Frage von meryemh, 135

Wie könnte man diese Aussage entkräften?

"Zuwanderung ist eine Ursache für hohe Arbeitslosenzahlen und mit dem Verlust an Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung verbunden."
Wie könnte man diese Aussage entkräften? Hätte jemand Argumente?

Antwort
von EugenSchwarz, 32

"Zuwanderung ist eine Ursache für hohe Arbeitslosenzahlen und mit dem
Verlust an Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung verbunden."
Wie könnte man diese Aussage entkräften? Hätte jemand Argumente?

Erstmal handelt es sich um eine Behauptung bzw. untermalt mit irgendwelchen Statistiken immer noch lediglich um eine These und nicht um eine begründete Aussage. So will ich gleich darauf hinweisen das Statistiken in die ein oder andere Richtung belastbar sind, also wird es schwer fallen, eine Erhebungssituation zu bekommen, die hinsichtlich des ersten Teils zu den Arbeitslosenzahlen etwas nachhaltig begründen könnte. Das gilt zum Glück auch für das Angstszenario. Darum handelt es sich nämlich.

Das mit dem Verlust der Lebensqualität ist schon spannender um eine Gegenrede zu halten. Ich gehe davon aus das jemand, der solche Thesen verbreitet, diese selbst glauben mag, daher würde ich sagen das eine verinnerlichte Überzeugung und Desillusionierung, darüber das man in dieser Welt letztendlich immer etwas weggenommen bekommt, dahinter steckt. Daher empfehle ich strategisch die Frage zu stellen: Ob denn als Eingeborener zu erwarten ist, das man beim Wegbleiben von Geflüchteten irgendwann mal mehr in die Tüte bekommt? So folgt man der Denkstruktur und findet evtl. ein wenig Gehör.

Ich denke bei dem vorherrschenden freischwirrenden Bauchgefühl dieser Thesenschwinger kann man die evtl. anzuführenden Gegenfakten getrost selbst mit der Post wegschicken. Die Angstkonstrukteure sehen sich als Opfer und werden Argumente nicht akzeptieren.

Antwort
von Predbabe, 40

Ich habe dazu mal einen passenden Text von Max Frisch gelesen, der die Zuwanderung der Italiener in die Schweiz in den 1960er Jahren beschrieb. 

Dort werden viele Argumente, dass die Italiener den Schweizern die Arbeit wegnehmen belegt und wiederlegt.

http://www.watson.ch/Schweiz/watson-Leser%20empfehlen/777780959-Die-Schweiz-holt...

Antwort
von whabifan, 35

Die Aussage ist faktisch falsch. Die Arbeitslosigkeit ist seit Jahren rückläufig obwohl es immer mehr Zuwanderer gibt. Sprich die Aussage basiert auf einer faktisch falschen Annahme. 

Antwort
von PolluxHH, 64

Diese Aussage trifft implizit mehrere Grundannahmen, so daß Zugewanderte die gleichen Nachfrageprofile aufwiesen wie Einheimische, was aber meist nicht der Realität entspricht. Die von Einwanderern bevorzugt angenommenen Jobs sind nicht selten genau die, für die sich Einheimische zu fein sind oder lieber Hartz IV beziehen, als einen solchen Job anzunehmen (zu schwere körperliche Arbeit, zu schmutzig, zu schlechte Arbeitszeiten, zu schlechte Bezahlung ...). Es kann sogar gerade umgekehrt sein, nämlich daß die Zuwanderung Arbeitsplätze sichert. Dies hängt auch damit zusammen, daß Zugewanderte zumeist in Deutschland konsumieren, d.h. diese Mittel nicht in das Ausland fließen, Einheimische einen immer höheren Budgetanteil für Auslandsurlaube aufwenden, was latent einen Export von Arbeitsplätzen bewirkt.

Auch ist "Lebensqualität" ein rhetorischer Begriff, aber nicht hinreichend definiert, um als Argument bezeichnet zu werden. Vielfalt kann auch Lebensqualität bedeuten. Man denke sich Pizza, Ravioli, Sushi und Burger aus dem Leben der Deutschen weg. Oder man begriffe Lebensqualität rein hedonistisch-monetär, dann wäre es nur eine Variation über das Thema der Wegnahme von Arbeitsplätzen.

Wieso also widerlegen, zuerst muß die andere Seite belegen (und zwar daß die von Zuwanderern belegten Arbeitsplätze auch von Einheimischen belegt und ausgeübt worden wären) bzw. definieren, da es so reine Propaganda ist, da ohne echte Substanz.

Kommentar von HansH41 ,

"Dies hängt auch damit zusammen, daß Zugewanderte zumeist in Deutschland konsumieren"

Dein Denkfehler ist der: Das Geld, das die Zuwanderer konsumieren, stammt aus dem deutschen Steueraufkommen.

Kommentar von PolluxHH ,

1000 € aus Steuern an Zuwanderer, davon 1000 € in Deutschland ausgegeben, Annahme 19% MWSt: 190 € zurück im Säckel, dazu noch angenommen 30% Einkommensteuer auf Seiten des Einzelhandels (Gewinn etc., auch in zweiter und dritter Stufe zu rechnen), 300 Euro Rückfluß ... letztlich refinanzieren sich solche Ausgaben zu einem großen Teil selber.

Auf der anderen Seite: 1000 € an Einheimische aus Steuergeldern, die zu 110% in einen Auslandsurlaub investiert werden (in den letzten Jahren führte eine nominale Zunahme der Einkünfte zu einer überproportionalen Zunahme der Ausgaben für Auslandsurlaube), Mittelabfluß über 1000 €, praktisch kein Rückfluß.

Offene Marktwirtschaft hat ihre Tücken.

Kommentar von 1988Ritter ,

......was sind das denn für abstruse Rechnungen ????

Die 1.000,-- € die ein Einheimischer in einen Auslandsurlaub investiert, wurden vorab besteuert. Zudem erfolgt die Buchung über deutsche Reiseveranstalter, was dann letztendlich auch wieder Inlandskonsum ist.

Die Behauptung, dass Zuwanderer ihr Geld im Ganzen hier in Deutschland ausgeben ist gleichsam falsch. Der überwiegende Teil der Zuwanderer schickt erhebliche Geldmengen ins Heimatland zur Familienunterstützung.

Kommentar von PolluxHH ,

Dem Reiseveranstalter hatte ich schon 10% der Gesamtsumme zugestanden, aber auch den Konsum im Urlaub eingerechnet. Die Sache mit der Steuer ist spannend, weil Du hier zweiteilst. Zunächst argumentierst Du mit Zuwanderern, die Geld aus der Steuerkasse bekommen, aber die gleichen Zuwanderer sollen Geld in das Ausland überweisen. Die, welche Geld in das Ausland überweisen, sind regelmäßig die, welche hier einer Tätigkeit nachgehen. Du kannst nicht mit Lohnempfängern auf der Seite argumentieren, wenn Du im eingehenden Argument, auf welches ich mich bezog, einen Lohnempfang ausgeschlossen hast (ausschließlich Steuergelder).

Außerdem habe ich, wie Dir vielleicht aufgefallen sein könnte, den "Hubschrauber" kreisen lassen. Ich habe ja die Herkunft der Mittel von Einheimischen nicht frei gelassen, sondern eine Erhöhung des Portfolios aus einer alternativen Verwendung von Steuergeldern formuliert, um die Vergleichbarkeit zu wahren. Damit betrachtete ich gerade nicht Arbeitseinkünfte, was ich aber auch ausdrücklich so formulierte.

Kommentar von whabifan ,

Ausserdem muss man bedenken dass Zuwanderer Geld mitbringen und es hier in die Wirtschaft pumpen.

Antwort
von BaerVonNebenan, 55

Wer ein Argument so voreingenommen behandelt, sollte es lieber gleich sein lassen. Zuwanderung bezeichnet ugs. meist jedoch nur Leute, mit einer Wohn bzw. Arbeitsbewilligung. Daher macht es wenig Sinn, dass diese Leute die Arbeitslosenqote nach oben drücken. Anderst ist dies jedoch bei (Wirtschafts-)Flüchtlingen und Nachzügler. Diese bringen tatsächlich meistens am Anfang einen Mehraufwand mit sich.

Bei einer guten Integration werden sich solche Leute jedoch (meist) positiv Auswirken (neue Ideen, Arbeitskräfte, Konsumenten).

Die Lebensqualität ist abhängig von dem Verhalten der Zuzügler. Je mehr sie sich integrieren, desto höher die Chance, dass sie die LQ der Mitmenschen sogar erhöhen anstelle von verringern.

Solltest du aber einen "Streit" mit jemandem über dieses Thema haben, so kannst du gerne auch einfach zugeben, dass dieser Punkt seine wahren Seiten hat. Leute, welche auch etwas zugeben (sofern dies gerechtfertigt ist, wie hier), besitzen eine stärkere Persönlichkeit und wirken sympatischer.

Viel Erfolg!

Antwort
von ManuViernheim, 3

Diese Aussage kann man nur "bekräftigen".

Durch die Zuwanderung steigt die Arbeitslosenzahl tatsächlich.

In der Statistik sinkt die Zahl nur künstlich. Ein Arbeitsloser der krank ist und/oder eine Maßnahme besucht, wird schon nicht mehr in der Statistik aufgeführt.


Antwort
von Shalidor, 42

Was haben hohe Arbeitslosenzahlen mit der Lebensqualität der Einheimischen zu tun? Mein Leben wird durch die Flüchtliche nicht beeinflusst. Lediglich die Steuern werden hüher weil unsere Regierung so bescheuert plant und mehr Geld ausgibt als sie überhaupt kann. Und das holt sie dann von uns zurück. Die Flüchtlinge können da rein gar nichts für. Die Regierung ist daran schuld.

Kommentar von LeonardM ,

ja und mit was sollen die flüchtlinge gefüttert werden? wer zahlt die bearbeitungsgebühren,versicherungen und kosten fürs haus? dann bekommen die ja noch "taschengeld".. is doch logisch das das der staat zahlen muss aber die können ja nicht einfach mehr geld drucken ums zu zahlen #inflation und deswegen müssen wir es eben zahlen. unabhängig von wo wer mit welchem hintergrund kommt macht die masse an menschen eine masse an kosten. steigt die masse an kosten über den geplanten durchschnitt muss das "guthaben" aufgefüllt werden

Kommentar von Shalidor ,

Ja eben, sage ich doch. Würde Deutschland aber nicht mehr Flüchtlinge aufnehmen als die Regierung bezahlen kann, würden wir nicht dafür bezahlen müssen. Oder eben weniger. Deutschland hat ja auch angekündigt, dass Türken, die politisch verfolgt werden, auch noch zu uns kommen können. Wie kann die Regierung denn so bescheuert sein? Wir haben schon genug Probleme mit Flüchtlingen. Und da sollen wir dann auch noch die Türken zu uns einladen? 

Kommentar von LeonardM ,

also ich hab nichts gegen ausländer ich meine das ganze nur objektiv das die masse eben mehr geldverbrauch verursacht

Kommentar von whabifan ,

Oh Gott Kinder geht einfach ins Bett...

Kommentar von don2016 ,

...jo.manches Gelaber zu späterer Zeit, kann ma nich mehr "hören"..lesen...hasta la vista

Kommentar von Shalidor ,

Kinder? Als ob Kinder von diesem Thema etwas verstehen würden.

Antwort
von Hegemon, 40

Wie vor ein paar Tagen bekannt wurde, ist die Ausbildung der jüngst Zugewanderten noch höher als angenommen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article159477322/Fluechtlinge-besser-aus...

Angenommen hatte man bislang, daß viele Herzchirurgen, Ingenieure, Kybernetiker, Mathematikprofessoren usw. zu uns kommen - so stand es jedenfalls in den Gazetten. Wenn die Bildung der Zuwanderer nun aber noch höher ist, bedeutet das, daß z.B. auch der Anteil der Professoren deutlich höher sein dürfte. Damit könnte man das Bildungsangebot an unseren Universitäten und Hochschulen signifikant verbessern - quasi eine Bildungsoffensive eröffnen. Das käme dem Standort Deutschland sehr zugute. Denn wir sind bei Billigprodukten und Dumpinglöhnen nicht wirklich konkurrenzfähig - das können andere Nationen wie China, Indien usw. besser.

Damit ist also obige Aussage klar widerlegt.

Kommentar von AalFred2 ,

so stand es jedenfalls in den Gazetten.

Aha, in welchen denn?

Kommentar von Hegemon ,

Zeitung lesen gehört wohl nicht so zu Deinen Hobbys? Letztes Jahr waren die Zeitungen voll mit solchen Meldungen.

"Tausende hoch qualifizierte Flüchtlinge ... in ihrer Heimat waren sie Lehrer, Arzt oder Ingenieur ... ausländischen Diplom ... Berufsgruppen, die besonders häufig vertreten sind: Ärzte, Ingenieure, Apotheker, Informatiker und Zahnärzte"


https://www.welt.de/politik/deutschland/article155147857/Tausende-Syrer-wollen-A...

"Der Bedarf an Ärzten, Ingenieuren, Pflegern, Klempnern oder Mechatronikern ist groß in Deutschland. In Flüchtlingsunterkünften gibt es viele qualifizierte Menschen für solche Jobs"

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/blue-card-fuer-fluechtlinge-vorf...

"Viele der ankommenden Flüchtlinge sind gut ausgebildet. Hochschulen helfen Akademikern mit ausländischen Abschlüssen weiter ... Aus Syrien, Iran und Irak kommen viele Menschen mit akademischen Abschlüssen ... Eine Befragung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ergab, dass insbesondere die in Deutschland Asyl suchenden Syrer deutlich besser gebildet sind als andere Flüchtlinge. 25 Prozent der befragten Syrer über 20 Jahren gaben an, eine Hochschule besucht zu haben, genauso viele waren mindestens auf dem Gymnasium."

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/In-Syrien-Ingenieur-hier-ein-Nieman...

Reicht das erst mal oder soll ich noch mehr raussuchen?

Was soll die Frage eigentlich? Willst Du unterstellen, die Flüchtlinge seien nicht bestens qualifiziert?

Kommentar von HansH41 ,

Schöne Ironie, gefällt mir.

Antwort
von 1988Ritter, 44

Die Sache ist nicht zu entkräften.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei: 

  • die Geldmenge. Die Geldmenge ist nicht beliebig. Wenn man sich eine Geldmenge als einen Sack Kartoffel vorstellt, dann reicht die Menge für eine bestimmte Anzahl von Leuten. Wird die Anzahl von Leuten überschritten, vermindert sich der Anteil.
  • der Lebensraum. Der Lebensraum ist nicht unendlich. Je mehr zuwandern, desto mehr verringert sich die Fläche. Dies fällt insbesondere in Ballungsräumen auf, was dann in erster Linie bei den Wohnungsmieten zu spüren ist
  • die Arbeit. Die Arbeitsplätze sind an vorhandenen Produktions- und Arbeitsplätzen gebunden. Erhöht sich die Zahl der Arbeitnehmer ohne das sich die Arbeitsplätze im gleichen Verhältnis erhöhen, erfolgt Lohndumping und Steigerung der Erwerbslosen.
Kommentar von PolluxHH ,

Geldmenge stimmt, wenn auch nur bedingt, denn wir leben in einer offenen Marktwirtschaft. Dann ist nicht mehr nur die Geldmenge entscheidend, sondern auch die "Kinetik" des Geldes. Hinzu kommt der sogenannte Multiplikatoreffekt öffentlichen Konsums, der auch bewirkt, daß die für Zuwanderer aufgewendeten Mitteln nicht vollständig abfließen, sondern - z.B. als Mehrwertsteuer - auch wieder in den Beutel zurückfließen.

Bei Lebensraum unterstellst Du eine konstante Bevölkerungszahl ceteris paribus, also eine statische als auch dynamische Zunahme der Bevölkerung durch Zuwanderung, Dies ist eine recht enge Vorbedingung, die gerade in Deutschland nicht erfüllt ist.

Arbeit ist nicht gleich Arbeit. So gab es in manchen Bereichen einen Arbeitsplätzeüberhang, der sich durch Zuwanderung verringern kann. Da aber solche Arbeitsplätze auch teils limitierend auf andere Arbeitsplätze wirken, kann eine Besetzung den Arbeitsmarkt sogar beleben.

Lohndumping haben wir übrigens vornehmlich aufgrund der Konsumentennachfrage. So wirkt der Mindestlohn im Friseurgewerbe eindeutig armutsfördernd. Warum? Weil jetzt immer mehr Filialen mit dem System der Platzvermietung an den Markt kommen. Die Preise werden vorgegeben, es gibt dort nur noch Selbständige, damit keine Bindung an den Mindestlohn, die Sozialversicherungen müssen von ihnen komplett selber getragen werden ... im Fazit stehen sich die dort Arbeitenden deutlich schlechter als zuvor, zumal der erwirtschaftete Gewinn vor Steuern pro Stunde noch unter dem zuvor bezogenen Tariflohn liegt, was aber nur funktioniert, weil die Kunden gerade solche Läden aufgrund der günstigen Preise mehrheitlich bevorzugen.

Kommentar von 1988Ritter ,

Dein Einwand ist theoretische Philosophie der Universitäten.

Die Praxis sieht anders aus.

  • Die Geldmenge ist nicht beliebig. Wäre die Geldmenge beliebig, dann hätte sie eine gewaltige Inflation zu verursachen. Weiterhin wird von mir die gesamte Geldmenge angesprochen, und nicht nur die Geldmenge des Staates durch Steueraufkommen. Dabei ist es nebenbei bemerkt eine Milchmädchenrechnung, wenn man die Staatsfinanzierungen über Rückflüsse durch Konsumierung rechtfertigt. Wenn der Staat 100,-- € ausgibt, dann können über die Mehrwertsteuer lediglich 19% zurück fließen. 81,-- € sind futsch.
  • Der Lebensraum ist homogen auf die Bedürfnisse der Gesellschaft eingestellt, und wird zudem durch die Grenzen einer Nation beschränkt. Der Lebensraum beinhaltet grob beschrieben die Agrarwirtschaft, Produktion, Verwaltung, Kleingewerbe, Wohnraum und Infrastruktur, womit auch die soziale Infrastruktur einbezogen ist. Dieser Lebensraum ist in Deutschland zwar theoretisch gegeben, aber in den Ballungsräumen schon jetzt unzureichend. Da hier in erster Linie bei der Zuwanderung die Ballungsräume reflektiert werden, erfolgt eine überproportionale und nicht tragbare Belastung.
  • Die fabulöse Darstellung von Arbeitsplatzüberhängen sind schon seit über 15 Jahren Thema der Einwanderungsbefürworter. Experimente mit weltweiten Arbeitnehmereinladungen samt Greencard und Bluecard hat es auch schon gegeben. Dabei ist kein Erfolg verbucht worden. Lohndumping ist kein Ding der Friseure, Lohndumping findet schon in der Zeitarbeit statt. Letztes Jahr alleine ca. 916.000 Menschen. Die Menschen die jetzt seit 2015 ins Land strömen, samt Familienzusammenführung, haben laut BAMS überwiegend Minderqualifaktionen, bis gar keine Qualifikationen.

 ......und nebenbei gesagt.....zu den angeblichen Arbeitsverweigeren des HartIV, ....da habe ich noch keine Werbung mit positiven Einladungen der Konzerne, oder dem "wir-Gefühl" der staatlichen Reklame gesehen. Ich kenne aber einige die stinksauer sind, warum es aufeinmal begehrte Arbeitsplätze bei den Kommunen für Neueinwanderer gibt, auf die HartzIV-Bewerber schon mehr als eine Initiativ-Bewerbung geschrieben haben.

Es bleibt noch ein Punkt, der noch nicht erfragt und thematisiert ist. Da die Eingriffe durch Zuwanderung vornehmlich in den einfachen Strukturen erfolgen, ergibt sich eine Gefährdung des sozialen Friedens.Auch darüber muss nachgedacht werden. 

Kommentar von PolluxHH ,

Ich habe hier eine universitär vereinfachende Argumentation einer ebenfalls stark vereinfachenden Argumrentation auf Deiner Seite gegenübergestellt, wobei, wollten wir her in eine ernsthafte Diskussion einsteigen, zuerst festzulegen wäre, ob Geld als Nominator (klassische VW) oder als über die verfügbare, nominale Geldmenge das ökonomische Verhalten der Bürger beeinflußt werde, also ein Arbeiten mit unzureichender Information. Dafür ist es hier nicht der richtige Ort, da man dann schnell bei Modellen von Romer & Co. angelangt.

Lohndumping kann zwei Ursachen haben, wobei "Gewinnmaximierung" der Unternehmen die fraglichere Variante ist (denn um so zu argumentieren, müßte man den Preis als von Lohnkosten unabhängig ansehen). Bitte jetzt aber keine mikroökonomische Betrachtung von Nutzenfunktionen und Preisbildungsmodellen. Fakt ist, daß, sollte im Internet ein Gerät für 150 € angeboten werden, bei einem Supermarkt für 179 € und im Fachhandel für 250 € der Standardbürger im Internet bestellte. Nun seien die anteiligen Lohnkosten und das Anstellungsprofil betrachtet und man wird feststellen, daß bei Internetbestellung die anteiligen Lohnkosten am geringsten sind bei auch dem geringsten Ausbildungsgrad, im Fachhandel am höchsten bei dem höchsten Ausbildungsgrad. Wer also im Internet kauft, unterstützt Lohndumping und Arbeitsplatzabbau.

Zu den Hartz IV-Bewerbern. Ich unterstelle Ihnen nicht den Unwillen zu arbeiten, aber ich unterstelle vielen die Unfähigkeit dazu, da es ihnen an einer hinreichenden Belastbarkeit mangelt. Belastbarkeit muß erlernt und trainiert werden. Ein Beispiel aus meinem Umfeld: eine Impulsbewerbung wurde angenommen, die Dame kam, es war ein, wie alle Angestellten bestätigten, sehr ruhiger Tag, aber schon nach 3 Stunden fragte die zur Probe arbeitende Person, ob es denn immer so stressig sei, das könne man ja nicht einmal einen Tag durchhalten. Als man ihr dann noch sagte, daß es sogar ein sehr ruhiger Tag ohne Streß sei, hat sie schon vor Ende der Probearbeitszeit an dem Tag das Feld geräumt. Solche Beispiele gibt es genügend, auch Gegenbeispiele, doch das sind in meinem Umfeld die Ausnahmen.

Bezüglich sozialen Unfrieden müßte man übrigens auch zunächst einmal die Berichterstattung heranziehen, die es noch nicht einmal geschafft hat (und wohl auch nicht wollte), geltendes Recht hinsichtlich Flüchtlinge korrekt zu vermitteln. Es wurde alles über Asyl "abgehandelt", doch die überwiegende Mehrheit wurde nur der Flüchtlingsstatus ohne Asylberechtigung zuerkannt, was eine andere Rechtsposition bewirkt. Auch hier wird es für diese Plattform zu komplex, wollte man wirklich sauber argumentieren.

Kommentar von 1988Ritter ,

:-)))....ich gebe Dir recht, es wird zu komplex.

Antwort
von kayo1548, 49

So pauschal gar nicht;

Zuwanderung kann (je nach Situation, gesetzlicher Lage und Konkurrenz) die Arbeitslosenzahlen natürlich erhöhen;

inwiefern das praktisch stattfindet muss man dann an einem konkreten Beispiel festmachen.

Zum zweiten: wie definierst du "Verlust an Lebensqualität"? Ohne da genaue Kriterien zu haben ist das schwierig, weil ja jeder etwas anderes darunter verstehen kann.

Wenn du das konkret definierst kannst du das dann auch abgleichen und somit entweder bestätigen oder widerlegen.

Dabei solltest du möglichst unvoreinegenommen sein: wenn du von vornherein diese Aussagen widerlegen oder bestätigen möchtest wirst du meist nur das sehen, was du sehen willst.

Antwort
von HansH41, 61

"wie könnte man diese aussage entkräften?"

Man kann diese Aussage nicht entkräften da sie korrekt ist.

Du brauchst doch nur zu rechnen. Die Geldmittel, die für die "Zuwanderer" ausgegeben werden, fehlen der einheimischen Bevölkerung.

Kommentar von whabifan ,

Blödsinn. Zuwanderer sind nicht zwangsläufig vom Staat abhängig. 

Kommentar von 1988Ritter ,

Richtig....insofern es sich um reguläre Zuwanderer handelt.

Zuwanderer die sich hier als Flüchtlinge behaupten, werden vom Staat finanziert. 

Kommentar von HansH41 ,

Von wem sonst?

Zahlst du die Aufenthaltskosten aus deiner Tasche?

Antwort
von Vierjahreszeit, 57

Vielleicht: Zuwanderer könnten sich selbständig machen und dadurch Arbeitsplätze schaffen.

Kommentar von HansH41 ,

In welchem Gewerbe sollen sich die Flüchtlinge selbständig machen?

Kommentar von Vierjahreszeit ,

Schau dich um, dann siehst du das bisherige Ergebnis selbst.

Antwort
von Brieftasche1982, 38

Ganz einfach: Dies trifft nur zu, wenn die Zuwanderung "unqualifiziert" ist. Nach Kanada kannst du nur einwandern, wenn du reich bist, nen Job dort hast oder sehr hoch qualifiziert bist (Arzt etc).

Solche Einwanderer steigern die Arbeitslosenzahlen nicht.

In Deutschland deutet leider Vieles daraufhin, dass die These gut begründet ist. Streng genommen hat man es ja aber aktuell mit Flüchtlingen zu tun, nicht mit Einwanderern. Dies ist aber nur eine rechtliche Floskel, praktisch gesehen sind die Leute eben hier.

https://www.welt.de/wirtschaft/article154928441/Die-Wahrheit-ueber-die-Bildung-s...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community