Frage von Eiwlinn, 65

Wie kann man Sonderausgaben in der Einkommenssteuer wirksam machen?

ich war bei einer Steuerberatung, allerdings hat mir der Typ das nicht wirklich gut erklärt, er meinte ich solle "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" ankreuzen auf der Steuererklärung und dann würden automatisch Sonderausgaben abgezogen, da ich letztes ja 12 T € durch ein Praktikum verdient habe, meinte er 4 T € würden automatisch abgezogen werden. Ich bin mir nicht so sicher ob das stimmt. Heißt das ich kann keine Werbungskosten mehr geltend machen, wie ZB die Fahrt zu der Praktikumsstätte? Kennt sich einer mit Sonderausgaben aus?

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 45

Da scheinen Dinge durcheinander zu laufen.

1. Werbungskosten und Sonderausgaben sind unterschiedliche Dinge.

2. mit den pauschlaen 4.000,- meint er vermutlich 1.000,- Euro Arbeitnehmerpauschbetrag und die Vorsorgepauschlae.

3. Aber wenn es eine Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrag werden soll, wundert es mich schon, weil Du ja Einnahmen von 12.000,- Euro hattest.

Kommentar von Eiwlinn ,

Der Berater meinte durch Sonderausgaben, da es ein Pflichtpraktikum in meinem Erststudium war, könnte ich wieder auf die Grenze von 8000 € kommen, sodass ich die Lohnsteuer zurückbekommen würde, er meinte das würde automatisch passieren.

Er meinte auch man könnte sich nur für eins entscheiden, er verwirrt mich auch total, weil er dann meinte ich sollte die Werbungskosten angeben, wie die Fahrtkostenpauschale, aber widerum man dürfte ja nur eins angeben entweder Werbungskosten oder SOnderkosten und dann meinte er es würde sich alles verrechnen und ich würde am Ende die Lohnsteuer wiederbekommen - das ist total verwirrend.

Sind die Sonderausgaben iHV 6000 € für das Erststudium ein Pauschalbetrag?

Kommentar von kevin1905 ,

Auch bei einem Erststudium sollten die Kosten als Werbungskosten angebeben werden und nicht aus Sonderausgaben, da davon auszugehen ist, dass das BVerfG § 9 Abs. 6 EStG als verfassungswidrig verwirft.

Wie ich in meinem Beitrag bereits schrieb, können Sonderausgaben nicht vorgetragen werden.

Kommentar von wfwbinder ,

Du bräuchtest nur wenige von den Kosten, die für Ausbildungskostenabzugsfähig sind.

12.000,- - Arbeitnehmerpauschbetrag 1.000,- - Vorsorgepauschale 1.900,- bleiben ja schon nur noch 9.100,- und zu 8.472,- eine Differenz von 628,-.

Nein, die 6.000,- sind keine Pauschale, sondern ein Höchstbetrag. Auch wenn man 6.500,- Euro kosten hätte, würden nur 6.000,- abgezogen. hat man 1.000,- Euro kosten, die 1.000,-.

Antwort
von newcomer, 41

12 T € durch ein Praktikum verdient

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das wäre sozusagen Einkommen aus beruflicher Tätigkeit.

Da würde Lohnsteuer ect vom AG schon einbehalten worden sein.

Klar kannste dann Fahrten dorhtin als Werbungskosten angeben.

Wenn du dafür noch Kleidung Schuhe ect gekauft hattest gib dies ebenfalls an.

Das einzige was sein kann wäre der Pauschbetrag sprich eine Gewisse Summe wird einem von Finanzamt sowieso zugestanden denke 1600 Euro für Werbungskosten sprich wenn du nicht darüber kommst wird sich das nicht auswirken.

Reiche die Ausgaben und Fahrten auf alle Fälle ein

Kommentar von Helmuthk ,

Der Arbeitnehmer- Pauschbetrag ist 1.000,00 € und nicht "1600 Euro".

Und Kleidung und Schuhe werden nur anerkannt, wenn es sich um Berufskleidung handelt, also z. B. der Blaumann oder Sicherheitsschuhe.

Ausgaben für Straßenkleidung sind nie Werbungskosten. Das ergibt sich aus § 12 Einkommensteuergesetz.

Antwort
von kevin1905, 29

Sonderausgaben können nicht vorgetragen werden, das geht nur mit Werbungskosten oder Betriebsausgaben.

Sonderausgaben sind Vorsorgeaufwendungen und ggf. andere private Versicherungen (Anlage Vorsorgeaufwand) und auch die Beiträge zu einer Riester-Rente (Anlage AV).

Vgl.: §§ 9, 10, 10a EStG.

Kommentar von Eiwlinn ,

Ja das weiss ich auch der Berater meinte so werden aber die Sonderausgaben automatisch anerkannt. Was soll man stattdessen ankreuzen?

Kommentar von kevin1905 ,

Einkommensteuererklärung.

Ich weiß nicht was da gerechnet wurde aber ich sehe nicht wo hier der Gesamtbetrag der Einkünfte negativ sein könnte, ergo kein Verlustvortrag!

Kommentar von Eiwlinn ,

Also hatte der Berater unrecht,weil er meinte das wäre egal...das würde schon zurecht gerechnet werden -.-                      

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