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Wie kann man sich am besten als KiTa gegen Lärmbeschwerden von Anwohnern schützen?

gefragt von leonhard am 31.10.2007 um 15:50 Uhr

Die KiTa meiner Tochter, ist in der Sommerpause umgezogen, da es sich um eine Elterninitiative handelt, haben wir Eltern viel daran mitgearbeitet und tragen eine große Verantwortung. Kaum zwei Wochen nach der Eröffnung fingen Anwohnerbeschwerden über den Lärm an. Es gibt aus Hamburg ein Fallbeispiel, über den auch viel in Zeitungen stand, wo eine Anwohnerklage dafür gesorgt hat, dass eine KiTa umziehen musste. Einige Anwohner haben uns diesen Fall vor die Nase gehalten und angedroht ebensoweit zu gehen. Das ist natürlich nicht in unserem Interesse.


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boriswulff
beantwortet von boriswulff am 31. Oktober 2007 15:55
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Am besten ist mit den betreffenden Parteien Lärmschutzmaßnahmen zu besprechen und umzusetzen.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 31. Oktober 2007 16:15
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Und bei allem bedenkt bitte trotzdem, dass gerade ältere Leute ein erhöhte Bedürfnis nach Ruhe haben. Da die Empfindlichkeitsschwelle was Lärm angeht bei den Kindern von Jahr zu Jahr höher wird (ist leider nachgewiesen)ist Kinderspielen heute leider auch um einiges lauter geworden. Und die älteren Mitbürger bemerken das eben auch. Deshalb sollte es wirklich das Beste sein, sich mit den Anwohnern zusammenzusetzen und zu reden - aber auch bitte nicht gleich den "Aufkleber" kinderfeinlich "verteilen", wenn es um Lärmempfindlichkeit geht. Ich finde, auch Kinder sollten lernen, dass man aus Rücksicht seine Lautstärke kontrolliert und auch mal leise sein kann, ohne dass es einem "wehtut".

In den 70ern habe ich genau neben einem Kindergarten gewohnt - es hat mir nichts ausgemacht weil die Kinder beim Spielen einfach nicht so laut waren wie sie es jetzt leider sind und auch viel fröhlicher, weniger agressiv. Jetzt würde ich nicht neben einer KITA o.Ä. wohnen mögen - ich bekomme durch meine Arbeit tagtäglich mit, dass die Spiele der Kleinen lauter und ihre Kommunikation miteinander gellender geworden ist.


MathiasMuench
beantwortet von MathiasMuench am 31. Oktober 2007 19:50
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Im Kindergartenalter haben Kinder noch keine Kontrolle über ihre eigene Lautstärke. Alle Versuche, den Kindern leises Spielen beizubringen, sind deshalb zum Scheitern verurteilt. Zudem ist es für die Entwicklung der Kinder wichtig, einige Zeit am Tag an der frischen Luft ausgelassen herumzutollen und zu spielen, ohne ständig von Erwachsenen zurechtgewiesen zu werden.

Die Sorgen der Anwohner sollte man zwar ernst nehmen und mit ihnen das Gespräch suchen. Wenn Schallschutz baulich möglich ist, sollte man darüber nachdenken. Aber kein Anwohner kann beanspruchen, vollkommen ohne Kinderlärm zu wohnen. Vor 9 Uhr werden regelmäßig keine Kinder draußen spielen, zur Mittagszeit auch nicht -- da ist Mittagessen und Mittagsruhe -- und am Nachmittag wird auch nicht unbegrenzt draußen gespielt, weil ja die Kinder irgendwann abgeholt werden. Vielleicht kann man mit den Anwohnern besprechen, dass Kinder zwischen 9 und 12 sowie am Nachmittag zwischen 3 und halb 5 im Garten spielen und Krach machen dürfen.

Unter diesen Voraussetzungen kann man einer Anwohnerklage sehr gelassen entgegensehen. Gerichte (Zivilgerichte wie Verwaltungsgerichte) neigen heute sehr stark dazu, Anwohnern Kinderlärm zeitlich begrenzt zuzumuten. Wer den ganzen Tag absolute Ruhe wünscht, muss eben aus der Stadt raus in den ländlichen Raum ziehen.


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