Frage von sophieeee97, 515

Wie können Ärzte so grausam und kalt gegenüber ungeborenen Babys sein und der Mutter zur Abtreibung wegen "Fehlbildungen" raten?

Meine Schwester wurde vor etwa 2 Wochen von ihrem kriminellen Ex-Freund zu einer Abtreibung mit illegalen Medikamenten vom Drogenmarkt gezwungen.

Sie konnte glücklicherweise fliehen bevor sie die letzten Pillen (hauptsächlich Cytotek, aber auch Mifegyne) nehmen musste und das Baby hat auch überlebt, sie ist immernoch schwanger, jetzt in der 8. Woche und bislang sieht das Kind auch gesund aus, zum Glück

Seid dem versucht fast jeder Arzt ihr zu sagen, eine Abtreibung seie "das beste", die Gefahr von irgendwelchen Fehlbildungen seie "angeblich zu hoch".

Wie kommt es das Ärzte deren Beruf es ja ist Menschen zu helfen, das Leben so wenig wertschätzen und sogar einfach so offen Euthanasie vorschlagen (denn nichts anderes ist das) zumal sie als Ärzte doch wissen sollten, dass selbst wenn, sich die meisten Fehlbildungen mitlerweile gut operieren lassen.

Fakt ist nunmal, dass das Kind lebt und Gefühle hat und es kann ja wohl kaum etwas dafür dass sein eigener Vater es umbringen wollte und dass diese Ärzte jetzt versuchen über das Leben des Kindes zu urteilen ist einfach nur wiederlich

Wie könnten die sowas nur machen, das macht mich Fassungslos

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von carn112004, 122

"Wie können Ärzte so grausam und kalt
gegenüber ungeborenen Babys sein und der Mutter zur Abtreibung wegen
"Fehlbildungen" raten?"

Weil die entsprechenden Ärzte dazu ausgebildet sind, in ungeborenen Menschen nur Zellhaufen zu sehen. Ferner kann es Abstumpfung sein; wer Abtreibungen durchführt schläft besser, wenn er sich einredet es seien Zellhaufen (z.b. gabs mal in den 60gern in den USA den Vorsitzenden einer Organisation die für das Recht auf Abtreibung eintrat und fast nur dafür sich engagierte; er führte selbst hunderte Abtreibungen durch; als dann bessere Ultraschallgeräte existierren, ).

Diese Einstellung erfordert eine gewisse Bildung; erzählt man z.b. Kindern davon, dass bei einer Abtreibung die Schwangerschaft weggemacht wird, wird man im Allgemeinen eine eher ablehnende Haltung sehen (und zwar ohne dass man irgendwas von "Kind", "töten" sagt oder ihnen Bilder vor die Nase hält); nur mit intelektuellem Aufwand, scheinbaren Erklärungen und eben auch "Bildung" gelingt es, solche Reaktionen zu reduzieren.

Bezüglich deiner Schwester, wenn du weitere Frage zu Risiken hast, wende dich doch an:

https://www.embryotox.de/misoprostol.html

bzw. deren Kontakt:

https://www.embryotox.de/impressum.html

Wie du an der ihrer Seite von Misoprostol siehts (was der Wirkstoff von Cytotec ist):

"Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach
versehentlicher Anwendung im 1. Trimenon oder nach
einem fehlgeschlagenen Abortversuch mit Prostaglandinen sollte eine
sonographische Feindiagnostik durchgeführt werden. Dabei muss mitbedacht
werden, dass sich eine Möbius-Sequenz sonographisch nicht ausschließen
lässt."

sind diese Ärzte nicht auf Abtreibung getrimmt, sondern geben ehrlich an, dass die sinnvollste Behandlungsmethode abwarten und genauere Diagnose ist, eben gerade weil es häufig keine oder nur geringe bzw. behebbare Schäden gibt.

Das ist vielleicht eine gute Ergänzung zu den Ärzten, die deiner Schwester dauernd eine Abtreibung aufschwatzen wollen.

Antwort
von Dhalwim, 11

Hallo sohpieeee97,

Meine Schwester wurde vor etwa 2 Wochen von ihrem kriminellen Ex-Freund
zu einer Abtreibung mit illegalen Medikamenten vom Drogenmarkt
gezwungen.

Also, das vorweg bedauere Ich zutiefst Ma'am. Mein Beileid, klingt übel.

Sie konnte glücklicherweise fliehen bevor sie die letzten Pillen
(hauptsächlich Cytotek, aber auch Mifegyne) nehmen musste und das Baby
hat auch überlebt, sie ist immernoch schwanger, jetzt in der 8. Woche
und bislang sieht das Kind auch gesund aus, zum Glück

Hmm... ok, hört sich gut an! :)

Seid dem versucht fast jeder Arzt ihr zu sagen, eine Abtreibung seie
"das beste", die Gefahr von irgendwelchen Fehlbildungen seie "angeblich
zu hoch".

Ärzte sind Fachmänner. Wenn sie einen Rat geben, so wollen sie nur das beste, das hört sich vielleicht im ersten Moment schrecklich an aber dann wird es schon seinen Grund haben Ma'am. :(

Wie kommt es das Ärzte deren Beruf es ja ist Menschen zu helfen, das
Leben so wenig wertschätzen und sogar einfach so offen Euthanasie
vorschlagen (denn nichts anderes ist das) zumal sie als Ärzte doch
wissen sollten, dass selbst wenn, sich die meisten Fehlbildungen
mitlerweile gut operieren lassen.

Wie bereit's erwähnt, Ärzte sind Fachmänner. Wenn Euthanasie oder Abtreibung vorgeschlagen wird, dann gibt es meist keine andere Möglichkeit. Zudem sind Operationen teuer, meinen sie, sie könnten sich sowas leisten Ma'am?

Vorallem, bei Euthanasie-Fällen wird oft alles mögliche versucht. Wenn's KEINE ANDERE Möglichkeit gibt, dann kommt die Euthanasie in's Spiel.

Denn letzten endes, ist der Herr Gevatter Tod auch einfach nur eine Gnade. Das Thema Tod und sterben, sollte in der Gesellschaft viel offener und breiter diskutiert werden.

Fakt ist nunmal, dass das Kind lebt und Gefühle hat und es kann ja wohl
kaum etwas dafür dass sein eigener Vater es umbringen wollte und dass
diese Ärzte jetzt versuchen über das Leben des Kindes zu urteilen ist
einfach nur wiederlich

Das "Kind", in der 8.Woche also sprich im 2 Monat, ist jetzt nur ein Zellhaufen ohne Gefühle. Zudem, ja das Kind kann nichts dafür, und ob sie es widerlich finden oder nicht, aber so ist nun mal die Realität.

Ihre Schwester kann natürlich den Rat der Ärzte ablehnen, aber bedenken sie, es könnten sich dann auch dementsprechende Konsequenzen nach sich ziehen.

Wie könnten die sowas nur machen, das macht mich Fassungslos

Ma'am, das klingt hart, aber vieles in der Realität ist Fassungslos. Lernen sie damit zu Leben, denn sonst ist das Leben für sie nichts. Mich macht es z. b. Fassungslos, dass über 90% der Menschheit immernoch einer Religion angehören,

obwohl es natürlich vollkommen sinnlos und Zeitraubend ist.

Wie gesagt, entweder lehnt ihre Schwester den Rat ab und macht was sie will, mit einem Risiko, dass ein behindertes Kind zur Welt kommt, oder sie nimmt ihn an, und tut es.

Keine Sorge Ma'am, das Kind wird es wahrscheinlich garnicht merken, da ab der 8.Woche es sowieso nur vorerst ein Zellhaufen ist. (Kleiner Fakt nebenbei: Wir Menschen sind auch nichts, als "Zellansammlungen".)

LG Dhalwim

Antwort
von rotesand, 134

Hallo!

Da muss man mMn differenziert vorgehen und an das Kind denken: Die Frage ist, ob die zu erwartende Behinderung dem Kind überhaupt ein erstrebens- bzw. lebenswertes Leben gestatten würde oder eben nicht. 

Wenn ein Kind absehbar so stark behindert ist, dass es zeit seines Lebens auf fremde Hilfe angewiesen werden sein wird - was auch die Lebensqualität der ELtern sehr stark einschränken würde - sollte man sich das schon überlegen, ob man das seinem Kind wirklich "antut" und ob man sich selbst damit auch "belastet". Da sollte man an sich aber vor allem an das Kind denken.. meine Meinung!

Anderer Ansatz: In unserer Lokalzeitung war vor einigen Wochen 'nen Leserbrief zu dem Thema zu lesen... da schrieb der inzwischen hochbetagte Vater eines behinderten & von Geburt an pflegebedürftigen Jungen/Mannes von inzwischen ca. 50 Jahren sinngemäß, dass ein behindertes Kind den Eltern selbst auf dem Sterbebett noch zu denken gibt nach dem Motto, was aus ihm denn nun wird.. ich erinnere mich noch recht gut daran.

Antwort
von Schokolinda, 161

ein arzt hat die pflicht, auf sämtliche möglichkeiten hinzuweisen.

wenn deine schwester dauernd den arzt wechselt, dann kriegt sie eben dauernd das gleiche zu hören.

wenn du mit dieser möglichkeit, aus medizinischen gründen eine schwangerschaft zu beenden, nicht einverstanden bist, ist das dein gutes recht. engagiere dich politisch oder noch besser: bei orgas, die betroffenen frauen/familien hilft.

aber dass die gesetzeslage nun so ist, wie sie ist, ist nicht die sache des arztes, der wie gesagt, verpflichtet ist, auf alle möglichkeiten hinzuweisen.

penetrant darf er dabei natürlich nicht sein.

Antwort
von meliglbc2, 198

Ich persönlich finde, das ein Arzt die Pflicht dazu hat der Mutter mitzuteilen, das ihr Kind mit einer großen Chance eine Behinderung haben könnte oder auch Fehlbildungen.

Das ist die Aufgabe des Arztes und natürlich auch die Aufklärung über Abtreibungen und etc.

Ein Arzt klärt nur auf, er zwingt nicht.

Es ist einzig und allein die Entscheidung der Mutter.

Und mal im Ernst: Glaubst du wirklich, dass ein Kind ohne Beine oder Arme glücklich werden kann? Es wird ihm immer etwas fehlen.

Aber wie gesagt es ist meine Meinung und ich würde darauf bestehen, dass mein Arzt mir mitteilt, dass mein Baby mit großer Chance mit einer Behinderung auf die Welt kommen würde.

Kommentar von TheTrollman ,

Große Chance ?

Sind um die 10% eine große Chance ?

Und mal davon ab reden wir hier nicht von Contagan, wir reden ledingtlich von Cytotek, da kann nicht viel passieren.

Ein Klumpfuß ist, wenn man nicht gerade im Slum lebt, kein Behinderrung, das wird einmal kurz operiert und vielleicht bleibt eine kleine Narbe.

Bei solchen Dingen würde ich mir wünschen, dass die Ärzte es verschweigen bis es zu spät zur Abtreibung ist, denn sonst werden mitunter Kinder für Kleinigkeiten getötet die die moderne Medizin im Handumdrehen heilen kann.

Nun zum Moebius Syndrom, sicherlich ist das nicht toll, aber es steht einem eigenständigen Leben in etwa so wenig in der Quere wie ADHS, würdest du sagen man sollte Kinder wegen ADHS abtreiben ?

Kommentar von meliglbc2 ,

Ein richtiger Arzt würde über ALLES Aufklären und ich würde es immer noch nicht gut finden, wenn der Arzt etwas verschweigen würde.

Wenn die Mutter das Baby wegen einer Kleinigkeit abtreibt, dann war es ihre Schuld oder ihr Problem aber nicht die Schuld des Arztes.

Kommentar von TheTrollman ,

Zumindest bei Sachen die 100% korrigierbar sind sollte der Arzt zumindest verschweigen dass die Möglichkeit einer medizinischen Abtreibung bestünde.

Oder bist du der Meinung, dass eine kleine am Bein es rechtfertig, deswegen nicht leben zu dürfen ?

Kommentar von meliglbc2 ,

Meiner Meinung nach, sollten Ärzte es sagen, dass das Baby möglicherweise irgendwas haben könnte UND sie sollten auch erklären, wie man es heilen kann.

Der Arzt sollte eben über ALLES aufklären. Das ist meine Meinung.

Er sollte der Mutter erzählen, dass das Baby Probleme mit dem Fuß haben wird aber er sollte die Mutter wie gesagt darüber aufklären, dass man diesen Fuß operieren kann, falls das Baby es haben sollte.

Wenn die Mutter dann so crazy sein will, es abzutreiben, dann kann der Arzt dafür nichts.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 142

Servus,

Ärzte entscheiden nicht nach emotionalen, schwammigen, subjektiven Kriterien - sondern sie entscheiden sachlich und objektiv, was teilweise auch "kalt" rüberkommen kann.

Wenn ein Arzt ihr zu einem Schwangerschaftsabbruch rät, dann hat dies medizinische, sachliche Gründe - ansonsten würde der Arzt das nicht tun. Der Arzt hat seinen Rat ja auch sachlich begründet.

Ärzte treffen solche Entscheidungen, weil sie das Beste für deine Schwester wollen - auch wenn du das als "Euthanasie" oder als "Leben nicht wertschätzen" siehst, das ist es nicht.

Du hast keine Ahnung, welche Fehlbildungen zu erwarten sind - du hast keine Ahnung, ob sie operabel sind; du weißt doch den medizinischen Hintergrund gar nicht, und vor allem weißt du viel weniger über die Entwicklung als ein Arzt mit entsprechendem Fachwissen es weiß.

Fakt ist nunmal, dass das Kind lebt und Gefühle hat

Laut deinen Aussagen ist sie im Moment in der 9. Woche.

Der Embryo (kein Kind!) in ihr kann aufgrund fehldener neuronaler Anlagen keine Gefühle empfinden - genausowenig wie der Embryo Schmerz empfinden kann.

und dass diese Ärzte jetzt versuchen über das Leben des Kindes zu urteilen ist einfach nur wiederlich

Nein, das ist nicht widerlich, sondern sie tun ihren Job.

Wenn sie medizinische Gründe dafür sehen, das ein Schwangerschaftsabbruch besser wäre, dann ist dies eine sachliche Entscheidung.

Im Endeffekt kann deine Schwester selbst entscheiden, was sie macht - aber hier die Ärzte dermaßen anzugreifen, die nichts anderes tun wollen, als deiner Schwester zu helfen finde ich äußerst fehl am Platz.

Lg

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Du solltest dir im Klaren sein, dass Ärzte auch mehr Erfahrung haben als jemand, der sich im Internet die Auswirkungen von Wirkstoffen auf Embryos zusammengoogelt...

Im Endeffekt hat sie ja jetzt einen Arzt gefunden, der ihre Meinung teilt - daher hat sich das ja jetzt hier eh erledigt.

Kommentar von TheTrollman ,

Eine Sachliche Entscheidung über Leben und Tod ?

Sowas dachte man früher auch bei Euthanasie.

In wiefern wollen die Ärzte ihr helfen, sie helfen doch eher dem Täter indem sie sein Verbrechen vollenden zu versuchen.

Übrigens kannst auch du durch einfaches googeln herausfinden, dass Cytotek garnicht mal so viele Schäden verursachen kann.

Diese Ergebnisse wurden von Ärzten festgehalten, insbesondere aus Erfahrungen mit der sogenannten Mexican Abortion Pill.

Wir reden nicht von Anencephalie oder Patäu Syndrom, wir reden von von leichten Einschränkungen mit denen das Kind trotzdem wie jedes andere Kind leben kann, oder von einer Kleinigkeit, die in einem Routineeingriff kurz nach der Geburt korrigiert wird und beides ist nichtmals wahrscheinlich.

Es ist keine sachliche Entscheidung dafür ein Leben auszulöschen.

Und in der 9.ten Woche ist das Nervensystem bereits angelegt und arbeitet auch schon und Fakt ist, die Wissenschaft weiß nicht in wieweit der Embryo schon ein Kind ist und denken kann.

Das du da von fehlenden Anlangen sprichst plädiert nicht gerade für dein Wissen in Biologie.

Kommentar von CalicoSkies ,

Um das mal zusammenzufassen: Du denkst, du hättest nach dem Lesen einer Website mehr Ahnung als die vier Gynäkologen, die der Schwester des Fragestellers dazu geraten haben.

Das lass ich doch dann wirklich einfach mal so stehen :)

Wenn vier (!) Ärzte zu dem Gleichen raten, dann gibt es einen Grund dafür - auch wenn du ihn nicht verstehst.

Es ist keine sachliche Entscheidung dafür ein Leben auszulöschen.

Ein Embryo ist kein menschliches Leben - es wird hier daher auch kein Leben ausgelöscht.

Das du da von fehlenden Anlangen sprichst plädiert nicht gerade für dein Wissen in Biologie.

Es spricht nicht gerade für dein Wissen in Embryonalentwicklung, denn ich habe völlig Recht, was das neuronale System des Embryos angeht.

Denn:

Und in der 9.ten Woche ist das Nervensystem bereits angelegt und arbeitet auch schon

Nö. Das Schmerzempfinden setzt erst deutlich später ein; ich zitiere mal:



"In reviewing the neuroanatomical and physiological evidence in the fetus, it was apparent that connections from the periphery to the cortex are not intact before 24 weeks of gestation and, as most neuroscientists believe that the cortex is necessary for pain  perception, it can be concluded that the fetus cannot experience pain in any sense prior to this gestation."

https://www.rcog.org.uk/globalassets/documents/guidelines/rcogfetalawarenesswpr0...

Da gibt es auch noch andere Studien die das bestätigen (bspw. http://www.nbcnews.com/id/9053416/ )

Daher: In der neunten Woche ist das Nervensystem nicht dazu fähig, Schmerzen zu empfinden.
Kommentar von carn112004 ,
"Um das mal zusammenzufassen: Du denkst, du hättest nach dem Lesen

einer Website mehr Ahnung als die vier Gynäkologen, die der Schwester
des Fragestellers dazu geraten haben.

Das lass ich doch dann wirklich einfach mal so stehen :)"

Um dir ein bischen das Weltbild zu erschüttern, ich kenn Apotheker, die wären froh, wenn die Ärzte doch wenigstens den Inhalt der Packungsbeilagen von Medikamenten kennen würden.

Also ja, es gibt leider in der Medizin Konstellationen, bei denen man durch Lesen von ein paar Informationen bereits erkennt, dass das Handeln von Ärzten fraglich ist. Und das gilt insbesondere für Medikamente, deren einzelne Nebenwirkungen bereits durch Angabe von einer Prozentzahl und einer Bezeichnung relativ genau angegeben sind; schätzt der Arzt oder meinetwegen auch 4 Ärzte aber die Prozentzahl offensichtlich falsch ein, dann machen die 4 Ärzte halt einen Fehler.

Lustig finde ich daran übrigens, dass wenn Ärzte mal was erzählen, dass dir nicht passt (z.b. das bei Abtreibungen getötet wird) du dann dich flugs umdrehen wirst und dann auf einmal selber viel besser als die Ärzte Bescheid weißt.

Du berufst dich also hier gerade nur auf Autoritäten, weil dir deren Rat in den Kram passt.

Kommentar von carn112004 ,

"Und in der 9.ten Woche ist das Nervensystem bereits angelegt und
arbeitet auch schon und Fakt ist, die Wissenschaft weiß nicht in wieweit
der Embryo schon ein Kind ist und denken kann."

Tut mir leid, aber für gewisse Phasen der Schwangerschaft lassen sich denken und Schmerz empfinden ausschließen. Man kann nur einen Bereich nennen, bei dem man nicht so genau weiß, was, wann und wie funktioniert, aber bzgl. Schmerz und Denken wird dder "vielleicht/vielleicht nicht"- Bereich irgendwo von 14-30.SSW reichen, mit Indizien Richtung 20-25.SSW.

Aber warum ist das relevant?

Ob ein Mensch beim getötet werden Schmerzen empfindet, ist doch ziemlich irrelevant.

Kommentar von carn112004 ,

Diesen Unfugkommentar habe ich irgendwie übersehen:

"sondern sie entscheiden sachlich und objektiv, was teilweise auch "kalt" rüberkommen kann.

Wenn ein Arzt ihr zu einem Schwangerschaftsabbruch rät, dann hat dies
medizinische, sachliche Gründe - ansonsten würde der Arzt das nicht tun."

Ich frag mich, wie man sein Hirn verdrehen muss, um zu meinen, ob aufgrund einer Behinderung abgetrieben werden sollte oder nicht, sei eine medizinische, sachliche oder objektive Entscheidung.

Nachdem es eine ethisch-moralische Frage ist, ob und welche Behinderung man noch als "mit dem Leben vereinbar" ansieht, kann die Medizin da keinen sachlichen Rat geben.

Die Medizin kann höchstens etwas über schwere und Wahrscheinlichkeit der Behinderung sagen.

Also die Medizin könnte vielleicht sagen:

"Körperliche Behinderung: Wahrscheinlichkeit 10% lebenslang Rollstuhl; 15% Wahrscheinlichkeit lebenslang leichte Gehbehinderung; 15% Wahrscheinlichkeit operativ zu 90% behbbare Gehbehinderung; 50% Wahrscheinlichkeit auf keine Defekte" (wobei die Aussagen im Allgemeinen viel ungenauer sind)

Was aber keinesfalls "sachlich und objektiv" wäre, wäre zu sagen:

"Wegen der 10% Wahrscheinlichkeit auf lebenslang Rollstuhl, ist zur Vornahme einer Abtreibung zu raten und dieser Rat ist objektiv und sachlich richtig."

Genausowenig wie:

"Wegen der 50% Wahrscheinlichkeit auf keine Defekte, ist vond er Vornahme einer Abtreibung abzuraten und dieser Rat ist sachlich und objektiv richtig."

Ob man wegen 10% Rollstuhl oder 50% total gesund abtreiben soll oder nicht abtreiben soll, dazu kann die Medizin keinen sinnvollen Rat geben; sie kann nur die Wahrscheinlichkeiten/Prognosen ermitteln.

Sorry, Calico, aber soweit solltest du als "Community-Experte für Gesundheit & Medizin" doch darüber Bescheid wissen, was Medizin objektiv ermitteln kann und was nicht.

Kommentar von carn112004 ,

Und den noch:

Du demonstrierst hier, dass du ganz klar Pro-Abtreibung bist, weil du nämlich den einen Experten (ihren ersten 4 Ärzten) überschwenglich Vertrauen zusprichst, aber den anderen Experten (ihrem 5. und denen vom Embryotox-Projekt) das Vertrauen verweigerst, obwohl du schlicht keinen Anhaltspunkt hast, wer denn nun irren könnte und wer richtig liegt.

Da nochmal für dich:

https://www.embryotox.de/misoprostol.html

"Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach versehentlicher Anwendung im 1. Trimenon oder nach
einem fehlgeschlagenen Abortversuch mit Prostaglandinen sollte eine sonographische Feindiagnostik durchgeführt werden. Dabei muss mitbedacht werden, dass sich eine Möbius-Sequenz sonographisch nicht ausschließen lässt.

"

und da:

https://www.embryotox.de/impressum.html

"

Impressum:Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie
Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Autoren:

Prof. Dr. med. Christof Schaefer (Kinderarzt; Projektleitung)Dr. med. Corinna Weber-Schöndorfer (Innere Medizin)Cornelia Borisch (Gynäkologin)Dr. med. Stephanie Padberg (Kinderheilkunde)Dr. med. Maria Hoeltzenbein (Humangenetikerin)Dr. rer. nat. Marc Oppermann (Apotheker, Arzneimittelinformation)Dr. rer. nat. Juliane Fritzsche (Apothekerin)Dr. med. Stefanie Hultzsch (Anästhesie)Eleanor Hüttel (Apothekerin)Dr. med. Angela Kayser (Gynäkologin)Mary Panse (Medizinpädagogin)Prof. Dr. Anke Rohde (Gynäkologische Psychosomatik;

Universitätsfrauenklinik Bonn)

"

und

"

Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und AOK – Die Gesundheitskasse

"

Aber keine Sorge, das schockt mich nicht mehr, das Muster, dass "Pro-Choicer" komischerweise nahezu IMMER Schwangeren in schwierigen Schwangerschaftssituationen zu den Experten bzw. "Experten" raten, die zur Abtreibung raten, ist mir seit langem bekannt.

Kommentar von carn112004 ,

Achso, jetzt war ich giftig.

Antwort
von Schwoaze, 238

Wenn Deine Schwester das Kind bekommen will, ist ja alles andere Nebensache. Ganz egal, was die Ärzte sagen, sie will es und fertig. So weit die Tatsachen.

Da ich selber wenig Ahnung von möglichen Auswirkungen habe, müsste ich mich auf das Urteil der Ärzte verlassen.

Meine persönliche Meinung... Ich weiß nicht, wie alt Deine Schwester ist und warum sie unbedingt das Kind eines kriminellen Ex bekommen will, das womöglich auch noch behindert sein könnte. Ein Kind hat man ein Leben lang. Das ist ja kein Spielzeug, das man in die Ecke stellen kann. Hat sie denn eine Möglichkeit, sich und ihr Kind zu erhalten? Das sind die Dinge, die mir dabei durch den Kopf gehen. Aber wie gesagt, es ist ihre Entscheidung und ich wünsche ihr von Herzen alles Gute dafür.

Kommentar von TheTrollman ,

Also von behindert zu sprechen wäre übertrieben

Das Kind hat nur ein Risiko von unter 10 % dass es entweder nach seiner Geburt einmal kurz am Fuß operiert werden muss oder dass es eine urzeitliche Kommunikationsart nicht beherrscht, mehr kann da nicht passieren

Kommentar von skyfireXLS ,

Da scheint sich ja jemand bestens mit der geschilderten Situation von sophieeee97s Schwester auszukennen.

Kommentar von Schwoaze ,

????? Meinst den Trollmann, nehm ich an...

Kommentar von carn112004 ,

Da es sopies 4. Frage zu der Thematik ist und Trollman wohl alle Fragen gelesen hat (wenigstens auf 2 andere hat er geantwortet), weiß es ebn auch die Dinge aus den anderen Fragen.

Die Kurzstory:

Freund hat ihr in unbekannter Dosierung Mifepriston und Misoprostol (also die im Prinzip übliche Kombination für medikamentöse Abbrüche) verpasst; die Schwangerschaft besteht aber weiter fort.

Folglich reduziert sich das Fehlbildungsrisiko einfach auf die Frage, wieviele der eine medikamentöse Abtreibung überlebende Kinder haben Missbildungen. Wenn er das irgendwoher weiß, dann kann er die Aussage machen.

Ich weiß blos nicht, woher er die 10% hat, aber ich kenn auch nicht alles zu dem Thema.

Kommentar von TheTrollman ,

Bis irgendwer meinen Kommentar hier weggelöscht hatte (übrigens danke nochmal) stand das da.

Google nach mexican abortion pill, da findest du diese Prozentwerte

Kommentar von Schwoaze ,

@TheTrollman:... also ich war's nicht! :-)

Antwort
von blackforestlady, 218

Dann sollte Deine Schwester sich eine zweite Meinung einholen und sich in eine Klinik, die sich mit Pränataldiagnostik auskennt, untersuchen lassen. Danach kann sie immer noch entscheiden, ob sie das Kind will oder nicht. 

Kommentar von sophieeee97 ,

Das hat sie schon getan, sie ist jetzt bei dem fünften Arzt und der ist endlich mal ein Vernünfiger.

Sie wird auch genauestens untersucht, aber sie will das Kind auf jeden Fall bekommen, egal was festgestellt wird.

Kommentar von carn112004 ,

4 Ärzte sind zu blöd zu kapieren, dass die Chancen für keine Behinderung nach fehlgeschlagener medikamentöser Abtreibung ganz gut sind?

Das ist erschreckend.

Kommentar von CalicoSkies ,

Oder ein Arzt klärt die Schwester des Fragestellers einfach nicht richtig auf, was von diesen dann gefeiert wird, da sie eine ganz bestimmte Meinung hören wollen...

Das finde ich weitaus mehr erschreckend.

Kommentar von carn112004 ,

Hast du wenigstens mal gegoogelt, wie das Behinderungsrisiko nach fehlgeschlagener Abtreibung ist?

Hast du dir mal diese Seite der Charite durchgelesen, die ich schon 2 mal verlinkt habe?

https://www.embryotox.de/misoprostol.html

Interessieren dich Fakten?

Ich glaube die Antwort lautet jeweils nein.

Antwort
von larry2010, 179

auf der anderen seite ist die frage, ob das kind mit seinen leben glücklich sein wird.

da ist die frage, ob die mutter nicht durch das kind ständig an die geschichte und den typ erinnert wird, ob das kind gesundheitliche beeinträchtigungen haben wird und wie es dann damit umgeht.

das muss man sich genau überlegen, war deine schwester schon bei pro fmailia oder einer anderen beratungsstelle, die können ihr evtl. kontakt zu müttern vermitteln, die eine ähnliche geschichte haben.

ich habe das gefühl, das hier die risiken heruntergespielt werden. wenn ärzte nicht sagen können, welche auswirkungen es hat, wie sollen es leute im forum beurteilen können?

hier in deutschland stösst man ständig an seine grenzen, wird durch vorschriften behindert, das erfordert viel kraft und ideen.

Antwort
von Deepdiver, 191

Man muss abwägen, was am Ende für das Kind  Lebenswert ist.

Wenn es mit Fehlbildungen zur Welt kommt und von Anfang an ein Pflegefall wird, ist es nicht nur eine große Belastung für das Kind sondern auch für die Mutter.

Dazu muss sich jeder Gedanken machen.

Die Ärzte geben jnur einen Rat, weil sie sehen können, ob und wie die Eltern mit solch einer Situation fertig oder umgehen können.

Ich ahbe einige Bekannte, die ein Kind mit einer Fehlbildung haben, aber es ist für das Kind zu ertragen und auch die Eltern kommen damit klar.

Mit anderen Worten, JEDER muss für sich selber entscheiden, ob er diese Last tragen kann und auch will. Hinterher ankommen und jammern ist es zu spät.

Und das Kind dann einfach abgeben, weil es nciht den Erwartungen entspricht ist schon mal der ganz falsche Weg !!


Kommentar von sophieeee97 ,

Also sie hatte mal mit den Ärzten gesprochen, was für Fehlbildungen auftreten könnten, aber die sind dann auf einmal sehr zurückhaltend.

Also im Internet steht was von Fehlbildungen der Füße, die sich aber komplett korrigieren lassen und irgendwas namens Moebius Syndrom, das hat wohl irgendwas mit Mimik zu tun, aber es könnte jetzt nichts auftreten, was die Intelligenz des Kindes beeinträchtigt.

Wobei auch überall steht, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind gesund ist größer ist

Kommentar von Deepdiver ,

Moebius Syndrom betrifft die lähmung der Gesichtsmimik.  Es ist diesen Menschen unmöglich zu lachen oder ihre Mimik auszudrücken. Aber da kann ein Mensch mit leben.

Und Fehlbildung der Füße kann wirklich korrigiert werden.

Antwort
von Mewchen, 56

Die Ärzte müssen darauf hinweisen. Sie sind dazu verpflichtet, über sämtliche Risiken und eben mögliche Wege zu informieren. Das hat nichts mit kalt sein zu tun, es ist ihr Job. Ärzte können sogar verklagt werden, wenn sie nicht auf die Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik und eben (manchmal) ihre Konsequenz, die Abtreibung, hinweisen.

Antwort
von DundF, 90

Ärzte müssen leider auf die Möglichkeit von Fehlbildungen hinweisen, damit sie nachher nicht einen Prozess am Hals haben. Was dies für Ängste bei der betroffenen Frau auslösen kann, ist da leider nicht mit berücksichtigt.

Stärke Deiner Schwester den Rücken für Ihren Mut, und sie soll sich die Schwangerschaft durch keinen Umstand vermiesen lassen.

Antwort
von ApfelTea, 6

Es ist eben seine Aufgabe, die Frau aufzuklären und das ist richtig und gut so. Entscheiden muss sie es ja am ende sowieso selbst.

Antwort
von Herpor, 141

Ärzte sind selten fanatische Esoteriker oder Urchristen.

Sie raten zu möglichst verträglichen Lösungen.

Egoistische Lösungen von Eltern oder Angehörigen fallen nicht in ihr Fachgebiet.

Kommentar von TheTrollman ,

Wie kommst du bitte auf Egoistisch ???

Es ist die einzig richtige Lösung das Kind leben zu lassen, das was die Ärzte da versuchen, sieht die Fragestellerin zurecht als Rat zur Euthanasie an.

Und was meinst du mit verträglichen Lösungen, hältst du es für verträglich, dass das Kind ermordet werden soll, für verträglich, dass man hier die Mutter unter gesellschaftlichen Druck setzt ?


Kommentar von Herpor ,

Hinter der Vermeidung einer Geburt eines behinderten Kindes steht entweder der Wunsch, sich Arbeit und Mühe vom Halse zu halten (Egoismus) oder der fehlgeleitete Gedanke, sein eigenes Denken an die Stelle des Denkens und empfindens des späteren Kindes zu setzen (Egozentrik)

Antwort
von Tursikussi, 134

Meine Schwester wurde vor etwa 2 Wochen von ihrem kriminellen Ex-Freund zu einer Abtreibung mit illegalen Medikamenten vom Drogenmarkt gezwungen.   Das ist es, was ich widerlich finde und mich fassungslos macht und ich finde es befremdlich, dass du vor dem Hintergrund dieser Geschichte deine Ärzte als Euthanasieärzte bezeichnen kannst. Und der Fünfte ist "endlich mal ein Vernünftiger". Ja die Drogenszene macht Menschen kaputt und bedroht auch die Ungeborenen aus diesen Kreisen. Schlimm - Hände weg davon! Eine Bekannte von mir hat einen mongoliden Sohn. Durchaus möglich, dass das damit zusammenhängt, da sowohl sie als auch ihr damaliger Freund mit Drogen zu tun hatten. Sie hat ihn aber geliebt (habe schon viele Jahre keinen Kontakt mehr). Vielleicht ist das auch der Weg deiner Schwester. Ich glaube, Drogen machen Menschen extrem gleichgültig und verantwortungslos. Hände weg - die Risiken lohnen sich nicht, nur für so einen vernebelten Trip!!!!!

Kommentar von TheTrollman ,

Das Down Syndrom entsteht bereits vor Befruchtung durch einen Fehler bei der Meiose (der Reifeteilung) der Eizelle (non disjunktion), wodurch ein Überzähliges 21. Chromosom vorliegt.

So etwas kann weder durch Drogen entstehen, noch kann es einem bereits bestehenden Embryo nachträglich passieren.

Antwort
von CountDracula, 5

Gegenfrage: Was macht Dich so sicher, dass das Leben besser ist als der Tod?

Antwort
von Raubkatze45, 129

Das ist eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle. Allerdings muss man sich auch klar darüber sein, warum es Menschen gibt, die eine Abtreibung - selbst bei vorausgesagter Behinderung - grundsätzlich ablehnen, während andere keine moralischen Bedenken haben.

Eine Abtreibung wird immer tabu sein für Menschen, die an Gott glauben und wissen, dass dieses kleine ungeborene Wesen gewollt und geliebt wird und eine Bestimmung hat in diesem Leben. Es besitzt eine unsterbliche Seele, die auch leben wird, wenn eine Abtreibung erfolgt ist. Unter diesem Aspekt ist es letztlich nicht von Bedeutung, ob das Kind behindert ist. Wäre es so, wäre das Leben unzähliger Behinderter nicht wertvoll und lebenswert. Ein furchtbarer Gedanke für die Betroffenen selbst ! Menschen haben nicht das Recht, darüber zu entscheiden, ob ein begonnenes Leben geboren werden darf oder nicht. Wir sind nicht Herr über Leben und Tod und das Kind im Leib der Mutter ist ein eigenständiges Leben, über das sie nicht verfügen darf.

Von daher wird kein gläubiger Arzt zu einer Abtreibung raten, vor allem, da er weiß, dass schon bei der Befruchtung das Geschlecht und alle Gene vorhanden sind und nach einigen Wochen schon das Herz schlägt. Abgesehen von rel. Gründen zeigen Berichte, wie das Kind versucht, der Abtreibung auszuweichen, bevor es in Stücke gerissen wird durch Absaugen oder Kürettage.

Dein Mitleid mit diesem Kind ist mehr als menschlich und macht dich sympathisch. Die Entscheidung der Mutter für das Kind zeigt, dass sie eine liebevolle  Mutter sein wird.

Es hat sich in vielen Fällen erwiesen, dass die Voraussagen einer Behinderung sich bei der Geburt nicht erfüllt haben. Ich würde dir und deiner Schwester raten, dafür zu beten und das Kind dem Schutz Gottes anzuvertrauen. Er wird alles gut machen, da bin ich mir sicher.  Es ist doch schon ein gutes Zeichen "von oben", dass dieses Kind überlebt hat trotz der Tabletten. Sei also guten Mutes und lass dich nicht beirren.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Solchen  Aerzten wird das ausüben des Berufes ,immer mehr verunmöglicht .Da könnte ich dir konkrete Namen Nenne welche ich persönlich kenne .

Kommentar von CalicoSkies ,

Solchen  Aerzten wird das ausüben des Berufes ,immer mehr verunmöglicht

Religiöse Ansichten haben in der Berufsausübung nichts verloren.

Wer sich als Gynäkologe weigert, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, hat den falschen Beruf gewählt...

Nichtsdestotrotz hast du Unrecht: In Deutschland kannst du einen freischaffenden Gynäkologen nicht zwingen, einen Abbruch vorzunehmen.

Es kann aber gut sein, dass du mit so einer tendentiösen Einstellung keine Stelle als Assistenzarzt bekommst in einer größeren Klinik - aber wie bereits gesagt: Das finde ich sogar gut so - religiöse Ansichten haben hier nichts verloren.

Kommentar von carn112004 ,

Es wäre aber nett, wenn Ärzte wenigstens bereit wären, die ihren Berufsstand betreffenden Gesetze und die dahinter stehenden Prinzipien zu achten.

Kommentar von CalicoSkies ,

Tun sie - sie raten der Schwester nur zu dem, was sie persönlich für das Beste halten.

Hier liegt keine Nötigung, keine Überredungsversuche und keine Beeinflussung vor - sie geben nur einen medizinischen Rat.

Kommentar von carn112004 ,

Inwiefern achten sie das Prinzip, dass ungeborene bevorzugt nicht getötet werden sollten?

Kommentar von TheTrollman ,

Carn hat absolut recht, hier argumentieren Ärzte für die Auslöschung eines Lebens, das steht ihnen nicht zu.

Kommentar von CalicoSkies ,

Doch, das tut es. ;)

Kommentar von carn112004 ,

Im Klartext, entgegen deiner obigen Behauptung, achten die betreffende Ärzte nicht das Prinzip, dass ungeborene idealerweise am Leben gelassen werden sollten.

Und nein, rumjammern, dass es dieses Prinzip für Ärzte nicht gäbe hilft nichts, da sowohl das deutsche Grundgesetz als auch der ursprüngliche hippokratische Eid dieses Prinzip beinhaltet.

Kommentar von CalicoSkies ,

Ein Arzt rät dazu, was medizinisch am Sinnvollsten ist.

Sollte medizinisch ein Schwangerschaftsabbruch hier am Sinnvollsten sein (mit Begründungen, von denen wir aufgrund der komischen Fragestellung ja nichts wissen) dann gibt es Gründe dafür - und damit ist dein Einwurf mit dem Wort "idealerweise" völlig daneben.

Ein Arzt kann und darf so etwas entscheiden, völlig egal was du hier behauptest :)

Kommentar von carn112004 ,

"können/dürfen" ist ungleich "zu achten";

ferner verwendest du hier den Begriff "medizinisch" falsch; "medizinisch" ist z.b. ein Down-Syndrom kein Grund für eine Abtreibung; trotzdem gibt es Mediziner, die dazu aufgrund von Down-Syndrom raten; diesen Rat erteilen sie nicht aufgrund medizinischer Erkenntnisse sondern aufgrund von weltanschaulicher Überzeugungen und entgegen den Prinzipien des Grundgesetzes und entgegen denen der Ärzteschaft.

Aber das ist dir ja alles wurscht.

Kommentar von carn112004 ,

Um dir den Punkt zu erklären:

"können/dürfen" ist ungleich "zu achten";

Ich könnte und dürfte zwar jetzt rüber in den 300m entfernten "Amüsierclub" gehen und mir eine Osteuropäierin für 30-50 gönnen; aber ich würde damit die Prinzipien hinter Art. 3 Abs. 2 GG nicht achten, allein schon weil das zu dem Preis ausbeuterisch ist.

Und ja, es wäre nett, wenn alle Männer in D diese Prinzipien achten würden und 99% der Puffs Pleite gehen würden; und zwar obwohl da alle beliebig oft hingehen dürfen und können (bzw. hängt das vom Geldbeutel ab).

Und genauso wäre es nett, wenn die Ärzte die Prinzipien hinter GG1 und 2 achten würden; und zwar obwohl sie die auch missachten können und dürfen.

Kommentar von CalicoSkies ,

Interessant, wie giftig du wirst. :D

Ich wiederhole mich nochmalig: Ein Arzt kann, darf, wird und soll medizinisch richtige Entscheidungen treffen - was du davon hältst ist mir völlig egal.

Was hast du eigentlich davoin, meine Kommentare ständig zu kommentieren? ;)

Kommentar von carn112004 ,

Wo war ich giftig?

"Was hast du eigentlich davoin, meine Kommentare ständig zu kommentieren? ;)"

Die Antworten sind immer wieder interessant und erhellend; das gilt allgemein für "Pro-Choicer" (aber auch für einige "Pro-Lifer", wobei deren Position leichter verständlich ist, so dass es da weniger erforderlich ist, sie zu erhellen). Außerdem habe ich was gegen falsche Tatsachenbehauptungen, was es z.b. wäre zu sagen, die betreffenden Ärzte würden die Prinzipien des GGs achten.

Antwort
von AppleTea, 191

Die Frage ist dann aber ob das Leben dann noch für das Kind lebenswert ist. Vielleicht hat es ewig Schmerzen? Vielleicht ist es entstellt und wird später gemobbt?

Kommentar von sophieeee97 ,

Das wäre schrecklich, aber nichts ist schlimmer als der Tod

Kommentar von Herb3472 ,

Auch das ist Ansichtssache. Manche betrachten den Tod als Erlösung von ihrem Leidensweg.

Kommentar von AppleTea ,

Ich finde Leid viel schlimmer als Tod

Kommentar von Mensch1211111 ,

Wenn es immer schmerzen hat usw dann ist es sicher kein schönes leben

Kommentar von TheTrollman ,

Schau bitte mal in meine Antwort, dem Kind drohen keine Schmerzen, nur das Risiko von unter 10 % dass es entweder nach seiner Geburt einmal kurz am Fuß operiert werden muss oder dass es eine urzeitliche Kommunikationsart nicht beherrscht, mehr kann da nicht passieren

Kommentar von AppleTea ,

Reicht als Grund für Mobbing. Kinder können grausam sein.

Kommentar von TheTrollman ,

Wer sagt denn bitteschön, dass das Kind sich nicht wehren kann ?

Oder keine Freunde hat, die es unterstützen.

Ich weiss noch genau als meine Freundin auf ihrer neuen Arbeit gemobbt wurde und ich da aufgetaucht bin und den Mobbern sachlich erklärt habe, dass ich sie nach Karlsruhe, Brüssel und wenns sein muss bis nach Den Haag vors Gericht zerre und seiddem mobbt sie keine mehr.

Ich hab auf meiner Schule damals viel Mobbing beendet und viel Frieden erzwungen du würdest dich wundern wie einfach das ist, ein paar gut gewählte Worte eines Oberstufenschülers und schon hat auch "das größte Opfer" aus der Unterstufe seine Ruhe.

Es gibt immer auch gute Menschen die anderen helfen und sich für das Glück deren einsetzen, die dies nicht selber schaffen.

Die Ärzte in diesem Fall tun eher das Gegenteil

Kommentar von waldfrosch64 ,

Und wer entscheidet was lebenswert ist und was nicht ? Du ? 

Nur weil ein Kind wo möglich mal gemoppt wird ? Wäre es besser das Kind  zu töten ? 

Kommentar von AppleTea ,

Das musste das Kind fragen ;)

Kommentar von carn112004 ,

Kein Problem!!

Man kann zwar nicht dieses Kind fragen, aber sehr wohl Menschen mit vergleichbaren Behinderungen, ob man sie denn schmerzlos aus dem Leben befördern soll oder am Leben lassen soll.

Ergebnis: Die überwältigende Mehrheit der Behinderten wollen nicht um die Ecke gebracht werden.

Also akzpetiere, dass Behinderte im Allgemeinen Leben wollen und sei - um dir selbst gegenüber Konsequent zu sein - in Zukunft gegen Abtreibungen (*) aufgrund möglicher Behinderung. Und schreib der Fragestellerin ein Kompliment, dass sie recht hat und du dich geiirt hast.

(* vielleicht außer extrem schwere Behinderungen, insbesondere geistigen Behinderungen; da könnte eine Umfrage unter solchen Behinderten eventuell größere Anteile ergeben, die nicht leben wollen, bzw. bei schwerer geistiger Behinderung ist die Umfrage nicht sinnvoll möglich)

Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du nicht in der Lage bist, aufgrund der Tatsache, dass die meisten Behinderten leben wollen und du den Wunsch des Behinderten selbst zum Kriterium gemacht hast, folgerichtig deine Einstellung zu ändern.

Kommentar von CalicoSkies ,

Ergebnis: Die überwältigende Mehrheit der Behinderten wollen nicht um die Ecke gebracht werden.

Das ist auch völlig die falsche Fragestellung.

Wenn du die richtige Fragestellung benutzen möchtest, müsstest du sie fragen, ob sie lieber niemals gelebt hätten statt behindert zu sein.

Da das nicht möglich ist (sich seine eigene Nichtexistenz vorzustellen ist wohl etwas schwierig) wirst du hier keine brauchbaren Antworten erhalten.

Kommentar von Tragosso ,

Ich würde der Nichtexistenz sofort zustimmen. Das kann man also nicht verallgemeinern.

Kommentar von carn112004 ,

Ok, das würde aber immer noch heißen, dass AppleTeas Argument nicht sinnvoll ist, denn zu sagen "Das muss du das Kind fragen", wenn die Frage nicht sinnvoll möglich ist, ist dann ein unsinniges Argument.

Kommentar von AppleTea ,

@Carn, Ich werd meine Meinung garantiert nicht ändern. Ich mein das schon so wie ich es sage! Abgesehen davon hab ich nie behauptet, dass Behinderte Menschen im allgemeinen nicht leben wollen. Verdreh also mal nicht so derartig meine Worte! Geh du dich mal gründlich schämen! Ich glaub es geht los..

Kommentar von carn112004 ,

Du sagtest Kriterium sei, das Kind zu fragen. Das Kind kann man fragen, indem man 10-15 Jahre wartet und dann fragt; die Antwort lautet dann im allgemeinen "Ich will leben". Warum akzeptierst du die Antwort nicht?

Kommentar von AppleTea ,

Ja und jetzt? wenn es sagt, dass es so leben will ist es doch gut. Warum akzeptierst du die Antwort nicht??

Kommentar von carn112004 ,

Du klangst so, als würdest du für Abtreibung wegen Behinderung plädieren.

Kommentar von AppleTea ,

Tja, dumm nur, dass ich sowas nie behauptet hab oder? ERST lesen, dann denken, dann schreiben. Unmöglich so ein Verhalten! Sei froh dass ich dich nicht melde.

Kommentar von carn112004 ,

Netter Versuch, aber du hast 5 Aussagen getätigt, die als Gründe für Befürwortung einer Abtreibung wegen Behinderung verwendet werden, und 0 dagegen; dann zu behaupten, du hättest nicht diesen Eindruck erweckt ist Blödsinn.

Hier nochmal die 5 Aussagen:

"Die Frage ist dann aber ob das Leben dann noch für das Kind lebenswert ist."

"Vielleicht hat es ewig Schmerzen?"

"Vielleicht ist es entstellt und
wird später gemobbt?"

"Ich finde Leid viel schlimmer als Tod"

"Reicht als Grund für Mobbing. Kinder können grausam sein."

Nur deine 6. Aussage ging nach hinten los, da sie tatsächlich ein Argument gegen Abtreibung wegen Behinderung ist (frag die Betroffenen selbst; diese sind halt nur mehrheitlich dafür, am Leben zu sein). Da hast du halt nicht aufgepasst. Aber das Muster ist klar.

Kommentar von AppleTea ,

Ohje.. du verschwendest meine Zeit. Reicht ja wenn ich weiß welche Meinung ich vertrete ;) Denk was du willst und lass andere zufrieden

Kommentar von carn112004 ,

Wenn deinen Kommentaren nicht deine Meinung entnehmbar ist (hier z.b. dass du vielleicht eher gegen Abtreibung wegen Behinderung eingestellt bist), ist das vor allem dein Problem.

Kommentar von AppleTea ,

Ich hab damit kein Problem. Braucht ja auch keinen außer mir interessieren ;)

Kommentar von AppleTea ,

Klar gibt es solche Menschen, die helfen. Aber nicht immer und überall. Ist doch schön wenn es bei deiner Freundin was gebracht hat.

Antwort
von waldfrosch64, 89

 Heute wird in Europa eine Ideologie betrieben in der sich nur noch gewisse Leute Fortpflanzen sollen. Du und ich gehören das wohl kaum dazu .

Deshalb wird uns schon seit  sehr vielen Jahren Eugenik unter dem Deckmantel von  Frauenrecht angepriesen und verkauft .

Wenn du einmal dich  einmal etwas genauer und näher mit den Gründern Persönlichkeiten wie  Margret  Sanger von IPPF und  deren Tochterfirma Profamilia in Deutschland befassen würdest ,dann würde dich all das gewiss nicht mehr wundern .

Deutlicher kann ich  dazu  leider nicht werden  ,denn auch das ist nicht erlaubt in Europa .

Kommentar von CalicoSkies ,

Heute wird in Europa eine Ideologie betrieben in der sich nur noch gewisse Leute Fortpflanzen sollen. Du und ich gehören das wohl kaum dazu .

Soso. :3

Dann klär uns doch mal auf: Welche Leute sollen sich denn fortpflanzen und welche nicht?

Gibt es dafür irgendwelche nachprüfbaren Beweise? Und MIt Beweise meine ich nicht deine Verschwörungstheoretiker-Youtube-Videos, sondern ich meine ob du mir einen (!) direkten Beweis dafür nennen kannst?

Deshalb wird uns schon seit  sehr vielen Jahren Eugenik unter dem Deckmantel von  Frauenrecht angepriesen und verkauft .

In Deutschland kann jede Frau eine Schwangerschaft abbrechen, solange sie die 14. SSW noch nicht überschritten hat.

Eine embryopathologische Begründung gibt es im Gesetz nicht; die Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch oder nicht liegen auch nicht in irgendwelchen genetischen Kriterien.

Wie soll das Ganze also zur Eugenik benutzt werden?

Kommentar von carn112004 ,

§ 218a Abs. 2 StGB wird so ausgelegt, dass damit indirekt Eugenik erlaubt ist. Zwar darf man nicht abtreiben, weil das ungeborene behindert ist; aber wenn eine Behinderung festgestellt wurde und die Schwangere sagt: "Ich schaff das nicht", dann kann jeder Arzt - wenn er das will - so auslegen, dass "eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden
Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes
der Schwangeren" aufgrund der zu erwartenden Belastung durch die Pflege des behinderten Kindes besteht, die dann natürlich nur durch Fetozid und Abtreibung abwendbar ist.

Der Fall hier betrifft dieses zwar nicht, da die Schwangere noch vor der 14. SSW sein dürfte; aber du hattest allgemein gefragt, wo sich die Eugenik versteckt.

Kommentar von CalicoSkies ,

Jede Schwangere kann eine Schwangerschaft innerhalb der 14. SSW abbrechen, wenn sie das möchte.

Und genau darum geht es hier - denn hier gibt es keine Auswahl und auch keine pathologische Begründung, und damit auch keine Eugenik, wie waldfrosch aber trotzdem immer wieder gerne behauptet.

die dann natürlich nur durch Fetozid und Abtreibung abwendbar ist.

Was ich persönlich moralisch auch grenzwertig sehe, jedoch medizinisch nüchtern und rechtlich nüchtern nachvollziehen kann.

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