Wie kaufe ich einen Pferd und wo kann ich mich erkundigen?

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9 Antworten

Grundsätzlicher Tipp:

Lerne erst mal Reiten!

Wenn Du in einem Reitstall lernst, wirst Du sowohl Reiten als auch ein bisschen Pferdepflege lernen.

Lies mal in Pferdeforen, wie viel Pflege ein Pferd braucht, wie viel Geld man braucht - für den Tierarzt, Hufschmied, Sattler, Boxenmiete, Futter usw. - und was man alles VORHER wissen sollte. Man kann ein Pferd auch "verreiten", also durch Unerfahrenheit ihm entweder schlechte Verhaltensweisen beibringen oder sogar Schaden zufügen. Z.B. muss man Symptome erkennen und wissen, wann man den Tierarzt rufen sollte. Man muss auch wissen, wie man sich ein Pferd aussucht, worauf man achten sollte. Viele unerfahrene Reiter kaufen das falsche Pferd und haben dann große Probleme damit. Außerdem sollte man kontinuierlich Reitunterricht nehmen und das Pferd muss immer wieder von erfahrenen Reitern Korrektur geritten werden.

Mein Tipp (als Laie):

Reitunterricht für mindestens ein halbes, besser ein Jahr. Nur Reitunterricht (und ggf. Hilfe bei der Pferdepflege im Stall).

Dann Überlegung ein Pferd länger zu betreuen, mal alleine ausreiten zu dürfen, eine Reitbeteiligung zu erwarben, ein Pflegepferd etc. (das kann man mit dem Reitlehrer vor Ort besprechen: Welche Möglichkeiten gibt es, welche eigenen sich für mich?).

Erst, wenn Du damit Erfahrung hast, ich würde sagen, mindestens ein weiteres Jahr, solltest Du noch mal über den Pferdekauf nachdenken. Dann weißt Du auch besser, welche Art Pferd Du (nicht) willst, was Du ihm bieten kannst, was Du von ihm erwartest, was es können muss und wie Du Dich um das Pferd kümmern musst. Vermutlich wirst Du freiwillig noch etwas mehr Erfahrungen sammeln wollen.

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Wenn Du viel von Pferden  verstehst, in einer seht ländlichen Gegend wohnst, und die ganze Arbeit täglich selber machen willst, brauchst Du monatlich 400€, um ein Pferd zu halten.

Bei weniger günstigen Bedingungen solltest Du mindestens 600-800€ im Monat rechnen.

Es ist auf jeden Fall anzuraten, erst mal Unterricht zu nehmen, da rechne mal mit 200 Reitstnden, ehe Du ein wenig Ahnung vom Reiten, geschweige denn von der Haltung bekommst.

Bei den weiteren Fragen, die dich dann bezüglich der Anschaffung stellen, hilft dann gern der Reitlehrer.

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Natürlich ist es ein Traum, wenn man mit einem eigenen Tier reiten lernen kann und ich würde eigentlich jedem dazu raten, doch ist das für die meisten Menschen ein Geldproblem. Denn wer noch nicht viel kann, braucht seinen Trainer entsprechend sehr viel. Wenn wir jetzt noch ansetzen, dass Pferdehaltung den Vollpensionspreis plus monatlich im langjährigen Mittel 200 Euro kostet (wurde hier schon hunderte Male vorgerechnet), wenn wir wissen, dass eine Vollpension in Deutschland je nach Stadtnähe und Region ordentlich Geld kostet (bei uns > 400 Euro) ... UND dann noch Kosten für Krankheiten und Verletzungen, die in den 200 Euro Nebenkosten nicht drin sind und Geld für den Trainer ... nennen wir es mal beim Namen, wir sprechen von anfangs 30 Euro pro Tag (Billigtrainer, die nicht ordentlich arbeiten, mag ich nicht kalkulieren, denn das führt zu nichts) ...wer kann das aufbringen?

Dazu kommt, dass das ja keine vorübergehenden Kosten sind, sondern einem viele Jahre bleiben. Pferde haben nunmal eine ordentliche Lebenserwartung. Wenn Du schreibst, dass Dein Vater in Deine Gedanken involviert ist, dann bedeutet das auch, dass Du nicht alleine diese Kosten trägst, sondern eine Familie involviert ist. Also käme eine riesige Kostenbelastung auf Menschen, die mit dem Reiten eigentlich gar nichts zu tun haben.

Deshalb gibt es hier in Deutschland viele Betriebe mit Schulpferden. Die müssen nicht in Vereinshand sein, die besseren, die ich kenne, sind eigentlich alle von einem Stallbetreiber organisiert oder von Privatleuten, die selbst nur Einsteller in ihrem Stall sind. Die haben verschiedene organisatorische Modelle: Bei den einen zahlt man monatlich und bekommt dafür soundso viele Reitstunden, bei anderen zahlt man die einzelne Stunde. Mal ist es mit einer Zehnerkarte günstiger. Bei Vereinen ist es meist so, dass es für Mitglieder günstiger ist, denn das ist dann ein Anreiz zum Beitritt. Wer sich nicht an den Verein binden möchte zahlt dann halt mehr.

Viele private Pferdebesitzer vergeben auch Reitbeteiligungsverhältnisse auf ihren Pferden, d.h. man nimmt ihnen einen Anteil an den laufenden Kosten ab und darf dafür das Pferd an einer Anzahl von Tagen reiten, die dem Anteil entspricht. Mit einem Reitbeteiligungspferd kann man sich halt grade, wenn man noch nicht so routiniert ist, mehr konzentrieren. Ich weiß vom Vorteil, den es hat, verschiedene Pferde zu reiten. Ganz klar, aber ich sehe diesen beim Anfänger noch nicht. Der muss noch soooo vieles koordinieren, wenn es da jedesmal eine Nuance anders ist, zieht man sich mit dem Pferdewechsel meist keine guten Reiter. Auch nehmen viele Pferdebesitzer lieber einen erfahrenen Reiter, der dieselben Fehler schon seit 10 Jahren macht als einen, der noch "biegsam" ist, der völlig frei von schlechten Gewohnheiten kommt. Ich würde mir definitiv lieber einen Anfänger suchen und den von meiner Trainerin unterrichten lassen als jemanden mit eingefahrenen Bewegungsmustern.

Man muss sich ein bisschen umsehen, bis man das richtige findet. Für einen Neuling ist es natürlich schwer zu beurteilen, was man sieht, ob das nun guter Unterricht ist oder eher schlechter, aber einen Tipp hätte ich:

Der ideale Unterrichtsstall ...

... hält die Pferde in bewegunsreicher Haltung, also z.B. in einem Aktivstall oder Paddock Trail,

... Unterrichtet jeden Reiter einzeln. Das kann auch in der Gruppe passieren, indem immer einer eine Arbeitsphase hat und die anderen können sich entspannen oder an den Dingen üben in der Zwischenzeit.

... bildet bei Reitern, die noch nicht so weit sind, noch keine Abteilungen, denn zum Abteilung reiten gehört, dass ich weiter hinten ein Pferd in einem ihm nicht so leicht fallenden Tempo reiten kann, was eigentlich schon ordentlich Können verlangt.

... benutzt keine sogenannten Ausbindezügel, um den Kopf des Pferdes irgendwie nach unten zu bekommen, sondern lehrt die Schüler ab dem ersten Schritt, den sie reiten, das Pferd korrekt zu reiten, sodass die auch erfahren, welche Bewegungen des Pferdes man sich einprägen sollte.

... kostet natürlich dann auch etwas Geld. Aber bei einem Preis von 30 Euro und hochqualitativem Unterricht einmal pro Woche lernt man meist mehr und besseres als bei drei 15-Euro-Abteilungsstunden jede Woche mit Ausbindern.

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Um Reiten zu lernen, braucht man kein eigenes Pferd. Lernen kannst du Reiten und den Umgang mit Pferden entweder in einem Reitverein oder einer Reitschule bei dir in der Nähe.

Dort lernst du neben dem Reiten an sich dann hoffentlich einiges über den Umgang mit Pferden. Wenn du dich mit den Leuten dort unterhältst, kannst du auch erfahren, was in deiner Gegend der Unterhalt für ein Pferd kostet (weil es regional sehr unterschiedlich ist).

Ein einiges Pferd hat dann definitiv Zeit, bis du auch etwas mehr Erfahrung hast und dann auch weißt, was du überhaupt willst.

Es geht ja schon los bei der Frage Reiten lernen: Englisch oder lieber Western ? Großpferde oder lieber Ponys ....

Finde erstmal raus, was dir hier lieber ist, bevor du daran denkst, dir ein eigenes Pferd anzuschaffen.

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Erstmal solltest du reiten lernen... Ein paar Jahre Unterricht nehmen und dir in wann eine Reitbeteiligung suchen. Du weißt ja noch nicht ob dir das Reiten überhaupt Spaß macht und vorallem wie lange... Die kosten für den Verein sind sehr unterschiedlich.. Das kommt eben auch darauf an ob dieser eigene Schulpferde unterhält, einen Stall und Halle. Zu dem Jahresbeitrag kommen noch die Kosten für die Reitstunden. Unser Verein nimmt z.b 50 Euro Jahresbeitrag und 5 Euro pro Stunde. Allerdings besteht dieser nur aus Privatpferden, es gibt keinen Stall und es gibt nur 2 Reitplätze und einen Roundpen. Der Verein ein paar Ortschaften weiter hat Schulpferde, Stall, Reitplätze, Halle usw. Der nimmt 360 Euro für den Jahresbeitrag für den Unterricht weiß ich nicht. . Wenn das eigene Pferd dort einsieht zahlt man natürlich noch eine Einsteller Gebühr...
Eine Reitstunde in Schulställen kostet zwischen 10 und 30 Euro..
Ein eigenes Pferd muss erst mal angeschafft werden. Ein etwas ausgebildet Freizeitpferd kostet ab 3000 Euro aufwärts. Dazu kommen noch die Kosten für das Zubehör. Das Pferd muss i wo eingestellt werden, muss Versichert werden, braucht einen Hufschmied usw. Das kostet jeden Monat zwischen 250 und 700 Euro. Ein Besuch vom Tierarzt geht selten unter 100 Euro aus natürlich sind nach oben keine Grenzen gesetzt. .. bei einer Operation sind schnell ein paar 1000 Euro weg.

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Du willst ein Pferd kaufen, hast aber keine Ahnung von Kosten, Haltung und Reiten?

Lerne erst einmal gut reiten, dann kann man weiter sehen!

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Lernen erstmal ein Paar Jahre reiten und nehme dir dann ne RB....wenn dass dann alles klappt, kannst du über ein eigens Pferd nachdenken

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Warum willst du ein Pferd?

Ein Pferd ist kein Roller, den man einfach abstellt und gut ist.

Meine Tochter (16) reitet und voltigiert seit über 8 Jahren und hat erst vor 3 Jahren ihr eigenes Pferd bekommen. Jetzt hat sie so viel Erfahrung, dass nicht immer ein Erwachsener dabei sein muss. Sie wusste genau auf was man bei einem Pferd achten muss und kann es ohne fremde Hilfe versorgen.

Bei der Pferdesuche wirds dann auch nochmal schwierig (auch wenn du weisst welche Rasse und Geschlecht du willst), denn du brauchst ein absolutes Anfängerpferd. Wie willst du das Pferd Probereiten? Wie willst du erkennen, ob das Pferd gesund ist? Wir haben da einiges erlebt und die Besitzer erzählen einen nicht immer die Wahrheit.

Zudem sind die Unterstellkosten (das meinst du doch) unterschiedlich, schon bayernweit kann ich bei Vollpension zwischen 200.- bis 500.- Euro monatlich bezahlen. Da ist aber noch kein Tierarzt, Hufschmied, Versicherung usw. inbegriffen. Wenn du ein Pferd selbst versorgst (Misten, Füttern  usw.) , dann ist es billiger, aber ohne Erfahrung wohl eher nichts für dich.

Damit du einen groben überblick bekommst (aus eigener Erfahrung) gebe ich dir ein Rechenbeispiel.

Monatlich:

Stallmiete (Vollpension)                                ca 300.- Euro

Versicherung                                                ca 10.- Euro

Hufschmied (3 Monate)                                ca 30.-Euro

Zusatzfutter (Leckerli)                                   ca 20.-Euro

Tierarzt (Impfen, Wurmkur)                          ca 20.- Euro

Rücklagen für Tierarzt                                  ca 100.-Euro

Reitunterricht Std ca 20.-                              ca  80.- Euro

                                                                      ____________

Monatlich rund                                                560.- Euro

kann auch teuerer werden, aber das sind die groben Ausgaben. Das ist nur ein Beispiel, so wie es bei dem Pferd meiner Tochter ist. Selbst sie nimmt noch Reitunterricht und du brauchst ihn sowieso.

Was das Pferd und der Sattel und Zubehör kostet kann man nicht einschätzen.

Du solltest wirklich wie schon geschrieben erst reiten lernen und dann vllt. eine RB und wenn du dann immer noch willst ein eigenes Pferd, alles andere finde ich persönlich als unsinnig.

LG



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