Annny am 28.04.2008 um 16:53 Uhr

Gar nicht. Trauer ist nichts, was man überwältigen kann, dabei würdest du sie nur in eine Ecke drängen und sie wartet auf den garantiert falschen Moment, um wieder aufzutauchen, gestärkt durch deinen ignorierten Schmerz.
Trauer ist ein Gefühl, das du annehmen musst. Lass dich in seine weiche Watte fallen, trockne deine Tränen in ihr, dämpfe deine Schreie der Verzweiflung, des Verlustes und der Wut mit ihr. Erst wenn du den Schmerz und die Trauer annimmst, kannst du die Aufgabe, weiter zu leben, irgendwann bewältigen.
LG
Wieselchen
Mit trauern. Du brauchst eine gewisse Zeit für den Abschied. Das kann ein paar Monate dauern. Scheue dich nicht zu weinen und darüber zu reden. Manche Pfarrer bieten auch solche Trauergespräche an.

Indem man sich statt auf Verdrängungsmechanischen zurück zu greifen, bewusst Zeit zum trauern nimmt. Der Tod eines geliebten Menschen ist eimmer ein schmerzhafter Verlust, der einfache lange Zeit braucht, um überwunden/akzeptiert zu werden. Wichtig ist es das Gespräch mit der Familie oder guten Freunden zu suchen. Das hilft einem ungemein.

Reden mit anderen Menschen hilft mir immer. Wenn du alleine da sitzt und alles in dich hinein frisst, wird es nur noch schlimmer.

Am besten an die schönen, guten, lustigen stunden denken die , die Person verbracht hat auch wenn es schwer fällt so zu Denken, die Person wird nicht zurückkommen, kann aber für viele lange Jahre als Erinnerungen bleiben.
Die Frage kann so pauschal nicht beantwortet werden, weil jeder Mensch eine eigene Art der Trauerbewältigung hat. Grundsätzlich helfen einem Ruhe und Zeit. Wenn man genügend Ruhe hat über alles Nachzudenken und genügend Zeit zur Verarbeitung vergangen ist bewältigt sich das quasi von selbst.

Die Frage kann so pauschal nicht beantwortet werden, weil jeder Mensch eine eigene Art der Trauerbewältigung hat.
mit ganz viel ablenkung .. am besten sucht man sich so viele hobbys und so weiter wie nur ihrgendwie möglich damit man erst garnicht die zeit hat über den menschen nachzudenken
Diese Strategie nennt man "Verdrängen" und ist m.E. nicht empfehlenswert...

Ich gehe mal davon aus, dass Du bewältigen meinst.....dann würde ich sagen die beste Methode ist, diesen Menschen in guter Erinnerung zu behalten....mir hat das geholfen....!

Mit dem Gedanken, mein Leben geht trotzdem weiter, das ist die beste Trauerbewältigung. Ich schreibe aus Erfahrungen.

Das ist schwer zu beantworten, jeder verarbeitet das anders. Der eine braucht dann immer jemanden um sich, der andere möchte lieber alleine sein. Wie du damit am besten umgehst, diese erfahrung muss jeder selbst für sich machen. Einen kleinen Tip kann ich dir aber geben, Essen. Das klingt zwar blöd, aber wenn es dir schlecht geht, und du Hunger hast, dann geht es dir noch schlechter. Es ist zwar schwer in einer solchen Situation auch nur einen bissen hinunterzuwürgen, aber es hilft tatsächlich.

Es gibt spezielle "Trauergruppen", wo die Trauernden sich austauschen. Frag mal bei der Gemeine oder bei den Kirchen nach!
"Innerhalb einer Gruppe ist es möglich, zu erkennen, dass andere Menschen möglicherweise den tiefen Schmerz kennen, weil sie ebenso unerkannt wie die anderen selbst den Weg in dem neuen Alltag erst finden müssen. Trauernde wissen um den Abschiedsschmerz, sie wissen um die "Trauerwehen", die den Alltag schwer machen. Das in anderen Menschen zu erkennen, macht Trauernde ein klein wenig "verwandt" miteinander. Es erlöst sie aus ihrer Isolation."
Vielleicht findest du hier Möglichkeiten, die für dich und zu dir passen: www.trauerratgeber.info Alles Gute eule65

Ich trage immer das letzte Geschenk der geliebten Person bei mir. So ist sie immer noch mehr bei mir als wenn ich nur an sie denke - was ich sehr häufig tue. Generell ist alles erlaubt, was hilft. Auch weinen, Gedanken aufschreiben, kleine Erinnerungen sammeln (in Form von Gegenständen, Musik etc, die die geliebte Person gemocht hat). Und wichtig ist Zeit, viel Zeit. Soviel Du brauchst.
Das tut mir sehr leid für dich. Aber weißt du wenn ein Mensch gestorben ist so lebt er doch weiter. In deinen Erinnnerungen un in deinem Herzen wird er immer weiterleben. Geh doch mal an einen ruhigen Ort und schließe die Augen. Dann denkst du mal an du schönsten Momente deines Lebens und atmest ganz ruhig durch. Wenn das nicht hilft sprich mit jemandem darüber. Das kann die Famiele oder auch Seelsorger sein. Hauptsache du kapselst dich nicht vollkommen ab. Hast du ein Hobby das du gerne machst wie zum Beispiel reiten dann reite doch mal aus. Spielst du gerne Musik dann tu e das. Ganz wichtig tue etwas was dir gut tut. Das hilft auf jedenfall.
ich hoffe das hilft dir!

Die Trauer um einen verlorenen Menschen solltest Du ausgiebig leben. Ich habe vor sieben Jahren meine Tochter, eine Woche vor dem errechneten Entbindungstermin, tot zur Welt gebracht. Mir hat es geholfen meine Trauer zu leben und zu zu lassen. Es kam alles hoch. Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Angst und auch ein kleines bisschen Zuversicht. Es gibt so eine Binsenweisheit die besagt, dass das erste Trauerjahr das Schlimmste sei. Und das habe ich auch so empfunden. Es war schrecklich für mich. Doch mit den Jahren habe ich eine andere Sichtweise zum Tod meiner Tochter entwickelt. Ich habe sogar daraus gelernt und neue Maßstäbe für mein Leben gelegt. Der Tod eines Menschen hat für mich auch etwas "Heilsames". Das was mir geholfen hat waren die richtigen Menschen an meiner Seite. Sie zu finden ist nicht einfach, doch wenn Du sie einmal kennst, bleiben sie bei Dir und es verbindet Euch. Der Mensch, der Dir so sehr fehlt ist trotzdem bei Dir, auch wenn Du ihn nicht sehen oder berühren kannst. Und wenn die Traurigkeit Dich überrollt, versuche sie zu zu lassen. Mache es Dir gemütlich und weine, singe, male, schreibe. Es gibt einen sehr schönen Spruch der heißt:
Atemholen
Traurigkeit ist etwas Natürliches. Sie ist das Atemholen der Freude.
Es werden wieder schönere Tage kommen, die Du genießen kannst, auch wenn es Dir im Augenblick nicht so scheinen mag.
Ich wünsche Dir viel Kraft auf einem steinigen Weg.
Lieben Gruß!
Liebe anny, herzliche Teilnahme in deiner Trauer. Für dein Problem darf ich dir folgende Seite empfehlen, auf der schon viele Hilfe gefunden haben: www.trauerratgeber.info Alles Gute eule65
Liebe Anny, im Grunde ist durch den Verlust die Seele verletzt, wie man sich einen Knöchel verknacksen oder ein Bein brechen kann. Da kommt auch niemand auf die Idee, am nächsten Tag gleich wieder auf den Fußballplatz zu laufen und weiterzukicken. So ist es auch mit der Seele: Sie braucht Schonung und Ruhe, bis sie wieder "verheilt" ist. Darüber hinaus gibt es einige sehr schöne Rituale, die du dir ja mal durch den Kopf gehen lassen kannst, ob das etwas für dich ist. http://www.provivo.info/trauer
Hallo Anny, ich habe gute Erfahrung mit einer so genannten "Trauergruppe" gemacht, in der man sich mit anderen über die Trauerbewältigung austauschen kann. Falls es bei dir in der Nähe so etwas nicht gibt kannst du es ja auch mal mit einer Online-Gruppe versuchen, die findest du z.B. hier: http://leidenleichter.de/online-seminare.html
Ich wünsche dir alles Gute, Thorsten
DH
wunderbar beschrieben! DH