Habe in der Zeitschrift „Ratgeber aus ihrer Apotheke“ die erschreckende Statistik gelesen, dass Diabetiker ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Was kann man dagegen aktiv tun? Mein Mann leidet unter Diabetes - es gibt aktuell wohl noch keine Depressionsansätze bei ihm.
Ich habe durch ein paar bekannte Diabetiker ein wenig Erfahrungen mit der Krankheit und zwischen den Krankheiten Depressionen und Diabetes gibt es eine Beziehung. Die eine kann die andere bedingen. Menschen die an chronischen Krankheiten leiden haben ein höheres Risiko depressiv zu werden als andere. Die ständige Belastung Konfrontation mit der Diabetes schlägt sehr schnell auf die Psyche. Die richtige Einstellung beider Krankheiten wirkt sich jedoch jeweils positiv auf die andere Krankheit aus. Ich denke, je besser man mit Diabetes versucht zurecht zu kommen und je mehr man die Krankheit in sein Leben "einbaut" sowie eine positive Einstellung senken das Depressionsrisiko.
Ich denke, bei Diabetikern ist das Risiko, in Depressin zu fallen, nicht höher und nicht geringer, als bei jedem andren Leiden auch.
Heiterkeit und Gelassenheit, mit der Krankheit leben (nicht dagegen) und sich arrangieren - das sind die besten Garanten für seelische Gesundheit.
Es gibt schlimmere Leiden als Diabetes.
Qetan am 16. November 2007 21:25 DH, realistische Einstellung.
Die Wahrscheinlichkeit eine Depression zu bekommen ist bei Diabetikern tatsächlich erhöht. Verhindern kann man diese höhere Wahrscheinlichkeit leider ausschließlich mit einer "guten" Zuckereinstellung (HbA1c zumindest unter 6,5% - besser noch unter 6%). Hilfreich ist auf jeden Fall eine Schulung zu besuchen (wird in den meisten Krankenhäusern ist Österreich angeboten - mehr darüber auf www.diabetesberater.at = die offizielle Page der österreichischen Diabetesberaterinnen)

Dass Menschen mit Diabetes zusätzlich und leichter weitere Krankheiten bekommen können liegt in der Natur dieser Störung. Und da gehört auch die Depression dazu. Was die Schulmedizin nur lindern und nicht heilen kann (sonst gäbe es ja schon lange keine Diabetiker mehr) liegt in erster Linie am Verhalten des Diabetikers. Eine ganze Reihe von Maßnahmen könnten seine Gesundheit so verbessern, dass er (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, solange kein Organ irreparabel geschädigt ist) keine Medizin oder medizinische Unterstützung mehr benötigt.
Die wichtigsten Veränderungen: angepasste Ernährung, viel mehr Bewegung, vermeiden und abbauen von belastenden Stresssituationen (physisch wie psychisch). Damit wäre auch einer Depression zu begegnen. Nur ganz wenige freunden sich damit an und bleiben daher ......Diabetiker mit all seinen Nachteilen für die Zukunft. Und daran ändert auch kaum ein Arzt etwas (er lebt davon, was sein gutes Recht ist).
DH
Danke für die tolle Antwort