alexanderb am 31.01.2008 um 2:13 Uhr
Konkretes Beispiel: In einem Blog wurden innerhalb einer Stunde (trotz Spamschutz-Code, den hat diese Irre offenbar jedes Mal manuell eingegeben!) knapp 100 Spamkommentare geschrieben. Immer der gleiche, ziemlich kranke Text. Ich musste die Kommentarfunktion deswegen deaktivieren, und den ganzen Mist löschen. Ich sehe aber nicht ein mir das einfach so gefallen zu lassen und fortan auf die Kommentarfunktion zu verzichten, nur weil sich ein Irrer im Netz rumtreibt. Wie und wo kann man so jemanden anzeigen, wenn die IP bekannt ist?
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Das Problem ist: Mit der IP-Adresse hast Du noch lange nicht den Spammer. Spam wird oft über automatisierte Scripts verbreitet, die von vireninfizierten Rechnern ausgeführt werden. Derjenige, dessen IP-Adresse Du hast, weiß mit großer Sicherheit nichts davon, dass sein Rechner eine Spamschleuder ist. Darüber hinaus: Falls der Rechner im Ausland sitzt, sind Deine Chancen gegen ihn vorzugehen noch wesentlich geringer. Falls er im Inland sitzt: Die meisten ISP nutzen glücklicherweise die Ausnahmeregelung der Vorratsdatenspeicherung und somit mußt Du schnell sein und einen Staatsanwalt finden, der bereit ist eine richterliche Verfügung zu beantragen. Das muß schnell gehen, den derzeit werden die Daten oft nur 7 Tage gespeichert. Bleibt der Weg über die beworbene Seite. Also ehrlich gesagt, vergiß es. Du wirst ihn nicht kriegen. Bleibt also nur die Möglichkeit sich über besseren Spamschutz Gedanken zu machen: - Bei Wordpress Askismet - Nur Beiträge mit Urls, bestimmten Stichworten moderieren lassen - Bad Behaviour-Plugin gibt es auch für viele Blogs, auch eine Art Spam zu blockieren. - ReCaptcha - sämtliche Urls automatisch mit dem nofollow-Tag versehen, da gibt es auch Plugins für. Dann werden die Urls nicht mehr in Suchmaschinen ausgewertet, was der Hauptgrund für das Spamming ist. Vielleicht erkennen manche Spamer das und verschonen Dich dann.

erstmal glaubst Du doch wohl nicht selbst, dass kleine Grafikbildchen mit Code zum abtippen wirklich als Spamschutz dienen oder?
Ich habe hier ein duzend Anti-Capcha-Programme, die genau dafür sind solche Codes auszuhebeln.
Wenn Du den Spammer anzeigen möchtest, dann würde ich es bei der Polizei probieren. Allerdings erwarte da nicht so viel Gegenleistung von der Polizei. Spamming wird da noch nicht als grober Verstoß gesehen. Leider.
alexanderb am 31. Januar 2008 12:55 Bis jetzt hat der Spamschutzcode bestens funktioniert. Und - wie gesagt - der Spamschutzcode wurde tatsächlich jedesmal von diesem Irren maneull eingetippt. (Das war am Zeitversatz nachvollziehbar) Es war also keine automatisierte Spam, sondern tatsächlich jemand, der nichts Besseres zu tun hat!

Vielen Dank für euere Antworten, ich habe jetzt einen Detektiv gefunden, der sich auf Internet spezialisiert hat. Er wird sich der Sache annehmen.
http://www.dog-schweizer.de/?p=22
Hundefreunde halten eben zusammen. ;o)
Es wurden keine Links gespamt, sondern nur Text. Und der Spamschutzcode wurde tatsächlich jedesmal von diesem Irren maneull eingetippt. (Das war am Zeitversatz nachvollziehbar) Es war also keine automatisierte Spam, sondern tatsächlich jemand, der nichts Besseres zu tun hat!
Krass, sowas habe ich noch nicht erlebt. Hat er denn trotzdem Werbung für irgendwas gemacht?
Nein keine Werbung, sondern einen ziemlich kranken Hundehasser-Text. (Nicht nur tierverachtend, sondern auch ziemlich Menschenverachtend. )Immer der gleiche kranke Text, geschrieben in deutsch, ca 1 DIN-A4 Seite lang.
In solch einem Falle könntest evtl (ich kenne die rechtlichen Normen nicht genau) falls der Urheber ermittelbar ist, versuchen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung durchzusetzen.
Klingt kompliziert. Ich hatte gehofft, es gäbe eine Stelle, wo man solchen Missbrauch melden könnte?