Frage von lucool4, 75

Wie können Lehrer zur Erziehung beitragen, wenn sie sich nicht einmal durchsetzen können?

Ich bin nun in der 11. Klasse des Gymnasiums und merke oftmals, was für ein schlimmes Verhalten viele "untere" Klassen an den Tag legen. Das Verhalten ist aber nicht etwa so, wie wir damals waren, die halt so normlane sch'iß gebaut haben sondern man denkt manchmal einfach nur, dass sie verhaltensgestört sind.

Immer wieder erleben wir Lehrer, die die Stunde vorher eine 5. Klasse unterrichtet haben und dann völlig am Ars'h sind, wenn wir dann Unterricht haben.

Die Schüler, die ich meine, haben einfach überhaupt keinen Respekt mehr. Ich habe das Gefüh, dass ihre Eltern nicht wissen, wie man erzieht. Und hinzu kommt, dass die Lehrer überhaupt nicht mehr durchsetzungsfähig und damit in meinen Augen arbeitsunfähig sind. Was hat es denn für einen Sinn, einen Schüler in einer Stunde 30 Mal zu ermahnen und nicht eine Strafarbeit zu geben? Da hinkst Du als Klasse nacher mit dem Stoof hinterher, weil der Lehrer/ die Lehrerin aufgrund eines Störenfrieds den Stoof der Stunde nicht durch bringt, weil sie nicht fähig sind, mal auf den Tisch tzu hauen und tacheles zu reden!

Gibt es denn neuerdings auch ein Gesetz, dass jegliche Bestrafung von Schülern verbietet!? Habe ich da was verpasst? Den Schülern sollten wirklich mal die Ohren lang gezogen werden, denn anders lernen sie es ja nicht. Und die Lehrer genauso wenig...

Ist das bei euch auch so? Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Schüler schon mehr der weniger bestimmen, wie die Stunde abläuft. Das ist doch nicht normal, was für eine Gesellschaft hier groß gezogen wird, ohne Respekt oder jeglichem Sinn für Anstand. Und KEINER fühlt sich dafür verantwrtlich, etwas daran zu ändern. Weder Eltern noch Lehrer, obwohl doch beide die Pflicht zur Erziehung haben!?

Stattdessen werden den Rotzlöffeln noch alles hinten rein geschoben und wenn der Lehrer mal was sagt, tanzt am nächsten Tag die Mutter daher und beschwert sich, was das soll, weil ihr Kind ja schließlich Jesus 2.0 ist. Ich meine, merken das die Eltern nicht selbst? Haben die iwelche Wahrnehmungsstörungen??

Früher gabs von den Eltern noch eins hinter die Löffel, wenn raus kam, dass sie frech in der Schule waren! Jetzt bekommen die Lehrer eins hinter die Löffeln. Da simmt doch was nicht!?

Gruß lucool4

Antwort
von Suboptimierer, 36

Was die Eltern verbockt haben, sollen also die Lehrer ausbaden?

Der Lehrer hat nichts zu verlieren, wenn er nicht bestraft.
Wenn er bestraft, macht er sich unbeliebt und muss aufpassen, dass er "richtig" bestraft, denn sonst beschweren sich die Eltern ruck zuck beim Rektorat.

Wenn der Lehrer nicht bestraft, ist er immer fein raus. Was er selbst zu erdulden bereit ist, ist seine Sache.

Die Schule war eigentlich schon immer dafür da, auf die Berufswelt vorzubereiten. Anscheinend ist es für den Beruf nicht (mehr) wichtig, Respekt und Anstand zu zeigen oder es hat sich gezeigt, dass die Schüler sowieso mit der Zeit ruhiger werden.

Kommentar von lucool4 ,

Doch hat er: Er bekommt denn Stoof nicht durch. Und das ist seine Aufgabe! 

Und das ist gegenüber denen ungerecht, die etwas lernen "wollen" (besser gesagt sich vorbereiten wollen um gute Noten zu schreiben), wenn der Lehrer sagt "mir doch egal, dann lernen die halt nix und verka'ken"... Dann haben die Eltern Grund, sich zu beschweren.

Kommentar von Suboptimierer ,

"Er bekommt den Stoff nicht mehr durch."

Dann muss er ihn eben schnell herunter rattern. Zack hat er ihn durch genommen.

wenn der Lehrer sagt "mir doch egal, dann lernen die halt nix und verka'ken"

Man merkt, dass du noch nie auf einer Berufsschule warst.

Kommentar von kiniro ,

Gäbe es die Möglichkeit, eines freiwilligen (!) Schulbesuches, wäre den Schülern, die gerne hingehen sowie den Lehrern vielmehr geholfen.

So aber müssen sich manche Schüler quälen und einige Lehrer ärgern, statt die Zeit sinnvoller nutzen zu können.

Für echten Unterricht gehen gerade mal 10 - mit Glück 20 % der Unterrichtsstunde drauf.

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich bin fast deiner Meinung.

Es besteht zwar Schulpflicht, aber keine Lernpflicht. Wieso geht jemand, der kein Interesse am Lernen hat, auf ein Gymnasium?

Die Noten scheinen also noch zu stimmen.
Sollte das Niveau angehoben werden?

______________

Auch wenn es keine Schulpflicht mehr gäbe, würden viele Eltern dennoch Druck auf die Kinder ausüben, zur Schule zu gehen. Eine 100% für die Kinder freiwillige Angelegenheit wird es nie sein.

Antwort
von violatedsoul, 30

Du sagst es doch selbst: Früher hatten Lehrer noch eine Handhabe. Heute dürfen sie nur noch wenig bis nichts. Deshalb schwanke ich immer zwischen einer Art Bewunderung und andererseits leichtem Zweifel, ob Referendare wirklich wissen, was auf sie zukommt und ob sie wissen, was sie tun.

Ich möchte jedenfalls kein Lehrer sein, weder an der Grundschule, noch an weiterführenden Schulen.

Kommentar von lucool4 ,

Aber zu welchem Preis werden dem Lehrer alle Rechte genommen? Dadurch werden die Schüler viel weniger geschützt und nicht aufs Leben vorbereitet...

Kommentar von violatedsoul ,

Diese Frage musst du an entsprechender Stelle stellen.

Und was die Vorbereitung aufs Leben angeht: Die Schule ist in erster Linie zum Lehren da, nicht zum Erziehen. Diesen Job haben in erster Linie die Eltern inne. Ihre Vorbereitung aufs Leben sollte heißen, ihren Kindern Anstand und Respekt beizubringen.

Wobei man auch ganz klar sagen muss, dass man als Eltern auch verloren hat, wenn der außerhäusliche Umgang einer Müllhalde gleicht.

Kommentar von lucool4 ,

Wobei man auch ganz klar sagen muss, dass man als Eltern auch verloren hat, wenn der außerhäusliche Umgang einer Müllhalde gleicht.



Genau das meine ich! Viele Kinder sehen bereits im Klein-Kind-Alter ihre Eltern nur am Morgen und am Abend (KiTa, Grundschule + Ganztagesbetreung...) weil die Eltern den ganzen Tag schaffen. Da sind doch 90% des Tages andere dafür verantwortlich, wie das Kind später mal wird!



Kommentar von violatedsoul ,

Das meinte ich aber nicht so. Das außerhäusliche Umfeld heißt Freunde.

Ich bin in einer Zeit großgeworden, wo Kinderkrippe, Kindergarten und Hort so normal waren, wie das Atmen. Beide Eltern waren arbeiten, die Kinder hatten ihre Aufgaben nach der Schule. Keiner ist deshalb vernachlässigt worden oder gestorben.

Es tut nichts zur Sache, ob Eltern zuhause sind oder arbeiten gehen. Wichtig ist, wie das Familienleben insgesamt aussieht. Ob Eltern interessiert sind und ihre Kinder unterstützen und ihnen zuhören und Kinder ihre Eltern nicht nur als Nahrungslieferant, Taxi und Wäscheservice betrachten, sondern sie auch Anteil an ihrem Leben nehmen lassen.

Kommentar von kiniro ,

Seit wann hat der Schulbesuch jemals wirklich aufs Leben vorbereitet?

Antwort
von kiniro, 18

Lehrer sollten sich auf ihre tatsächliche Aufgabe - dem Unterrichten - konzentrieren.

Des Weiteren sind so manche Lehrer alles andere als ihren Schülern zugewandt: Respektlosigkeit ist da auf beiden Seiten vorhanden.

Nun denn, Schulen sind seit jeher dafür da, aus Kindern folgsames Wahlvieh zu machen.
Wer nach Abschluss der Schule noch sein Hirn sowie seine eigene Meinung behalten hat, hat wohl Glück mit der Schule und den Lehrern gehabt.

Kommentar von FrageAntwo ,

Der 3.Abschnitt ist Unsinn. 

Kommentar von kiniro ,

Beschäftige dich mal mit dem Thema Schulzwang und Freilernen.

Kommentar von lucool4 ,

Naja, hat nix damit zu tun, aber Unsinn ist es nicht!

Das mit den Lehrern stimmt teilweise, aber ich kenne viele Lehrer miit denen ich gut reden kann und dir mich respektieren.

Antwort
von murat1905, 40

find ich iwie ähnlich denn heutzutage ist auch auf nem gymnasium kaum niveau vorhanden. da sind viele idioten unterwegs und die lehrer tun halt net wirklich was dagegen

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