Frage von DieterSchade, 34

Wie kann man qualitativ begründen, warum die kolligativen Eigenschaften nicht von der Art der gelösten Teilchen abhängen?

Ist das nicht erstaunlich, dass z.B. eine 1- molare wässrige Glukoselösung in guter Näherung dieselbe Dampfdruckerniedrigung zeigt wie eine 0,5-molare NaCl-Lösung (dissoziiert zu 2 mal 0,5 Mol)? Wie kann man das mikroskopisch und qualitativ begründen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 16

Auf taube Ohren stößt Du hier keinesfalls.
Ich kann hier allerdings nur Vermutungen anstellen:
Moleküle bzw. Ionen eines in Wasser gelösten Stoffes haben eine Hydrathylle, d.h, dort lagern sich Wassermoleküle an. Vermutlich kommt es darauf an welcher Anteil an Wassermolekülen daran beteiligt sind.
Bei größeren Molekülen sollte sich deren Art aber schon auswirken.

Kommentar von DieterSchade ,

Nein, es ist ja eben so dass es sich NICHT auswirkt. Die Größe der Moleküle, ob mit oder ohne Hydrathülle, spielt keine Rolle. 

Es handelt sich eben nicht um einen Effekt den man mit Kräften beschreiben kann (Enthalpie), sondern um einen den man nur mit Statistik beschreiben kann (Entropie). Aber wie führt man sich dieses Phänomen vor Augen? Wie kann man es Studenten erklären ohne dass man gleich auf den Phasenraum und/oder das chemische Potential zu sprechen kommt? 

Kommentar von SlowPhil ,

Wahrscheinlich gar nicht. Zumindest um das chemische Potential wird man nicht herumkommen, wie man normalerweise auch nicht um den Temperaturbegriff herumkommt. Beides lässt sich aber wiederum ohne den Entropiebegriff nicht von Grund auf erläutern.

Antwort
von kinglion6200, 17

Du hast vielleicht fragen ^^

Du bist zu qualifiziert für dieses Forum, suche dir doch eines das sich ausschließlich um Chemie /Physik dreht dann stößt du wenigstens nicht auf taube Ohren so wie jetzt :p

LG lion

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