Frage von ickeselbst99, 44

Wie kann/können die Sozialpolitik/Sozialleistungen Deutschlands verbessert werden?

Hallo, 

wie könnte man die Sozialpolitik verbessern bzw. Sozialleistungen reformieren.

Vielen Dank für eure Ideen.

MfG

Antwort
von RudiRatlos67, 27

Da gibt es unzählige Ansätze. Aus meiner Sicht die wichtigsten :es muss dringend eine Berufsunfähigkeitsversicherung für alle geschaffen werden. Arbeit muss sich auch für h4 Empfänger lohnen. Der Ansatz des 1 Euro Jobs war der richtige nur die Bezeichnung musste das Gefühl hervorrufen, das man für einen Euro die Stunde arbeitet. Richtig wäre es gewesen die Arbeit höher zu entlohnen und dafür die sozialen Leistungen stärker zu kürzen. Das Ergebnis wäre das gleiche gewesen, aber das Selbstwertgefühl der ein Euro jobber wäre gestärkt worden und so der Wunsch nach einem anerkannten Beruf gestärkt worden. Außerdem muss die zusätzliche Altersvorsorge gesetzlich einen anderen Rahmen bekommen, verpflichtend mit Mindestbeitrag aber frei in der Gestaltung (Bsp. Immobilien / betriebsrenten / Anleihen) usw.usw

Kommentar von BenLam ,

Der Gesetzgeber hat bewusst auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung verzichtet, da die Kosten in der Zukunft viel zu hoch sein werden. Einen schon hoch verschuldeten Staat hiermit zu belasten halte ich für falsch.

Die 1€-Jobs dienten zur Integrierung in den Arbeitsmarkt. Das die Methode nicht glücklich gewählt ist stimmt.

Eine neue Zwangsabgabe für die Altersvorsorge halte ich nicht für effektiv. An dieser Stelle muss das Bewusstsein der Menschen gestärkt werden, dass unser Staat nicht mehr für alles in die Bresche springt.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Der Gesetzgeber hat bewusst auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung
verzichtet, da die Kosten in der Zukunft viel zu hoch sein werden. Einen
schon hoch verschuldeten Staat hiermit zu belasten halte ich für
falsch.

Träger der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung waren die gesetzlichen Rentenversicherer und nicht der Staat. Anstelle einer Beitragserhöhung hat man die gBuV ersatzlos für alle nach dem 01.01.1962 geborenen gestrichen und an die Selbstverantwortung* appelliert. Abgesehen davon, dass dieser Gedanke in den Köpfen der Arbeitnehmer erst mal reifen musste, war es von da an vielen AN auf Grund gesundheitlicher Probleme überhaupt nicht mehr möglich sich privat gegen BU abzusichern. Und um Deinen Einwand zu entkräften, genau das Gegenteil ist dadurch eingetreten; derjenige der auf Grund gesundheitlicher Probleme oder aus fehlendem Sicherheitsbewusstsein keine BUV abgeschlossen hat und nicht mehr arbeiten kann oder konnte, fällt nun über H4 dem Staat zur Last.

Die 1€-Jobs dienten zur Integrierung in den Arbeitsmarkt. Das die Methode nicht glücklich gewählt ist stimmt.

Danke, auch meine Meinung

Eine neue Zwangsabgabe für die Altersvorsorge halte ich nicht für
effektiv. An dieser Stelle muss das Bewusstsein der Menschen gestärkt
werden, dass unser Staat nicht mehr für alles in die Bresche springt.

*Das war Anlass un Intension der entsprechenden Ausschüsse, Rente und BUV in die Verantwortung der Bürger zu legen. Leider hat man nicht bedacht, dass der Mensch träge ist und lieber abwartet bis es zu spät ist. Außerdem leben wir in einem Staat von dem man sagt dass er keinen verhungern lässt, darauf ruhen sich vele Leute aus bis es zu spät ist.

Kommentar von BenLam ,

In der Einfacheit, die gutefrage.net voraussetzt, ist eine Diskussion nicht sinnvoll.

Das Thema hat verschiedene gekreuzte Thematiken, die sich hier nicht umfangreich darstellen lassen.

Kommentar von Geraldianer ,

Hört sich an wie das Statement eines arbeitslosen FDP-Politikers der zwar keine Ahnung hat aber für hemmungslose Privatisierung ist.

Antwort
von BenLam, 33

Hallo,

diese sind überdurchschnittlich gut im Vergleich zu anderen Ländern. Eine Verbesserung ist nicht nötig.

Die Effizienz ist allerdings nicht immer gegeben. Hieran muss gearbeitet werden.

Antwort
von Geraldianer, 31

Ich arbeite in der Altenpflege und da sehe ich noch deutlich Luft nach oben.

Die Branche wird überhaupt nicht durch die Sozialpolitik wirtschaftlich unterstützt. Die Pflegeversicherung zahlen alle Bürger und nur im Notfall gibt es Sozialhilfe für Pflegefälle.

Kommentar von BenLam ,

Die Pflege von Menschen will der Staat gar nicht unterstützen und tut dies trotzdem. Das passiert beispielsweise durch die Förderung einer privaten Pflegeversicherung oder die Aufstockung der Leistungen in der Gesetzlichen.

Die Einführung der Pflegeversicherung sollte eine Basis bilden, aber nicht zur Finanzierung der Pflege dienen. Das ist auch nicht möglich, da die Kosten explodieren würden. In diesem Sinne verfolgt der Staat kein Interesse an der Finanzierung. Diese soll der Bürger leisten.

Ich sehe Luft nach oben in der Altenpflege was die Qualität angeht und wenn die Heime oder Dienstleister mehr Geld nehmen, dann müssen die Menschen vorsorgen. Das ist in anderen Ländern im übrigen Standard.

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 24

Indem z.B. wirklich alle überall einzahlen - also gesetzlich für alle, und wer mehr will, kann sich zusätzlich absichern.

Kommentar von BenLam ,

Unser Gesundheitssystem wird durch die Privatpatienten finanziert, welche immer noch in der Minderheit sind. Eine Bürgerversicherung beispielsweise hätte für alle Nachteile, zumindest in der Krankenversicherung.

Jeder Arbeitnehmer zahlt in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Das die Selbstständigen dieser Pflicht nachkommen sollen ist verständlich, aber die freie Wahl der Vorsorge sollte weiterhin gegeben sein.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

@Ben Lam,
damit wiedersprichst Du Dir selbst,

Ich zitire Deinen Beitrag unter meinem:


Kommentar von
BenLam



Eine neue Zwangsabgabe für die Altersvorsorge halte ich nicht für
effektiv. An dieser Stelle muss das Bewusstsein der Menschen gestärkt
werden, dass unser Staat nicht mehr für alles in die Bresche springt.

aber diesmal gebe ich Dir Recht, Altersvorsorge sollte in gewissem ausreichendem Rahmen verpflichtend sein, bei der Wahl der Altersvorsorge sollte man jedoch mehr Freizügigkeit einrichten...
Zb. Immobilien, Kapitalanlagen, Lebens- und Rentenversicherungen,  Untermehnsanleihen usw. . Diese dann aber ALLE gleichermaßen schützen wie die gesetzlichen Renten.

Kommentar von BenLam ,

Unter neuer Zwangsabgabe verstehe ich deine Idee einen neuen verpflichtenden Beitrag zu leisten und zwar für Arbeitnehmer und Selbstständige. Das sehe ich anders.

Das Selbstständige heutzutage in die Pflicht genommen werden müssen steht außer Frage. Hier geht es aber um eine Basisvorsorge wie die der gesetzlichen Rentenversicherung. Das unterscheidet unseren Ansatz. Die Wahl zur Vorsorge sollte einem Selbstständigen allerdings selbst überlassen bleiben.

Eine genaue Ausführung mache ich hier jetzt nicht.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Na dann schau doch mal wieviele Selbstständige geradewegs in die Altersarmut laufen und bereits gelaufen sind. Besonders die Inhaber  kleinen Familienbetriebe sind es die im Alter viel zu wenig zum leben haben weil sie jahrelang von einer Misere in die nächste geschliddert sind, sich kaum über Wasser halten konnten und im Alter faktisch Mittellos dem Steuerzahler zur Last fallen. Diesen Menschen muss geholfen werden in dem man sie verpflichtet einen Mindetbeitrag altersvorsorglich anzulegen und dem Selbstständigen der genug hat,, dem tun 300 oder 400 500 oder auch 600 Euro im Monat nicht weh. Ich halte es ja auch für richtig ein solches System freizügig zu gestalten. Basisversorgung in Form gesetzlicher Rente und zusätzlich verpflichtend eine freizügige Anlage. Damit ist der Selbstständige der sowiso schaut wie er sein Geld anlegt doch keineswegs eingeschränkt sondern nur ein wenig gelenkt und sein Kapital das er sowiso in Immobilien oder Aktien anlegt entsprechend vor Zugriffen geschützt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community