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Stefan Klein: Professor Zieglgänsberger, wie lange befassen Sie sich schon mit Schmerzen?
Walter Zieglgänsberger: Mehr als dreißig Jahre. Ich habe als ganz junger Wissenschaftler mit Nervenzellen aus dem Rückenmark experimentiert. Dabei entdeckten wir, dass man diese Zellen zum Beispiel mit etwas Glutamat dazu bringen kann, Schmerzsignale zu verstärken. Damals wollte das keiner glauben. Alle dachten, Schmerz sei nichts weiter als Nachricht von einer Verletzung, und je schlimmer die Verletzung, umso größer der Schmerz. Was ich erzählte, förderte nicht unbedingt meine Karriere. Namhafte Wissenschaftler schimpften, diese jungen Kerle spritzen da mit Suppenwürze im Gehirn rum, was soll das.











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