Frage von Suizidbutterfy, 30

Wie kann mir geholfen werden und wie bekomme ich Hilfe?

Ich würde mich gerne jemandem anvertrauen und mir helfen lassen, da ich denke ich habe ein gestörtes Verhältnis zu essen entwickelt. Ich würde nicht behaupten, dass ich Magersüchtig bin da ich dazu zu viel Wiege. Mein Problem ist, dass ich versuche möglichst nichts zu essen und wenn ich gegessen habe erbreche ich nachher meistens. Fressattacken habe ich gelernt durch trinken und rauchen zu kontrollieren also kommen sie nur selten vor. Ich bin 1,68m Groß und wiege 51Kg. Ich habe Angst, dass man mich nicht ernst nimmt, weil ich noch zu viel wiege. Den Schritt zu einem Therapeuten oder Arzt trau ich mich nicht. Ein Lehrer aus der Berufsschule oder sonst wäre mir lieber… Aber wie würden sie reagieren? Da ich schon 19 bin bin ich ja eigentlich aus dem Flegelalter raus wo sie so viel Einfluss auf einen nehmen wollen. Ansonsten würde mir nur eine Lehrerin einfallen, die mich bezüglich meines Gewichts schon im Abi mal angesprochen hatte. Aber seit 2014 nach dem Abi hab ich sie nicht mehr gesehen, da käme eine E-Mail sicherlich auch irgendwie komisch und selbst wenn ich es machen sollte, wie kann sie mir dann überhaupt helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von moopel, 25

Mach dir nicht so große Sorgen, das wird wieder. Ich habe schon Mädels in Kliniken gesehen, die wogen weit über 60 bei deiner größer und waren wegen Magersucht oder Bulimie da. Das Gewicht ist nur ein Indikator für die Krankheit und muss nicht zwangsläufig super niedrig sein. Und so wie du beschreibst, steckt du mitten drin. Es wird nicht lange dauern, dass hast auch du das Gewicht erreicht wo es kritisch ist. Sei froh, dass dir so früh die Einsicht kommt, da machst du nicht so viel kaputt. Und falls es dich beruhigt, ich bin 25 Jahre alt und magersüchtig. Dementsprechend auch aus dem Pflegelalter raus. Aber auch damals war ich schon auf die Hilfe von Lehrer & Co. angewiesen. Da war ich in deinem Alter

Also nun aber zu deiner Frage: Erste Anlaufstelle sollten am besten deine Eltern sein. Zu diesen sollte man das meiste Vertrauen haben und diesen liegt es auch am meisten am Herzen dir zu helfen. Irgendwann werden diese es eh erfahren. Deshalb braucht man da keine Scheu haben. Je nachdem wie das Verhältnis ist, solltest du mit denen zu erst reden. 

Es gibt aber auch in jeder großen Stadt Beratungsstellen. An diese kannst du dich auch jeder Zeit wenden. Da musst mal einfach googlen, was in deiner Nähe ist. Einen Arzt oder Therapeuten musst du früher oder späte aufsuchen, das ist nur eine Frage der Zeit. Da brauchst du keine Angst haben. Wirklich! Aber die kennen sich am besten aus, können am besten Helfen. Vielleicht kannst du auch zu deinem Arzt gehen und eine Freundin mitnehmen die dich begleitet. Das macht das vielleicht angenehmer.

Ich habe damals auch an der Berufsschule (und ich war 22) mit einer Lehrerin unter 4 Augen gesprochen. Habe die nach der Stunde um einen Termin gebeten und 2 Tage später haben wir uns gemeinsam hingesetzt und geredet. Sie hat mir geholfen, meinen Eltern davon zu erzählen und war sogar beim ersten Besichtigungstermin der Klinik mit dabei. 

Jeder Lehrer sollte darauf reagieren. Sei es deine Eltern zu informieren, dich zu einer Beratung zu schicken oder sonst was. Wie  gesagt, man muss nicht dürr sein um magersüchtig oder so zu sein. Das ganze beginnt im Kopf. Bei jedem verläuft das anderes. Jeder normale Mensch, gerade Lehrer, Eltern oder Ärzte wissen das und haben dafür Verständnis

Antwort
von JacBer, 30

Ich denke am Ende bleibt dir nichts anderes übrig als zu einem Arzt oder Therapeuten oder einer professionellen Beratungsstelle zu gehen. Die Lehrer bei dir würden dich am Ende eh nur dorthin verweisen, weil du professionelle Hilfe brauchst und die können sie dir nicht geben, da sie nicht in der Materie sind bei solchen Problemen. Aber du solltest da keine Angst haben oder dich schämen. Wenn man dir nicht helfen möchte, weil du noch zu viel wiegst dann such dir jemanden anderes, weil dann haben diejenigen ihren Job nicht verstanden. Sonst ruf doch mal bei Drogenberatungsstellen an. Die haben ja meist noch andere Abteilungen bei sich und beraten nicht nur bei Drogen. Aber eigentlich ist das Thema Magersucht heutzutage so verbreitet, dass es da schon eigene Beratungsstellen geben muss.

Antwort
von Hexe121967, 18

du bist mittendrinn in einer essstörung und brauchst professionelle hilfe. also: ab zum arzt.

Antwort
von Dreamer430, 21

Ich glaube wirklich helfen kann dir am Ende nur ein Arzt. Der ganze Rest wird dir Ratschläge geben, die aber alle wieder auf den Arzt hinaus laufen. Schau ob dich vielleicht eine dir vertraute Person zum Arzt begleitet, dann bist du nicht allein. 

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