Frage von Kai947, 48

Wie könnte es zum Urknall gekommen sein?

Folgendes ist mir noch dazu eingefallen: Ich würde mich einfach an der Natur orientieren. Nehmen wir ein Samenkorn aus dem wieder ein Baum entsteht. Der Baum steht für ein Universum. Nicht alle Bäume sind gleich. So sind auch nicht alle Universen gleich. Aber uns interessieren eigentlich eh nur die in denen unsere Naturgesetze gelten. Das Samenkorn soll das Urteilchen symbolisieren. Damit das Urteilchen mit einem Urknall zu einem Universum wird, braucht es bestimmte Bedingungen die diesen Prozess auslösen. Wie auch das Samenkorn bestimmte Umstände braucht damit eine Planze heranwächst. Also nehmen wir mal an unser Universum besteht aus einer endlichen Zahl dieser Urteilchen. Unser Universum dehnt sich immer schneller aus, bis es alles zerreißt und die Kräfte entstehen die wieder nötig sind um aus den Urteilchen neue Universen entstehen zu lassen. In unserer Natur besteht ja die Gesetzmäßigkeit, dass sich alles vermehren muss. Warum sollten sich dann nicht auch die Universen vermehren, wenn sie aus so was wie einem extrem kleinen Teilchen entstanden sind, in dem praktisch alle "Erbinformationen" gespeichert sind, wie in einer Zelle/Samenkorn. Und nach Stephen Hawking sind wir ja praktisch das Universum, dass auf sich selbst blickt. Also müsste sich das Universum auch vermehren wollen bevor es sich selbst zerstört!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PWolff, 10

Ein interessanter Gedanke, das Universum als ein Quasi-Lebewesen. Womöglich mit eigener Evolutionsgeschichte ...

Dann müssten wir noch überlegen, was diese "Samenkörner" sein könnten. Schwarze Löcher vielleicht?

Es könnte aber auch etwas sein, das mit "Zellknospung" (bei vielen Hefen) vergleichbar ist. (Falls das nicht dasselbe ist.)

Auf diesen Gedanken gestoßen bin ich übrigens im Buch "Offenbarung" von B. Philbert. (viel Physik, ein wenig von dem, was man heute "Esoterik" im weiteren Sinne nennen würde, eine Weltanschauung irgendwo zwischen Buddhismus und Christentum)

Danach kann es passieren, dass ein Kugelsternhaufen zusammenfällt und dabei in seinem Innern etwas ähnliches wie ein schwarzes Loch mit einem riesigen Durchmesser (einige zig bis einige hundert Lichtjahre) erzeugt. Hierbei kommt es zunächst nicht zu einer Singularität, sondern nur zu einer extrem hohen Energiedichte. Hierbei bildet sich eine Raumzeit-Blase, die sich im weiteren Verlauf des Vorgangs von unserem Universum abtrennt, wenn der Sternhaufen sich wieder ausdehnt.

Dieser Vorgang ist dann für das neue Universum der "Urknall", allerdings mit einem sehr viel größeren Anfangsdurchmesser (zig bis hunderte von Lichtjahren) als die übliche Urknall-Theorie annimmt.

Von unserem Universum aus betrachtet, verabschiedet sich eine riesige Energieballung, aber auf eine Weise, dass die Energie effektiv wieder "zurückgegeben" wird. (Ist schon eine Weile her, dass ich das gelesen habe, es ist ziemlich kompliziert. Physikalisch vermutlich stichhaltig, wenn auch reichlich spekulativ bis verschroben, wie ein Großteil des Buches)

Die Energie im neuen Universum kommt daher, dass sich das neue Universum größtenteils weit unterhalb des Nullniveaus der Energie befindet, sodass woanders ein Energieüberschuss vorhanden sein muss, damit die Gesamtenergie, wie es sein muss, exakt 0 ist.

Wenn auch unser Universum auf diese Weise entstanden ist, würde das übrigens erklären und/oder voraussagen, dass alle Erhaltungsgrößen genau 0 sind, wie Gesamtenergie, Gesamtimpuls, Gesamtdrehimpuls, Gesamtladung.

Kommentar von Kai947 ,

"Dann müssten wir noch überlegen, was diese "Samenkörner" sein könnten. Schwarze Löcher vielleicht?"


Ja das habe ich mir auch schon überlegt. Oder einfach jedes "Atom", oder noch kleiner, ist wiederum ein Samenkorn, dass bei der Zerstörung der Universum nötige Energie bekommt um ein Neues zu bilden.

Kommentar von Kai947 ,

mmm, also ein riesiges schwarzes Loch verdichtet die Materie so sehr, dass sie irgendwann kleiner als ein Atom ist. Dann irgendwann explodiert das verdichtete kleinste Teilchen und ein Urknall entsteht für ein neues Universum. Vielleicht bietet unser Universum gar nicht die Möglichkeit ein so großes schwarzes Loch zu bilden, als dass es für ein neues belebares Universum reicht, also genug Material verdichtet. Aber vielleicht stammt unser Universum dann aus einem anderen Universum ab, in dem sich ein so großes schwarzes Loch bildete, mit genug Materie für unser Universum ;)

Kommentar von PWolff ,

Dass unser Universum hierher gekommen sein kann, ist naheliegend.

Allerdings braucht das Universum keine Materie mitzunehmen; die Materie ist einfach kondensierte Energie unterhalb des Energienullpunkts.

Kommentar von Kai947 ,

Ich als Laie hätte jetzt gedacht man kompremiert festes Material wie "Gestein" so weit es geht und lässt es dann irgendwann wieder frei. Aber ich habe gehört dass sich die Feste-Materie nach dem Urknall aus Gas gebildet hat. Das hieße dann die Feste-Materie wurde dann im schwarzen Loch kompremiert und in Gas umgewandelt. Und dann soll es ja damit es zum Urknall kommt ein ungleichgewicht im Vakuum (also dem "Nichts") gegeben haben. So langsam komme ich nicht mehr mit ;)

Kommentar von Kai947 ,

Es wäre doch schön zu glauben, dass ein Universum seine Menge an Energie weitergibt um ein anderes Universum zu bilden. Letztendlich kommt dann natürlich die Frage auf, was war vor den ganzen Universen, wo dann natürlich mir deine Antwort als logisch erscheint, dass die Materie in umgewandelter Form schon immer da war. Also dass sie als ungleichgewicht im Vakuum hervortritt.

Antwort
von MonkeyKing, 10

Schönes Bild aber wir machen immer wieder den "Fehler", dass wir Erfahrungen aus unserem Alltag nehmen und dann versuchen diese auf alles anzuwenden. In der Kosmologie und im Grenzbereich der Physik passieren aber Dinge die mit unseren Alltagserfahrungen nichts zu tun haben. Stichworte wie Relativitätstheorie, Quantenmechanik, Singularitäten fallen mir dazu ein. Die Wahrheit über das Universum sprengt wahrscheinlich alle Grenzen unserer Vorstellungskraft.

Antwort
von Spezialwidde, 27

Ich sag mal so: Schau dir doch mal die gigantische Apparatur am Zern in der Schweiz an wo tausende der besten Physiker versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. So wirklich haben dies auch noch nicht rausgefunden, also sollte man sich hüüten zuviel drüber nachzudenken ;-)

Kommentar von Kai947 ,

Naja, im ganzen Universum sollen ja unsere Naturgestze gelten.
Und die sind auch ohne Mathematik/Physik-Kentnisse verstehbar.
Warum nicht eins und eins zusammenzählen. Ich denke die Quantenphysik wird man auch nie Beweisen können in einem empirisch Experiment, ich glaube so hat es Herr Harald Lesch gesagt. Also geht es in so eine Glaubensrichtung die man soweit es geht logisch zu begründen versucht.

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