Frage von Schule02, 30

Wie kann Titan Elektronen aufnehmen?

Also ich hab mal, hier und da so ein bisschen mich ein bisschen über Grünen Strom informiert. Und habe da von so einem Niederländischem Forschungsinstitut das Projekt e-plant, was auch glaub ich ein relativ neues Projekt ist, gefunden.
Ok, Sie benutzen die neben Produkte, die von der Pflanze bei der Photosynthese erzeugt werden und nicht gebraucht. Sie stecken Titan in die Erde der Pflanze bewässern sie und gewinnen draus Energie. Wahrscheinlich nimmt das Titan dieses "neben Produkt", welches in Form von Elektronen und Protonen zufinden ist, auf.

Jetzt frag ich mich wie funktioniert das richtig mit dem Titan. Ich kann mich noch ganz wage daran erinnern das Titan die meisten Elektronen abgibt (Oktett regel oder so), aber ich hab nicht gewusst das Titan auch Elektronen aufnimmt. Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht wie man aus Elektronen Strom gewinnen kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeterJohann, 14

Titan wird vermutlich als Elektrodenmaterial genommen, weil es eben besonders beständig ist. Elektronen aufnehmen kann es jedenfalls nur im elektrochemischen Sinn als Teil eines Stromkreises, aber nicht im chemischen Sinn als Titan-Anion. Ti kommt nur in positiven Oxidationsstufen vor (+2,+3 und meist +4, selbst in Titandihydrid wird es als Ti2+ angegeben).

Das Ganze e-plant Gedinge funktioniert nur im Zusammenhang mit einem Arrangement als mikrobielle Brennstoffzelle (MBZ) oder auf englisch microbial fuel cell (MFC) --- einfach mal googeln... z.B.: http://web.mit.edu/pweigele/www/SoBEI/Info_files/Logan%202006%20Environ%20Sci%20...

Also nix mit Elektroden in den Boden und Strom zapfen...

Der Ansatz und die Präsentation bei e-plant kommt mir sowieso etwas überenthusiastisch vor (insbesondere die Erklärung wie die organischen Stofef der Pflanze ins Erdreich kommen ist etwas dümmlich oder es ging bei der Übersetzung verloren). Hierzu google mal Rhizodeposition (oder C - Rhizodeposition)....

Jedenfalls hat es diese Firma geschafft sich bei der Eu-Commission aufzuspielen und bekommt von dort enthusiastischen Zuspruch, obwohl das Konzept schon recht einschränkend ist. I.e. bestimmte Pflanzen, mit bestimmten Mikroorganismen, mit bestimmten Untergründen (je sumpfig desto besser) ergeben eher niedrige Energiebilanzen (200-300 W /ha im Jahresschnitt - die 10fache Menge wird gern zitiert ist aber nur in den kurzen heftigen Wachstumsphasen erreichbar).

Zu den Bericten der EU-Commission: cordis.europa.eu/project/rcn/89269_en.html (ohne http // )

Antwort
von Skinman, 30

Vielleicht erst mal mit dem Ohm'schen Gesetz und ähnlichen Grundlagen anfangen, bevor du in HighTech-Ökostrom einsteigst ;-)

Kommentar von Schule02 ,

Ok, beim Ohmsche Gesetzt muss ich jetzt nicht anfangen.

Und ich glaube man kann es ja trotzdem einigermaßen erklären (falls ich was nicht verstehe... ehmmm INTERNET ? )

Gibt doch einfach gescheite Antworten und nicht immer solchen Humbug der mir zeigen soll wie "dumm" meine fragen eigentlich sind. 

Antwort
von PFromage, 20

http://www.huffingtonpost.de/2015/01/15/energie-pflanzen-strom_n_6477052.html

Zum Nachlesen habe ich den erwähnten Artikel oben als Link hinzugefügt.

Der Text ist gequirlter Kuhmist.

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