Wie können wir meinem Vater helfen?

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5 Antworten

Kann man mit ihm reden?

Erklärt ihm, dass ihr es kräftemäßig einfach nicht mehr packt!

Wenn er daheim bleiben will, dann holt wen vom Pflegedienst, der euch entlastet.

Alternativ... die Mutter auf Kur schicken und den Vater solange zur "Urlaubspflege" in ein Pflegeheim... nur für die Dauer bis die Mutter wieder da ist.

Wenn er WEISS, dass er wieder heim kommt, ist er ev. damit einverstanden. Und dort wird er schnell merken, wo er mit ziehen muss als "Patient".

Auch wenn das grob klingt: Gerade wenn man Patienten zu sehr verwöhnt, ihnen immer alles Recht macht, können die richtig biestig werden. Und DARAN geht man als Pfleger dann kaputt.

Da hilft wie bei kleinen Kindern nur eine sehr resolute Haltung. Gegen Schmerzen kann man mit Hilfe des Arztes was unternehmen.

Mein Tipp: Wendet euch mal an die nächste Pflegestation und redet dort mit der Stationsleitung, zB die Caritas, Schildert das Problem der fehlenden Kooperation des Vaters. Und fragt, ob man euch mal 2-3x unterstützen könnte (das kostet!)... und dann wisst ihr sicher, obs am Vater liegt oder ob sein Zustand eine Pflege daheim nicht mehr zulässt.

DANN kann man entscheiden, was werden soll. Vergesst nicht, die Mutter auf Erholungskur zu schicken., die braucht nämlich auch was für sich!

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Hallo, es gab ja schon viele Tipps, aber auch ich habe noch einige Zusätze, die noch nicht da waren. Wie wäre es mit einem Pflegekurs für Angehörige, außerdem, wenn der Vater soviele Schmerzen hat, könnte man auch eine Schmerztherapie andenken. Ich persönlich finde es gut, wenn Angehörige so lange wie möglich zu Hause versorgt werden, man muss aber auch seine eigenen Grenzen erkennen und beachten. Denn man sollte nicht vor lauter Aufopferung selbst zu Grunde gehen. Patienten lassen sich auch oft von Fremden leichter händeln als von den eigenen Angehörigen. Da ist noch eine Schwelle zwischen drin. Versucht es einfach mit dem Pflegedienst als Entgegenkommen zu einem Heim. Ich hoffe die Vorschläge können weiterhelfen.

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Es sind ja schon einige hilfreiche Antworten da.

Grundsätzlich muss aber ergänzt werden, dass ein erwachsener Mensch nicht "einfach so" zu etwas gezwungen werden kann. Vor die Wahl stellen, mit erheblichen Konsequenzen (etwa: "entweder du lässt einen Pflegedienst zu, oder wir helfen dir gar nicht mehr") das geht, allerdings gegen den Willen in ein Heim geben, ist schwierig.

Vielleicht sollte mal geklärt werden, ob dein Vater seine Situation überhaupt noch adäquat einschätzen kann. Wenn das nicht der Fall wäre, könnte eine gesetzliche Betreuung eingerichtet werden und der Betreuer müsste sich um die Organisation der Pflege kümmern.

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Pflegeberatung. Die ist neutral und könnte vielleicht helfen.
Ein Pflegedienst kann auch nicht gegen den Willen des Betroffenen tätig werden. Da muss der schon einigermaßen mitziehen.

Wurde schon mal geschaut, ob ein psychiatrisches Krankheitbisl vorliegt?

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manchmal sind Pflegebedürftige egoistich und dickköpfig und müssen vor Alternativen gestelllt werden bzw, gezwungen werden....

dazu kann vielleicht der Hausarzt helfen bzw. ein Machtwort sagen...

alles Gute und viel Erfolg.....auch Kraft...

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Dafür habt ihr vor Ort folgende Ansprechpartner: 

- Hausarzt

- Pflegedienst / Sozialstation

- Krankenversicherung einschließlich MDK

https://www.verbraucherzentrale.de/Hilfe-fuer-pflegende-Angehoerige

Setzt euch mit den Leuten zusammen. 

Man wird sich einen Überblick über eure private Situation verschaffen und dann entsprechend eingreifen. 

Alles Gute euch.


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