Frage von Kitharea, 36

Wie kann man rechtlich damit umgehen - sollte man das überhaupt?

Hallo,

Ein Bekannter hat mich gestern kontaktiert und erzählte mir, dass sein neuer Chef in gefragt hätte, warum er die Facebook-Posts von der Firmenseite nicht auf seiner eigenen Facebookseite teilt. Darüber hinaus hat er ihm "nahegelegt" die Freundschaftsanfrage anzunehmen. So viel zu den mir bekannten Fakten. Ich persönlich - finde es eine bodenlose Frechheit. Ich persönliche würde mein Facebook Konto lieber löschen als mich dazu zwingen zu lassen - EGAL - ob ich den Inhalt der Firma gut finde oder nicht - einfach nur weil man mich zu so etwas nicht zwingen dürfte. Ich bin natürlich nicht er - bei ihm hängt der Job dran bei mir nicht.

Was meint ihr dazu - was könnte man machen? Ist das wirklich der Ernst manchen "Chefs" dass das letztendlich gut ist für die Firma? Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert nur auf ehrlicher Basis und wenn der Mitarbeiter so zufrieden ist werden das auch seine Freunde irgendwann erfahren. Mit Zwang geht gar nichts. Darüber hinaus frage ich mich ob es wirklich schon so weit ist dass sich Arbeitgeber alles erlauben dürfen. Meine Meinung dazu kennt ihr - wie sieht das bei euch aus? Kann ich meinem Bekannten irgendeinen Rat geben? (such dir einen anderen Job/Chef hat er schon) lg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 23

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten.

Selbstverständlich kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer rechtlich nicht zwingen eine Freundschaftsanfrage anzunehmen. In wie weit sich das auf das Arbeitsklima auswirkt, kann ich Dir nicht sagen.

Ich habe Dir mal was zum nachlesen, entscheiden muss Dein Bekannter dann selbst:

http://www.cio.de/a/der-chef-ist-nicht-dein-freund,2967482

Wenn es einen Betriebsrat gibt, sollte man mal mit diesem sprechen. Der könnte den Arbeitgeber ja mal darauf ansprechen.

Kommentar von Kitharea ,

Ich werde den Link mal weitergeben - finde den sehr gute für's Erste - danke dir

Kommentar von Hexle2 ,

Sehr gerne.

Kommentar von Hexle2 ,

Danke fürs Sternchen

Antwort
von peterobm, 26

das bleibt jedem selbst überlassen; würde keine Details über meine Fa. per FB weitergeben noch teilen.

Der Chef kann einen nicht zwingen

warum Rechtlich dagegen vorgehen? bringt doch nix



Darüber hinaus hat er ihm "nahegelegt" die Freundschaftsanfrage anzunehmen.

da befinden wir uns bereits am Weg zur Nötigung

Antwort
von Fragenreich1357, 2

Zwingen kann ein Chef einen wirklich nicht dazu und es ist wirklich unverschämt, muss man schon zugeben. Dein Kumpel ist nicht verpflichtet irgendwas von der Firma zu teilen oder über sie zu schreiben.

Wenn er sich mit der Firma identifizieren kann dann kann er das ruhig machen, aber wenn er das nicht will dann muss er es auch nicht machen.

Was dein Kumpel aber bezüglich der Freundschaftsanfrage des Chefs machen kann ist: Sie annehmen und ihn direkt auf die Liste ,,Eingeschränkt" setzen.

Damit kann der Chef nur Beiträge auf dem Profil sehen die Öffentlich geteilt oder gepostet wurden. Dies gilt auch für die persönlichen Angaben.

Also sind sie dann befreundet sprich die Anfrage wurde angenommen, doch was das sichtbare angeht ist das ja wieder was anderes.

Antwort
von HotteX, 19

Hallo,

das mit dem Annehmen der Freundschaftsanfrage ist eine ziemliche Sauerei vom Cheffe! Gibt es eine Mitarbeitervertretung - da würde ich das mal ansprechen oder ist´s ein kleiner Laden?

Ich denke ein höfliches Ablehen mit dem Hinweis, dass man gern Privates und Arbeit voneinander trennt und der AG ja auch kaum begeistert von privaten Angelegenheiten auf der Arbeit sein dürfte sollte ausreichen...

Als nette Geste kann man dann ja das eine oder andere "liken", um den Frieden wieder herzustellen.

Viel Erfolg dabei wünscht

HotteX

Kommentar von Kitharea ,

Ist ein kleiner Laden - ich gehe davon aus dass der Chef genau deswegen a) null Ahnung hat was er damit anrichtet und b) so halt Mundpropaganda machen will.
Ich weiß auch nicht ob es eine Idee ist für ihn ein eigenes Profil zu erstellen, damit er nur sieht was man auch will, dass er sieht - möglich wäre es ja.

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