Frage von stephanie771, 42

Wie können Aminosäuren sowohl eine positive als auch eine negative Ladung auf ein Stoff übertragen??

Bitte erklärt mir das :( dringend :(

Expertenantwort
von Miraculix84, Community-Experte für Schule, 30

Naja, "übertragen" ist hier als Vokabel ein bisschen missverständlich.

Die Aminosäure hat eine saure Gruppe (die Carboxylgruppe) und eine basische Gruppe (die Amingruppe).

Die Carboxylgruppe kann ein Proton (H+) abgeben und dadurch entsteht dann beim Reaktionspartner, der das H+ aufnimmt, eine positive Ladung.

Die Amingruppe kann ein Proton (H+) aufnehmen und dadurch entsteht dann beim Reaktionspartner, der das H+ abgibt, eine negative Ladung.

In der Realität machen die Aminosäuren diese putzige Reaktion auch mit sich selbst, sodass "Zwitterionen" entstehen, die dann genau entgegengesetzt reagieren, aber ich glaube, mit diesem Hinweis überfordere ich dich. ;) Bleib mal bei den beiden fettgedruckten Absätzen als Erklärung. Das sollte für eine Bioklausur reichen. (Oder ist es eine Chemieklausur???)

LG
MCX

Kommentar von stephanie771 ,

Das beantwortet aber nichts :( mein Problem ist einfach, dass ich nicht verstehe wie Die aminosäurereste des aktiven Zentrums auf ihre Substrate Ladungen hinzufügen Können?

Kommentar von Bevarian ,

Formuliere Deine Frage bitte anders - mir ist unklar, worauf Du hinauswillst! Wie der Druide schon erklärte, können sie entweder einen anderen Stoff protonieren, indem sie als Säure arbeiten, oder umgekehrt als Base ein Proton aufnehmen.

Kommentar von Miraculix84 ,

Wer sagt das denn? Aminosäuren können Protonen durch die Gegend schubsen; und da Protonen geladen sind, kann man dann auch (laienhaft) sagen, dass Aminosäuren Ladungen durch die Gegend schieben können.

Eine wirkliche Ladungsübertragung wäre jedoch ein Redoxprozess und das machen Aminosäuren meines Wissens nicht. Dann wären sie danach "kaputt".

LG
MCX

Kommentar von stephanie771 ,

Also die Enzyme bewirken ja einen energieämeren übergangszustand , wie machen sie das?

Kommentar von Miraculix84 ,

Wenn ich dir das voraussagen könnte oder allgemein erklären könnte, wäre ich Professor in Harvard oder Nobelpreisträger. BBin ich aber nicht. :) Die wirklichen Prozesse, die dabei ablaufen, sind für den Laien nicht nachvollziehbar. Enzyme sind hochkomplexe organische Moleküle und jedes Enzym ist substratspezifisch. D.h., ein jedes reagiert anders.

Wenn du für die Schule lernst, beschränk dich darauf, dass sie einen energieärmeren Übergangszustand bewirken. Das reicht.

Damit kannst du anhand des Energiediagramms sehr schön veranschaulichen, dass die benötigte Energie geringer ist, sodass es mehr Teilchen in deinem Reakationsgefäß gibt, die diese Mindestenergie aufweisen.

Je mehr Teilchen die Mindestenergie haben, desto wahrscheinlicher ist ein erfolgreicher Zusammenstoß.

Und je wahrscheinlicher ein erfolgreicher Zusammenstoß, desto schneller läuft eine Reaktion ab.


LG
MCX

Kommentar von stephanie771 ,

Aber wie geht das dann bei den Enzymen ???

Kommentar von Bevarian ,

Das Substrat stößt mit dem Enzym zusammen und erkennt es als solches. Die beiden fühlen sich so wohl miteinander , daß sich das Substrat in die Umarmung des Enzyms kuschelt und dabei dem reaktiven Zentrum immer näher kommt, daß dann zuschlägt und das Substrat spaltet - nicht unähnlich dem Paarungsverhalten von Spinnentieren, nur spuckt das Enzym die Reste aus und verspeist sie nicht!   ;)))

Expertenantwort
von Miraculix84, Community-Experte für Schule, 13

Du sprichst in Rätseln:

Aber wie geht das dann bei den Enzymen ???

Wie geht WAS bei Enzymen?

LG
MCX

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