander stehen muss, damit dieser Moment möglich wird.

Dann schreibt es sich von selbst.

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