Frage von azallee, 92

Wie kann man sein Kind für das Lernen motivieren?

Mein Kind ist voll in der Pubertät und hat keine Lust, für die Schule etwas zu tun. Die Lernbereitschaft hält sich sehr in Grenzen. Hat jemand Tipps für mich, wie ich meinen Sohn ermuntern kann, für die Schule mehr zu tun? P.S. 8. Klasse

Antwort
von conelke, 30

Ja ja, Pubertät - eine wirklich schwierige Zeit sowohl für die Teenies als auch für die Eltern. Die Teenies haben wirklich alles im Kopf außer Schule.

Gibt es irgendeinen Wunsch, den sich Dein Kind gerne erfüllen möchte? Vielleicht kann man ihm in Aussicht stellen, dass man sich an dem Wunsch finanziell beteiligt, wenn die Noten in einem gewissen Zeitraum besser werden.

Vielleicht kannst Du mit dem Kind gemeinsam einen Plan entwickeln, wann es wie lange für ein bestimmtes Fach lernt. Ihr könntest einen Stundenplan für zu Hause entwickeln, in dem auch Freizeit mit eingeplant ist. Manchmal liegt es auch einfach daran, dass die Kinder selbst nicht wissen, wie sie sich am besten selbst organisieren. Hat Dein Kind in bestimmten Fächern Probleme? Dann wäre vielleicht Nachhilfe eine Alternative.

Weiterhin solltest Du den Zugang zum PC, Fernsehen und Handy ein wenig reglementieren. Handy beim Lernen an eine Stelle legen, wo Dein Kind keinen Zugang hat und nicht abgelenkt werden kann. An den PC erst, wenn die Aufgaben für die Schule erledigt worden sind. Ähnlich mit dem Fernseher verfahren. Und wie gesagt positiv motivieren. Es können auch kleinere nette Dinge in Aussicht gestellt werden z. B. ein gemeinsamer Kinobesuch oder ähnliches, wenn man merkt, dass Dein Kind sich bemüht.

Kommentar von LightDarkness ,

das kind muss selbst die einsicht bekommen ...wenn es die nicht hat bringt das alles nicht...man muss etwas geduld haben und BLOß NICHT versuchen,das kind zu "bevormunden"...also bei mir würde das niemals klappen ich mach mir selber meinen plan und merke selber, dass ich genug bzw zu wenig lerne...wenn einem der plan von den eltern vorgeschrieben wird eine gute note einbringt bekommt man das gefühl,nur für seine eltern zu lernen...wenn man das ganz alleine schafft ist man stolz darauf und versteht, dass man für sich selbst und für seine zukunft lernt und nicht für die eltern

Kommentar von conelke ,

Ich gebe Dir vollends recht, dass das Kind selbst die Einsicht bekommen muss, etwas für die Schule zu tun. Wenn man als Eltern jedoch vermittelt, dass es einem egal ist, dann hat das Kind überhaupt keinen Grund etwas zu tun. Ein bisschen schlechtes Gewissen schüren ist da mit Sicherheit nicht falsch. Ich habe auch nicht geschrieben, dass man ihm einen Plan vordiktiert, sondern das man gemeinsam etwas ausarbeitet, falls es selbst nicht damit klar kommen sollte. Und mit der positiven Motivation habe ich selbst schon gute Erfahrungen gemacht, zwar bei einem jüngeren Kind, aber einen Versuch ist es allemal wert. Leider macht es bei vielen Kindern erst zu spät Klick, dass sie darauf kommen, für sich selbst zu lernen und für niemanden sonst. Oft sind dann die Noten schon so im Keller, dass es da nur schwer wieder herauskommt. Vielleicht war es bei Dir anders. Jedoch kann man nicht alle über einen Kamm scheren und wenn die Mutter hier schon um Hilfe bittet, dann ist es vermutlich schon ziemlich arg.

Antwort
von Sanja2, 34

Ganz ehrlich, da hilft einfach nichts das von außen kommt, damit nervt man als Elterteil eigentlich vor allem. Das ist ein Alter in dem die Kids ihre Fehler einfach auch mal machen müssen. Was wäre denn das Schlimmste das passieren kann. Dann fällt er halt durch. Sag ihm, dass du ihm jede Hilfe geben willst die er braucht. Ausfragen, helfen (so weit du halt kannst), Nachhilfe (wenn du es dir leisten kannst), ... Und dann lass ihn die Entscheidungen selbst treffen. Für Erfolge allerdings lobst du ihn. Erfolge sind auch wenn er sich zum lernen hingesetzt hat. Bei vielen Kids hilft das, bei manchen nicht. Aber du kannst mir glauben, bei denen bei denen es nicht hilft wäre auch mit viel ermahnen, schimpfen und zum lernen schicken das gleiche Ergebnis erzielt worden. Der Unterschied ist nur, bei dieser Methode hast du weniger Stress und die Beziehung zu deinem Sohn bleibt gut.

Antwort
von kiniro, 30

Kleine Korrektur: die Bereitschaft fürs schnöde schulische (!) Lernen hält sich in Grenzen.

Frage dein Kind mal, wofür es sich interessiert - nein, nicht was seine Lieblingsfächer in der Schule sind, sondern was es gerne machen würde (oder macht), wenn es die Gelegenheit dazu hat bzw. hätte.

DAS (!) ist echtes Lernen, mit dem dein Kind wirklich etwas anfangen kann.

In die Schule gehen und lernen bedeutet in der Regel für die Schule zu lernen.

Antwort
von murksi1, 15

Überhaupt nicht! Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man andere Menschen motivieren kann, sondern dass Motivation immer etwas ist, das nur von innen kommen kann. Daran scheitern übrigens auch die meisten Lehrer, denn sie wissen nicht, dass es ihnen unmöglich ist, Kinder in der Schule zu motivieren: http://www.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIE/Motivation.html

Antwort
von loveflowersyeah, 42

Hi,

diese Phase haben sehr viele Schüler in der 8. Klasse, die hatte ich auch. Das überstehen sowohl die Eltern, als auch das Kind, ich finde es nur sehr wichtig, dass man versucht etwas dagegen zu tun. Versuche ihn zu motivieren, lerne mit ihm zusammen, lernt auf spielerische Art und Weise und, wohl das Wichtigste, zeig Verständnis. In dem Alter ist es wirklich nicht einfach, weil sich viel verändert, gerade der eigene Körper, und das alles kann sehr schnell überfordern. 

Geht mit Ruhe daran, setze ihn nicht zu sehr unter Druck. Aber zeige ihm, dass es dir wichtig ist und er dir nicht egal. Frag ihn wie du ihn unterstützen kannst. Vokabeln abfragen, für Arbeiten lernen, Eselsbrücken bilden, usw.

Viel Glück dabei!

Lg Lfy

Kommentar von azallee ,

Danke. Vokabelnabfragen biete ich ihm ab und zu an, aber er verneint. Er hat halt einfach keinen Bock. Er sagt aber, es nerve ihn, dass er keinen Bock hat.

Antwort
von LightDarkness, 33

zeigen sie ihm zb einen film von jemandem der richtig versagt hat auch wegen schlechter schulbildung...aber fragen sie sich auch ob er vllt auf eine andere schule muss weil ihm das niveau zu hoch ist oder ob er einfach nur faul ist den meisten kommen erst in der 10. 11. klasse (naja je nach schulsysthem vllt auch früher) zu der einsicht,dass es sinnvoll ist zu lernen wenn man in der 8. keine lust hat ist das eigentlich nicht so tragisch genau wie durchzufallen... das ist nicht schlimm und mancmal sogar notwendig

Antwort
von Nidda64, 7

Mit allem, was NICHT "lernen" heißt...

Hi,

ich kann mich kiniro nur anschließen: Motivation kommt von innen ("innerer Lernzwang") und begründet sich auf Themen, die die Person brennend interessieren. Dann wird es auch wurscht, ob ein Mathehasser rechnen oder ein Englisch"versager" eben in dieser Sprache lesen/ schreiben muss.

Kann genauso gut sein, dass es ein PC-Spiel nur in EINER Sprache gibt - und eine Weile später stellt der Spieler fest, dass er diese Worte auch im Unterricht (er)kennt (ist mir mit einem "Nachhilfeschüler" passiert).

Also z.B. Materialien anbieten (schau mal, worüber ich gestolpert bin. Interessiert dich das?), die idealerweise Interesse + Lerngebiet verbinden. Fantasie der Eltern ist da im höchsten Maß gefordert.

Ansonsten: Ruhe bewahren und Druck rausnehmen (schwierig, ich weiß, aber machbar.)

Viel Erfolg.

Antwort
von Volkerfant, 14

Kleine Fortschritte sofort loben. Wenn es etwas nicht konnte, nicht tadeln, sondern Mut zusprechen: jetzt versuche es noch einmal, gleich klappt es besser....

Antwort
von Fragestar13, 36

Sag ihm wen er eine 6 schreibt bekommt er 10 Franken ( Schweiz)

Oder in Deutschland wenn er eine 1 schreibt 10 Euro

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