Frage von Trachom, 41

Wie könnte man eine "Kühlschrank"- App gestalten?

Hey.. ich habe vor eine App zu schreiben, die automatisch eine Einkaufsliste erstellt, mit dem, was im Kühlschrank fehlt. Nur bin ich mir nicht sicher, wie man das umsetzen könnte. Am einfachsten wäre ein Foto vom kühlschrank, aber das kann man nicht wirklich umsetzen, da in den Ecken vom Kühlschrank z.B. noch irgendwelche Produkte sein könnten etc. Ich hatte die Idee den Barcode von den Produkten scannen zu lassen. Aber das wäre auch ein bisschen zeitaufwendig.. habt ihr noch irgendwelche anderen vorschläge? lg

Antwort
von daCypher, 25

Wenn das so einfach wäre, würde es so eine App schon längst geben. Bei den Studien zum Leben in der Zukunft wurde es glaub ich so gelöst, dass alles, was im Kühlschrank ist, ein RFID-Etikett gekriegt hat und der Kühlschrank dadurch alles bestellen konnte, was fehlt.

Bei deiner Idee mit dem Foto müsstest du natürlich auch noch überlegen, dass du der App dann beibringen müsstest, verschiedene Lebensmittel zu erkennen. Außerdem kann z.B. hinter der Margarine noch was anderes stehen oder Wurstpackungen liegen so, dass man nicht sehen kann, welche Sorte leer ist oder Schlagsahne sieht fast genauso aus, wie Creme Fraiche etc.

Außerdem, mal ehrlich: Wer die Zeit hat, zu Hause zu sein, wenn das Paket geliefert wird, hat auch die Zeit, in den Kühlschrank zu schauen und aufzuschreiben, was leer ist. Mal davon abgesehen, dass es auch Lebensmittel gibt, die nicht im Kühlschrank stehen (Nudeln, Reis, Brot, Mehl, Zucker, Gewürze, Zutaten für Kuchen, Nutella etc.)

Kommentar von Trachom ,

Deswegen habe ich mir ja das mit dem Barcode überlegt.. aber danke für die Erwähnung mit RFID! Habe ich vorher noch nie von gehört und werde ich mir mal anschauen!

Kommentar von daCypher ,

Ja, das mit dem Barcode würde länger dauern, als wenn man selbst die Einkaufsliste schreibt (man müsste alles scannen, was noch da ist, anstatt alles aufzuschreiben, was fehlt).

Bei RFID gibts das Problem, dass es meines Wissens nach kein Handy gibt, was das lesen kann (daher wäre eine App nutzlos), man könnte stattdessen auf NFC-Labels umsteigen, aber die funktionieren normalerweise auch nur in wenigen cm Abstand zum Handy. Wären also nicht viel besser als die Barcodes. Mal abgesehen davon, dass NFC-Labels ca. 1€ pro Stück kosten. Wäre also ziemlich teuer, jedes mal seinen Einkauf damit auszustatten und es dann wegzuwerfen, wenn das Lebensmittel alle ist.

Kommentar von daCypher ,

PS: Bei RFID und NFC hättest du auch keinen Zeitvorteil. Du müsstest ja auf jedes eingekaufte Lebensmittel ein Etikett kleben und dann der App erstmal beibringen, zu welchem Lebensmittel das Etikett gehört. Also 
- Etikett auslesen bzw. programmieren
- Barcode auslesen, damit die App weiß, welches Lebensmittel es ist 
- falls der Barcode noch nicht in der App ist, noch reinschreiben, was es ist (jeder Hersteller hat bei dem gleichen Produkt nen anderen Barcode als ein anderer Hersteller. Wenn es das Produkt in verschiedenen Größen gibt, sind nochmal verschiedene Codes dafür)
- dann erst alles in den Kühlschrank stellen

Danach kannst du dann evtl. auslesen lassen, welche Etiketten alle im Kühlschrank sind. Da kanns aber evtl. auch sein, dass mehrere Etiketten gleichzeitig ihren Code senden und das Handy dadurch das eine oder andere nicht erkennt und als leer anzeigt, obwohl es noch da ist. Außerdem erkennt die App nicht, ob irgendwas bald leer wird. Die App sieht ja nicht, wieviel Milch noch im TetraPak ist oder wieviel Margarine oder Wurst noch in der Packung ist.

Antwort
von Kingfrosch, 8

Wenn der nutzer einfach nur Fotos vom Kühlschrank sporadisch immer mal fotografieren würde, könnte eine Bilderkennung ja unterschiede feststellen. Jedenfalls leer und voll. :-) Eier haben ja immer eine bestimmte einsetz form. Gemüse und Fleisch fach haben unterschiedliche durchsichtige schubladen.

Die Bilder wären auch nützlich für unterwegs. Man hat so einen blick in den Kühlschrank immer dabei.

Kühlschrank app ist glaube ich nicht das was viele brauchen. Sorry. Wenn du aus Rostock bist und HTML und Node.js kannst, melde dich bei mir. Ich hab Ideen.

Antwort
von dan030, 17

Mit Barcodes wirst Du totunglücklich. Die ändern sich nämlich immer wieder mal, z. B. wenn die Rezeptur leicht modifiziert wird oder sich Packungsgrößen ändern. Außerdem gibt es keine freie Datenbank, die man mal eben als Grundlage hernehmen könnte.

RFID- bzw. NFC-Tags müsstest Du ggf. an die ganzen Produkte selbst dranmachen. Da bist Du länger mit beschäftigt, als wenn Du die Liste gleich klassisch mit Zettel und Stift führst.

Die Kosten für RFID/NFC-Tags sind allerdings im übrigen nicht so exorbitant hoch, wie in einer anderen Antwort angesprochen. In größeren Stückzahlen liegen die im unteren Centbereich, wenn man sie direkt ab Fabrik in Fernost bestellt.

Bilderkennung wäre theoretisch ein Ansatz, wenn man sowas als kommerzielles Großprojekt angehen wollte. Der Entwicklungsaufwand, bis da einigermaßen verwertbare Ergebnisse bei rauskommen können, dürfte allerdings mindestens im sechsstelligen Bereich, vermutlich sogar siebenstellig liegen. (Gemessen an üblichen Programmierergehältern.) Ist also nichts, was man mal eben nebenbei zu Hause abends zusammenschmeißt.

Antwort
von triopasi, 28

Da gibt's neben Scannen und Foto eig. keine Lösungen die man einfach umsetzen kann. Von daher ist die Idee an sich zwar cool, aber an der Handhabung wird's scheitern, da es da einfach keinen "guten" Weg gibt..

Antwort
von antjema, 25

Es gibt doch schon Kühlschränke bei denen das funktioniert. Mach dich da doch mal schlau.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community