Frage von Stefaniedankt, 54

Wie kann mein nigerianischer Freund nach der Hochzeit so bei mir einziehen, dass der Vermieter seine Rechte nicht ausbaut und ich die Kontrolle behalte?

Antwort
von Ursusmaritimus, 54

Die Frage ist unverständlich, der Vermieter kann bei hinreichender Wohnungsgröße den Zuzug des Ehemannes nicht verhindern. Wenn der Ehemann nicht im Mietvertrag steht hat er keine Rechte an der Wohnung. Der Vermieter kann "nur" die personenbezogenen Nebenkosten, zu Recht, der neuen Personenzahl anpassen.

Aber auch ohne Rassismus würde ich mir die Eheschließung überlegen.

http://www.1001geschichte.de/inhaltsverzeichnis-geschichten-1/

Kommentar von Stefaniedankt ,

Wenn er nicht im Mietvertrag steht, hat er keine Rechte. Muss er denn in den Mietvertrag aufgenommen werden ? Wie kann ich ihn so aufnehmen, dass ICH die Rechte habe, er ein zu Hause und der Vermieter es akzeptiert ? Definitiv habt ihr mit der Mahnung zur Vorischt schon auch recht. Ich kenne mich etwas aus, deswegen möchte ich ja auch die Oberhand behalten. Könnt ihr mir dafür noch Tipps geben ? Dafür wäre ich echt dankbar ! Liebe Grüße, Stefanie

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Er kann jederzeit zu dir ziehen, der Vermieter kann es nicht verhindern, aber er braucht nicht als Mieter in den Mietvertrag aufgenommen zu werden. Er ist nur Mitnutzer der Wohnung. Ansonsten natürlich Ehevertrag mit Festlegung der Pflichten und Festlegung des mit in die Ehe eingebrachten Eigentums, Vermögens. Des weiteren Zugriff auf das innerhalb der Ehe entstehende Vermögen (du arbeitest und er....?)

Antwort
von Chiarissima, 48

Den Ehegatten/Lebenspartner nach der Heirat oder Kinder kann der Mieter immer in die Wohnung aufnehmen, ohne den Vermieter fragen zu müssen (BayObLG RE WuM 1997, 603). In diesen Fällen geht es nicht um Untervermietung, sondern um einen unselbstständigen Gebrauch, da die Aufnahme von Familienangehörigen immer zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gehört.

Kommentar von Stefaniedankt ,

Danke, eine wunderbare Antwort. Geht auch in die Richtung in die ich schon recherchiert habe. Darf ich Dich noch etwas fragen ? Mhm.

Kann der Mietvertrag so bleiben ? Wie gestalte ich es so,dass ich im Notfall wieder Alleinmieterin sein kann. In welcher form muss mein Mann in den Mietvertrag aufgenommen werden ? Ich würde es gerne so gestalten, dass ich die Rechte behalte und keine neuen Verpflichtungen - außer die der erhöhten Nebenkosten - eingehen muss. Wie schütze ich mich ? Ich weiß, dass ich meinen Freund nie auf die straße setzen würde, darauf kann er sich zu hundert Prozent verlassen und er weiß das auch ! Aber ich würde gerne die Hälfte der Miete von ihm cash kriegen und er wäre mein Gast, solange er sich nim Weitesten (!!!) Sinne normal verhält.

Ich möchte keinen Druck ausüben, aber ich möchte nach einer Trennung nicht die wohnung verlieren, darauf ist aber der Vermieter scharf, weil alle anderen mehr bezahlen, wovor mich ein richterlicher Beschluss aus dem letzten Jahr bewahrt hat.es wird den Vermiete r wieder wach rütteln, aber ich sehe ein, dass die Nebenkosten höher werden sollen. Nur die Miete und meine Rechte möchte ich erhalten wissen. Was nicht auf Kosten meines Mannes gehen wird, für den ich immer sorgen werde. Versprochen ! Hast Du da noch Tipps oder weisst Du jemanden den ich das nochmal fragen dürfte ? Das würde mir sooo soooo soooo helfen. Aber Dein erster Rat ist auch schon Gold wert.Jetzt schlafe ich erst mal wieder etwas besser. Danke Danke Danke Steffi

Kommentar von Chiarissima ,

Hallo Steffi,
Dein zukünftiger Ehemann muss dem Mietvertrag nicht beitreten, Hauptmieterin bleibst Du, der Vermieter hat keinen Anspruch darauf, dass Dein Mann als Mieter in den Vertrag aufgenommen wird. Damit bleiben alle Rechte und Pflichten, bezogen auf das Mietverhältnis, auch bei Dir alleine.
Im Innenverhältnis, also zwischen Deinem zukünftigen Ehemann und Dir, sieht das allerdings ganz anders aus. Dein Mann erlangt durch die Eheschließung unter anderem das Recht zum Besitz an der angemieteten Wohnung. Du kannst ihn daher nicht mal so eben vor die Türe setzen, auch wenn Deine Gründe berechtigt sind. Im Rahmen einer Trennung könnte er gemäß § 1568a BGB theoretisch sogar die Zuweisung der Wohnung verlangen. Das heißt, wenn er das gerichtlich beantragt und mit diesem Antrag Erfolg hat, kann es im für Dich schlimmsten Fall dazu kommen, dass er künftig Mieter der Wohnung wäre und Du als Ehefrau ausscheidest. 
Eventuell kannst Du hier mit einem Ehevertrag vorbeugen. Dazu würde ich Dir in Deinem persönlichen Fall raten.

Antwort
von Deichgoettin, 23

Hört sich sehr nach einer Scheinehe an. Davon kann man Dir nur dringend abraten. Ansonsten hast Du gute Antworten hier und in Deiner 2. Frage bekommen!

Kommentar von Stefaniedankt ,

Es handelt sich nicht um eine Scheinehe, aber ich bleibe sachlich und vorsichtig. erst warnen einen alle, und wenn man dann etwas zurückhaltend die dinge etwas abwartet, heisst es "Scheinehe". Ich habs schon mal erlebt. Vorurteilen gegenüber ist man machtlos, aber es ist schon anstrengend sich ständig beweisen zu müssen. Ja, ich bin vorsichtig, aber genau das erwarten auch alle von mir, denn niemand möchte, dass ich meine Wohnung verliere, falls ich doch nur verarscht worden sein sollte...Manchmal finde ich es unerträglich, wie auf binationale Ehen gekuckt wird. Können doch auch schief gehen. Und vor der Heirat mit einem deutschen würde ich mich doch auch absichern !!! Mensch !

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