Frage von Dhalwim, 25

Wie kann man Struktur aufbauen?

Hallo Ich bins wieder Dhalwim,

Heute mal ein Thema, das Ich früher ein wenig angeschnitten habe, jedoch weder ausreichend Antworten, noch wirklich Praxiserfahrung damit habe.

Ich komme hier und da ins durcheinander was mein Zimmer und mein Leben betrifft. Zwar war Ich umsichtig genug, alles mögliche zu notieren, aufzuschreiben, niederzulegen und vorallem alles was Ich brauche (oder zumindest denke was Ich brauche) ebenfalls niederzulegen.

Jedoch gibt es dann doch wieder Dinge die Ich nie verwende, oder Impulskäufe mache wo Ich mir dann doch denke "eigentlich brauch Ich's ja doch nicht".

Es gibt jedoch folgendes Problem, Ich scheitere kläglich abermale in erster Linie beim "Konsequent sein", da bräuchte Ich Hilfe und beim "Struktur aufbauen und sich eisern daran halten", denn Ich habe das Problem, dass Ich Dinge gern wieder verwerfe sobald Ich sie angefangen habe.

Davon abgesehen, Ich wüsste beim besten Willen nicht, wie Ich eine gute "Work-Life-Balance", herstellen sollte, von daher 3 Punkte vorweg.

  1. Konsequentes handeln, nicht nur Worte

  2. Strukturiert arbeiten, denken und handeln

  3. "Work-Life-Balance", es passierte mir oft, dass Ich vom einen ist andere Ungleichgewicht fiel, und keins von beiden ist ein erstrebenswerter dauerzustand.

Im vorhinein bedanke Ich mich schonmal recht herzlich, ihr seid Klasse liebe Community! Ihr habt mir bereits viel geholfen, Ich verdanke euch viel für meine früheren Lösungsansätze!

LG Dhalwim

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Marco350, 9

Um eine solide Struktur reinzubekommen muß erst mal alles raus. Lerne dich zu konzentrieren, auf eine Sache zu fokussieren, dein inneres Gleichgewicht und deine Mitte zu finden. Wenn du eine sache anfängst bleib dabei bis du sie fertig hast und lass dich nicht ablenken. Kauf keine Sachen die du nicht brauchst auch wenn sie vielleicht irgendwann mal nützlich sein können. Sei konsequent und entsorge alles was du nicht mehr brauchst, dafür gibt es die Müllabfuhr oder verschenk sie. Wenn dich was an deinem Zimmer stört, raus damit und überleg dir was anderes und setzte es um bis es fertig ist. Nicht mittendrin aufhören. Strukturiertes arbeiten und handeln kannst du dir antrenieren vielleicht hilft dir jemand aus deinem Umfeld dabei. Und nichts überstürzen, erst in ruhe denken. Gehe mehrere Möglichkeiten gedanklich durch. Hast du eine Aufgabe erledigt und bist zufrieden kannst du die"tür zumachen".

Antwort
von Prinzessle, 14

Es gibt verschiedene Strukturformen...die Tagesstruktur lässt Dich die Alltäglichen Dinge im nu erledigen...

Allerdings habe ich das Gefühl Du sprichst die Arbeits- und Kaufstruktur an und verzettelst Dich in zu vielen Dingen....offenbar bist Du an sehr vielem interessiert und kannst dann dort keine Prioritäten setzen...was natürlich auch eine sehr positive Eigenschaft ist...da Neugierde und Interesse von Intelligenz zeugen und es Dir wahrscheinlich nie langweilig wird...

Also sehe dies vor ab einfach mal als positiv an auch wenn Du manchmal etwas wie ein zerstreuter Professor wirken magst...

Wenn Dich dies aber wirklich sehr stört an Dir würde ich Dir mal vorschlagen über die Zen-Mönche zu lesen und deren einfaches Yoga in den Tag umzusetzen...

Das heisst Dinge sehr bewusst zu tun und sei es bei ganz banalen Sachen wie einen Teller abzuwaschen aber in diesem Moment wirklich nur bei dieser Arbeit bist, den Teller spürst, Deine Bewegung...und wenn dies erledigt ist, das nächste beginnen....

Halt dem Tag ein wenig das Tempo aus den Segeln nehmen und bewusster mit den Dingen umgehen...

Ich hoffe, ich konnte Dir einen anderen Aspekt liefern...ob Du ihn ausprobierst oder doch lieber nicht, ist natürlich abhängig ob Du das Gefühl hast, es könnte Dir etwas bringen....

Aber Deine Frage ist generell gut, hab Dank dafür....

Kommentar von Dhalwim ,

@Prinzessle

Nein Ich danke dir. Du hast als erste Person mir eine Antwort gegeben. Allerdings hättest du auch Tipps wie man richtig "Türen", schließt?

Also, wie man sich richtig von Tätigkeiten verabschiedet die man WIRKLICH nicht mehr braucht?

LG Dhalwim

Kommentar von Prinzessle ,

Danke für Deinen Dank...na ja wahrscheinlich in dem man sie einfach ad acta legt und den Zustand als solchen beruhen lässt...manchmal viel später greift man sie vielleicht wieder einmal auf und stellt mit erstaunen fest, dass man in dieser Zeit sehr viel weiter gekommen ist....resp. die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachtet...

Antwort
von Nicodemus0815, 1

Den Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und den damit verbundenen Instinkten zu lernen, ist von entscheidender Bedeutung für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben.

Unsere Bedürfnisse sind der "Treibstoff" unseres Lebens. Es hat daher wenig Sinn Bedürfnisse nicht haben zu wollen. Sie sollten aber auch nicht unser Leben kontrollieren.

Dazu kommt man, wenn man lernt seine Gefühle und Empfindungen zu beobachten.

Z.B. Du hast Hunger. Jetzt könntest du gleich in deiner Nähe einen Hamburger essen oder du könntest dir etwas Gutes einkaufen und dir Zuhause ein gutes Essen zubereiten, zudem du auch noch deinen netten Nachbarn einladen kannst. Damit du die Freiheit hast, in guter Weise zu gestalten, mußt du dir selbst erlauben in der Zwischenzeit, also während du einkaufst und das Essen zubereitest, deinen Hunger zu fühlen. Also z.B. das Gefühl im Bauch und die Unruhe in deinen Bewegungen, usw.

Du kannst auch mit diesen Empfindungen innerlich freundlich positiv sprechen z.B. "Es freut mich, daß ihr (Die Empfindungen) da seid. Um so mehr Freude werde ich bei meinem guten Essen haben."

Kommentar von Dhalwim ,

@Nicodemus0815

Ok, sie haben mir wesentlich weitergeholfen, aber 1 Punkt verstehe Ich nicht gänzlich.

Damit du die Freiheit hast, in guter Weise zu gestalten, mußt du dir
selbst erlauben in der Zwischenzeit, also während du einkaufst und das
Essen zubereitest, deinen Hunger zu fühlen

Verstehe Ich jetzt nicht ganz, können sie mir das genauer erläutern?

LG Dhalwim

Kommentar von Nicodemus0815 ,

Wenn du z.B. Hunger hast, dann fühlst du das ja irgend wie. Dieses Hungergefühl ist am Anfang ein wenig unangenehm und nimmt mit der Zeit zu. Nun schadet es dir nichts, wenn du einige Zeit Hunger hast. Bist du bereit diesen Hunger für einige Zeit in Kauf zu nehmen, dann hast du Zeit für ein gutes Essen für dich zu sorgen.

Ist es so klarer?

Kommentar von Dhalwim ,

@Nicodemus0815

Ist es so klarer?

Jap, definitiv.

LG Dhalwim

Antwort
von NewKemroy, 11

Also ich kann Dir nur sagen, seit ich vielleicht 8 Jahre alt gewesen bin habe ich versucht anders zu werden. Nun viele Jahrzehnte später muss ich eingestehen, dass mir das eigentlich nicht gelungen ist.

Gut mit der einen oder anderen Anstrengung konnte ich die Entwicklung etwas beeinflussen. Aber auch nur wenn ich verbissen dran geblieben bin. Trotzdem fühle ich mich eher unverändert. Ich bin genau so fleißig, faul, hilfsbereit, störrisch, gutmütig, hasserfüllt (je nach Tagesform) oder genial und dumm wie früher.


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