Frage von Bennett3008, 34

Wie kann meinem Opa geholfen werden (Alkohol)?

Ich versuche jetzt mal mein Problem so gut es geht zu schildern.... Also ich und meine Mutter besuchen meinen Opa 1-2x die Woche. Manchmal geht es ihm gut und er kann klar denken und erzählt viel. Aber meistens beschwert er sich immer nur über die gleichen Sachen, motzt rum oder wiederholt alles 15 mal. Er trinkt 3-4 Bier minimum am Tag. Leider bringt mein Onkel ihm häufig Snaps oder Wodka. Immer wenn er davon etwas zu hause hat (so gut wie immer) verhält er sich komisch. Er trinkt circa 4-5 kleine Gläser Wodka und 3-4 Flaschen Bier am Tag. Immer wenn meine Mutter ihn darauf anspricht das das ihm garantiert nicht gut tut oder in seiner Situation (84 Jahre alt, 2 Schlaganfälle, häufige Stürze), wird er wütend und fühlt sich angegriffen. Er beschwert sich zwar über Schwindel und schlechtes Sehen aber glaubt der Alkohol hat damit nichts zutun und er könne ja wohl selbst entscheiden was er macht. Jeden Tag kommen Pfleger bei ihm vorbei um ihm seine Tabletten zu geben. Die sagen er sei Alkoholiker und wir sollen etwas dagegen machen. Leider kauft mein Onkel ihm immer wieder den Alkohol und nimmt sich meistens sogar für einen Kasten Bier den er vorbei bringt 50€ statt den 20 die er eigentlich kostet. Wir haben schon oft versucht mit ihm darüber zu reden aber mein Onkel interessiert es nicht. Er bereichert sich auf Kosten meines Opas. Neulich war mein Opi 1 Woche im Krankenhaus wegen eines Sturzes. Nach 3 Tagen "Entzug" ging es ihm wieder ganz normal und er war sehr freundlich. Heute bei dem Besuch bei ihm war er wieder schlecht gelaunt und griesgrämmig. Langsam weiß ich echt nicht mehr weiter :( Ich hoffe jemand kann mir helfen und antworten. Vielen Dank im Voraus :) LG Bennett

Antwort
von Realisti, 34

Alkoholismus ist eine schwere Krankheit. Selbst geschulte Ärzte haben ihre Problem beim Helfen. Wie überfordert wirst erst du sein?

Nein, wir können dir nicht wirklich helfen. Wir können dir nur vorschlagen eine Selbhilfegruppe von AA aufzusuchen für Familienangehörige.

Befasse dich auch mal mit Begriffen wie Co-Abhängige.

Dein Opa ist 84 Jahre alt. Vermutlich sind die Jahre, die er auf der Erde noch ist, schon gezählt. Viele Menschen und Vertraute, die ihm wichtig waren sind schon weg. Sie werden ihm fehlen. Die hätten auch wirklich was bewirken können. Soll man da noch wirklich alles versuchen?

Deine Mutter betreibt so etwas wie Schadensbegrenzung. Nur dein Onkel ist mir nicht geheuer. Wenns was zu erben geben sollte oder wenn Geld im Versteck ist, wird es sich schadlos halten. Manchmal kann man Dinge im Leben einfach nicht ändern. Das ist dann eben so.

Trinkt er auch in deiner Gegenwart?

Kommentar von Bennett3008 ,

Naja mein Opa hat schon noch ordentlich Geld. Mein Opa findet es normal soviel zu trinken weil es ihm "ja eh so schlecht geht". Er hat fast immer eine Flasche Bier auf dem Tisch oder stärkeren Alkohol im Glas. Meine Mutter hat ihm auch schon mal den Wodka weggenommen aber er bekommt eben von meinem Onkel immer neuen :(

Kommentar von Ille1811 ,

Die Selbsthilfegruppe, die Realisti meint, heißt Al-Anon. Guck mal auf die Seite Al-Anon.de. Mir hilft es, dass ich zu Al-Anon gehe und da sehr viel über mein Verhalten im Bezug auf Alkoholiker lerne.

Antwort
von Schuhu, 29

Solange dein Opa keine Einsicht in seine Alkoholkrankheit hat, solnage kann ihm auch keiner helfen. Sprecht mal mit dem Onkel. Was ist das denn für eine Gemeinheit, die Sucht deines Opas auszunutzen, um sich selbst zu bereichern!

Kommentar von Bennett3008 ,

Leider ist meine Mutter mit ihm im Streit wegen dieser Sache und er lässt nicht mit sich reden :(

Antwort
von Snake34, 28

Ehrlich gemeinte Antwort?  Lasst dem Opi seine paar Bierchen und dann und wann nen Schnaps. Er ist doch schon recht alt und warum wollt ihr ihn noch zwingen Dinge zu tun oder zu lassen die er gerne mag. Geniesst die Zeit die ihr noch mit ihm habt und übt euch in Toleranz 

Kommentar von schreiberhans ,

paar Bierchen?

wenn das 1 Feierabend Bier ist und der das schon so gewöhnt ist dann okay aber doch nicht bei einem 6er Tragerl pro Tag

Der geht da schneller zu Grunde als man denkt

Kommentar von Bennett3008 ,

Das Problem ist man kann die Zeit mit ihm nicht geniessen wenn er sich so angetrunken und griesgrämmig verhält. 

Antwort
von Rollerfreake, 31

Leider ist dein Opa wahrscheinlich Alkoholabhängig. Wirklich helfen könnt ihr deinem Opa leider auch nicht, er ist ein erwachsener Mann und kann seine eigenen Entscheidungen treffen. Erwachsene Menschen kann man nicht dazu zwingen einen Entzug zu machen, sie müssen selber damit einverstanden sein. Die Krankenpfleger oder Altenpfleger haben sicher auch schon mit deinem Opa gesprochen und wenn er schon Fachleuten nicht glaubt, wird es schwer in zu überreden, das er freiwillig einen Entzug macht. 

Alles Gute!

Kommentar von Bennett3008 ,

Danke für die Antwort :/

Antwort
von schreiberhans, 30

Ist ein Altersheim eine Option?

Solang der Onkel sich bereichern kann wird es an der Situation nichts ändern

Kommentar von Bennett3008 ,

Er wohnt in einer Art betreutes Wohnen aber mein Opa möchte ja den Alkohol und findet es ok meinem Onkel "was extra" dafür zu geben :/

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