ich denke, dass die psychologie nur auf vermutungen und theorien basiert. warum? ich meine, wie will man bestimmte verhalten und denkprozesse einzelner menschen auf einen konkreten punkt zusammenfassen und wissenschaftlich belegen? man kann da doch nur vermuten, oder?
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psychologie besteht nicht nur aus vermutungen sondern auch aus beobachtungen und reaktionen auf verschiedene begebenheiten.

Man kann sehr viel empirisch nachweisen. Dazu braucht es ellenlange Tests, konkrete Testsituationen, und eine Menge Probanden.
Auch die Herangehensweise ändert sich immer mal wieder. Daher bleibt Psychologie eine sehr spannende Wissenschaft.
augustkoenigin am 4. August 2009 23:26 Die Erkenntnisse vertiefen sich, die Menschen bleiben gleich ;-)

Man kann beobachten und vergleichen. Und das schon sehr lange. Viele Sachen kannst du auch messen. Körperreaktionen bei Stress, Freude etc. Und das sagt ja auch was aus. Psychologie hilft vielen Menschen ihr Leben in Ordnung zu bringen. Messbar ist auch dies. Hat ein Mensch befriedigende soziale Kontakte, geht er/ sie arbeiten, ist frei von Drogen? Und das zählt auch als Ergebnis.
Psychologie ist eine Wissenschaft, weil sie auf Untersuchungen größerer Personengruppen und Statistiken basiert. Es ist natürlich nicht jeder Mensch gleich, aber es gibt typische Verhaltensmuster, die regelmäßig zu beobachten sind. Im übrigen sollte man "Theorie" nicht mit "Hypothese" verwechseln. Wenn man eine Theorie hat, dann ist man schon recht weit und hat gute Gründe für diese. Man ist dann bereits von der puren Hypothese entfernt.
Es gibt einige schwarze Schafe, was die Anwendung und Auslegung betrifft, aber Tatsache ist, dass alles, was wir reden, tun und fühlen, eine Ursache in dem hat, wie wir geprägt worden sind und was wir getan und gelassen haben. Ohne Vergangenheit keine Gegenwart und keine Zukunft, das Kausalitätsprinzip. Der Mensch wird durch zuviele Variablen bestimmt, die nie einer komplett durchschauen wird.
Also: zunächst gibt es nicht "die Psychologie", sondern viele Fachrichtungen und viele Theorien. und jede Richtung meint, recht zu haben.

Psychologie gilt als empirische Wissenschaft. Doch Kritiker wenden ein, dass die Psychologie manchmal wie eine Protowissenschaft daherkommt. (Oder besser: Die Psychologen kommen wie Protowissenschaftler daher.)
Es ist sicher kein Fehler skeptisch zu sein und sich mit den Begriffen Empirie und Protowissenschaft ein wenig auseinanderzusetzen um sich eine Meinung zu bilden.
holodeck am 22. November 2009 11:34 Hier spricht der Skeptikerfachmann ...
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Ja, da gebe ich durchaus Recht. Man sollte sich auch als Skeptiker mal zuallererst mit den Grundlagen von Erkenntnis und Wissenschaft beschäftigen. Um dann beispielsweise zu dem Schluss zu gelangen, dass es ganz grundsätzlich keine objektive und voraussetzungsfreie Wissenschaft geben kann. Um beispielsweise weiters zu dem Schluss zu kommen, dass Denk- und Untersuchungsansätze der materiellen Welt nützlich sind für die Erklärung materieller Phänomene. Jedoch kläglich versagen, sobald wir uns in der Welt des Geistes bewegen.
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Um dann vielleicht am Ende mit einem großen Aha-Erlebnis belohnt zu werden ... Skepsis auf naturwissenschaftlichen Modellvorstellungen basierend legt völlig falsche Maßstäbe an geistige Phänomene an und führt damit die komplette Sinnlosigkeit.

Ich halte auch die EMPIRIE - besonders wenn es um Dinge wie die Psyche geht - für einen sehr wichtigen Aspekt.
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Leider spüren sehr viele Menschen den großen Mangel an EMPIRIE auch in einigen Bereichen der PSYCHIATRIE, wo nach medizinisch-biologischen THEORIEN diagnostiziert und mit großer Priorität medikementös behandelt wird, während die psychologische Ursachenforschung und adäquat psychotherapeutische Behandlung schwer vernachlässigt wird. Tausende von Menschen - so Vermutungen - sind mit falschen, völlig unzutreffenden Diagnosen behaftet und unnötig psychiatrisiert, stigmatisiert und allein durch diese Fehlbehandlung schwerem Leiden anheim gegeben - mit der Folge auch einer höheren Sterblichkeitsrate und dem Risiko zusätzlicher Erkrankungen und dem vorzeitigen Ableben - evtl. auch durch Suizid. Ein seit Jahren öffentlich ablaufender Skandal - den aber niemand als solchen erkennt oder anprangern will - weil die Ärzte/Psychiater die "Definitionsmacht" innehaben.
weil sie wissenschaftliche methoden verwendet. das ist die definition von wissenschaft: die verwendung wissenschaftlicher methoden d.h. wiederholbarer experimente.
genau wie jede andere wissenschaft auch DH!