wie könnte ich in die Selbständigkeit gehen unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen?

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3 Antworten

Schau doch mal bei der IHK oder bei der Volkshochschule vorbei. Da gibt es oft kostenlose oder günstige Seminare für Existenzgründer. Mal kurz und knapp:

Sozialversicherung (ohne KK): Da hast du keine Pflichtversicherung, solange du nicht als Scheinselbstständiger eingestuft wirst. Solltest aber trotzdem freiwillig Vorsorge betreiben, sonst grüßt wieder die Altersarmut.

Krankenkasse: Ist zwischenzeitlich Pflicht. Um nicht den Höchstsatz bezahlen zu müssen, wirst jährlich deinen Einkommensteuerbescheid vorlegen müssen.

Finanzamt + Gemeinde: Du wirst gewerblich tätig. D.h., du musst bei der Stadt/Gemeinde/Kommune ein Gewerbe anmelden. Mach dich noch schlau, ob du die geplante Tätigkeit auch wirklich selbstständig ausführen darfst. Manchmal gibt es da Beschränkungen, bzw. man muss die entsprechenden Ausbildungen haben. Wie z.Bsp. Handwerker oft Meistertitel benötigen.

Beim Finanzamt wirst du im Normalfall Umsatzsteuer zahlen müssen und bei dem gewünschten Umsatz bzw. Gewinn, auch Einkommensteuer. Nach der Gewerbeanmeldung bekommst du einen Betriebseröffnungsbogen vom FA, wo schon wichtige Erstregelungen getroffen werden und du auch den Umsatz bzw. Gewinn schätzen musst. Je nach Angaben, werden gleich mal Vorauszahlungen fällig. Bleib da erstmal weit unten.

Dann machst dich noch schlau über die sogenannte Einnahme-Überschußrechnung und die so genannte Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuerrecht. Das gibst auch schon auf dem Eröffnungsbogen an, ob du davon Gebrauch machen willst. Ratsam wäre es. Hier wäre die Hilfe eines Steuerberaters schon besser - gut investiertes Geld in dem Punkt.

Und klar kannst du die Buchführung selber machen, auch den Abschluss. Allerdings solltest halt auch Ahnung davon haben.

IHK ist auch Zwangsmitgliedschaft angesagt, da kommt man nicht raus. Auch hier ist der Beitrag Gewinnabhängig. Eine Mindestgebühr gibt es aber immer, hängt aber von der IHK ab.

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Kommentar von Akecheta
11.12.2015, 20:41

Ach und vergessen habe. Frag mal beim Jobcenter nach. Die haben immer wieder Unterstützungsmaßnamen im "Angebot" für Leute, die sich selbstständig machen wollen, vorher aber lange arbeitslos waren.

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Die 36.00€ Brutto im Jahr sollen dein Umsatz oder dein Gewinn werden?

Um 36.00€ Brutto an Lohn zu haben musst du mal locker vom doppelten Umsatz, als von ca. 62.000€/Jahr ausgehen.

Denn Merke Umsatz nicht gleich Gewinn.

Von deinem Umsatz gehen die Betriebskosten ab, sage jetzt nicht du hättest keine, ( Bürokosten, fahrzeugkosten, div. Versicherungen, Betriebshaft un Betriebsinventarversicherungen, Betriebssteuern, IHK und BG -Beiträge und vieles mehr.was dann noch über bleibt ist dann dein Gewinn.

Von diesem Gewinn zahlst du dann noch deine private Steuern udn Abgaben.

Alles andere wurde schon erklärt.

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Wenn die Buchführung o.k ist, dann erkennt dies das FA auch an. Trotzdem empfehle ich dir eine Erstberatung z. B. bei der IHK (kostenlos) oder bei einem Unternehmensberater. Und einen Steuerberater wirst du früher oder später sowieso brauchen.

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