Frage von ScienceFan, 55

Wie kann sich unser Schulsystem eigentlich aufrecht erhalten?

Unser Staat gibt mehr Geld fürs Militär als für Bildung aus. Meine Lehrerin hat einen DVD-Player für 30€ gebraucht, nach nur 2 Jahren hatte sie ihn. Währenddessen gibt die Uschi einige Millionen für die Produktion einer WERBESENDUNG der Bundeswehr auf YOUTUBE heraus! Da sieht man doch recht eindrucksvoll was unserem Staat am Herzen liegt. Unser Schulsystem ist so katastrophal dass ich schon an einem Buch dazu arbeiten könnte. Schüler werden wie CD-Rohlinge behandelt, auf Begabungen oder Einschränkungen wird kaum geachtet und alle müssen mehr oder weniger das gleiche lernen! Die einen lernen etwas über Biochemie die anderen etwas über Genetik, je nachdem wie sich das Kultusministerium des eigenen Landes anstellt. Es gibt ja nur 16 Schulsysteme. Wir müssten endlich ein einheitliches Schulsystem schaffen! Extrem viele Kinder kommen mit der Schule nicht klar, sie werden nicht ernsthaft unterstützt, viele müssen ein Schuljahr überholen, andere sind hochbegabt und bauen absichtlich Fehler in ihre Arbeiten ein um nicht gemobbt zu werden. Am Ende gibt es eine große Masse an dummen Schülern die brav Anweisungen erfüllen können. Wer sich dagegen stellt wird dumm angeguckt und teilweise bestraft. Diese meist sehr intelligenten und kreativen Leute(Eigene Erfahrung..) scheitern am Bildungssystem obwohl genau diese am besten für die moderne Arbeitswelt geeignet sind.Die meisten Arbeitnehmer können nichts mit Fachidioten anfangen die ihnen so hart in den Arsc-h kriechen dass es schon fast amüsant ist. Am Ende bleibt ein signifikanter Anteil an Schülern übrig, der von Hartz Iv leben wird, obwohl diese einfach nicht die besten Starbedingungen hatten oder nicht systemtauglich waren, die Veranlagung für einen Schulabschluss besitzen 99% der Bevölkerung doch nur 90% schaffen einen, wobei Hauptschulabschlüsse kaum was wert sind. Wenn ich so sehe was es doch für Idioten in Deutschland gibt, Zweifele ich wirklich daran dass wir so weiter machen können ohne dass unser System früher oder später kollabiert. Unser Staat denkt dass Bildung entsteht wenn man sich irgendwelche Kompetenzen aneignet, diese stehen in den 16 Lehrplänen. Wer also Funktionen schneiden kann oder gar irgendwelche Differentialgleichungen lösen ist "gebildeter, "als jemand der exzellent zeichnen kann. Das ist Schwachsinn. Bildung ist etwas was vornehmlich außerhalb der Schule stattfindet, damit meine ich nicht dass man sich in seiner Freizeit mit DGs beschäftigt, sondern dass man in seiner Freizeit Erfahrungen sammelt die einem im Leben helfen. Wieso können wir nicht einfach Prioritäten setzen, warum können wir nicht Mathematik anwenden und berechnen inwiefern es sich lohnen würde mehr Geld in Bildung zu stecken? Man muss kein Ökonomie professor sein um zu bemerken dass sich dies doppelt und dreifach(eher zehnfach) rentieren würde.. Ist unsere Regierung echt so langsam dass sie es nach 150 Jahren nicht hinkriegt ein modernes Bildungssystem zu errichten?

Antwort
von Tessa1984, 15

ich kann dich ja vollkommen verstehen.... es gibt da nur ein paar kleine problemchen...

das fängt damit an, dass bestimmte genormte inhalte vermittelt werden müssen, weil wir das alle im leben brauchen werden. schreiben, lesen rechnen z.b.

spass bei seite. die herausforderung liegt darin, dass du nicht das in der schule machst, was du eh schon kannst, sondern neues lernst.

grundlegend hast du allerdings recht. auf verschiedene einschränkugen, unterschiedliche vorbildungen etc. wird in der tat zu wenig rücksicht genommen. und dass wir uns in einer zeit, in der eigemdllich die ganze welt zusammen wachsen soll im kleinen deutschland noch den luxus von knapp 1½ Duzend verschiedener schulsysteme mit je drei zweigen gönnen macht da die sache nicht einfacher...

wir sind aber bei weitem nicht die einzigen, die bei der bildung so kläglich versagen. schaud dich mal in den USA um... da gehts eigendlich kaum anders zu. abgesehen davon natürlich, dass wir hier rund 50 bundestaaten haben, alle mit eigenen schulsystemen und weiterführende schulen wie das college komplett selbst finanziert werden müssen....

lg, Tessa

PS: nichts gegen dein schulproblem, aber ich finde, jetzt wo wir uns über glühbirnenen, kaffemaschinen, bananen, gurken, apfelwein und staubsauger geeinigt haben, wäre es mal an der zeit, europaweit die gleichen sozial und krankenversicherungsbedingungen, gleiche kfz steuern und mautregeln, eine einheitliche mehrwertsteuer und einheitliche rentenregelungen einzuführen.

Antwort
von atzef, 8

Genau diese Bildungssystem, das wir haben, und zwar seit dem Anbeginn der Bundesrepublik, hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir insgesamt so erfolgreich sind.

Vor dem Hintergrund ist deine Motzerei recht aufgedunsen und lässt erahnen, dass "deine Ideen" lediglich zur "Verschlimmbesserung" taugen.

Einerseits beklagst du mangelnde Fachflexibilität, andererseits predigst du bundeseinheitliche Formierung als "Allzweckwaffe". Alle Erfahrungen aber belegen eindeutig, dass Strukturexperimente kaum Fortschritte bringen, sondern der Unterricht gestärkt werden muss. 

Ferner müssen sich auch die Eltern vermehrt rückbesinnen auf ihren wesentlichen Anteil an einer erfolgreichen Bildungserziehung. Alles auf die Schule abzuwälzen, bedient zwar das populistische bedürfnis nach persönlicher Verantwortungsentlastung, ist aber nicht im mindesten sach- und fachgerecht.

Für mich ist daher dein Vortrag alberne, aufgeblasene und inadäquate Dummschwätzerei, die keine Probleme löst, sondern vielmehr neue schaffen würde, wenn man sie herumpfuschen ließe.

Und wie alle Dummschwätzer lügst du die Fakten krumm!

Für den Verteidigungsetat werden 60 Mrd. Euro ausgegeben. Bildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die dafür jährlich zusammen 84 Mrd. Euro aufbringen.

Antwort
von Canonio, 28

Aber wie stellst du dir denn das vor? das politiker mal wirklich arbeiten?! die sind wie schlüsseldienste die für 15 minuten arbeit extra 2 stunden brauchen damit du mehr zahlst. so blöd sind politiker nun auch wieder nicht.

die politik ist an mittelständigen voll.i.ioten interessiert. dass das nach hinten losgeht haben sie noch immer nicht verstanden. aber am geld sind sie interessiert. und angi hat in berlin nen schönen palast mit helilandeplatz. davon wäre sicher ein monat harz4 für alle sicher gewesen.

Antwort
von Knoerf, 18

Du redest mir aus der Seele. Die Bildungspolitik ist momentan extrem s*****. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich. Außerdem betrifft es auch das Studium. Es kann nicht sein, dass wenn man 2x nur ein Fach nicht bestanden hat, sofort lebenslang gesperrt wird als sei man ein Schwerverbrecher. Ach da gibts noch viel mehr zu erzählen. Mich wundert es nicht mehr, dass die heutige Jugend den Kopf in den Sand steckt, dass es Erfurt und Winnenden gab und dass jetzt Trump Präsident wurde, weil fast jeder schon depressiv ist bei der derzeitigen Lage.

Antwort
von karamellkotze, 20

Rummotzen ändert nichts. Politiker sind abgehoben, unantastbar und wirklich alles alles alles andere als menschennah. Mich nervt das. DAS sollte sich mal ändern, schließlich ist es genau das, wofür Politiker oder Bundeskanzler da sind. Um unsere Wünsche, Sorgen und Nöte wahrzunehmen und darauf einzugehen!! Und nicht die Steuergelder für reinste Baufehler rauszuschmeißen. Man.

Kommentar von lazyanel17 ,

Das ist genau meine Meinung. Die Politiker handeln kaum im Sinne des Volkes, sondern vielmehr im Sinne der Finanzwelt...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community