Wie kann man mit einem depressiven Ehemann alles klären wenn er kein Wort von sich gibt?

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2 Antworten

Am besten wäre eine Liste mit Fragen/ Aufgaben, die Du seinen Eltern schickst, mit der Bitte, entweder selbst diese Fragen mit ihm zu klären und Dir Rückmeldung zu geben oder diese Liste seinem Therapeuten zu übergeben, damit er das mit ihm klären kann.

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Kommentar von Schusterin1983
15.05.2016, 16:12

Seine Familie vernichtet alles was von mir kommt vor allem seine Mutter. Er hat keinen Therapeuten.... Er will keine Therapie machen :-( 

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Ich verstehe, Deine Probleme sehr gut, denn ich bin Psychotherapeutin. Bitte gib ihm Zeit. Die Depression, falls es eine ist, ist eine sehr ernste Krankheit. Du sagst, es wäre Dein Ehemann. Bedenke, Ihr habt Euch geschworen: "In guten, wie in schlechten Zeiten". Du solltest sein Verhalten absolut nicht persönlich nehmen, denn die Veränderungen der Gefühlslage und des Verhaltens sind Teil dieser schweren Krankheit. Auch sozialer Rückzug vom Partner gehört dazu. Das ist schwer für Dich. Bedenke, dass die Depression geheilt werden kann, aber das braucht wirklich sehr viel Zeit und Geduld. Manchmal dauert es Monate oder Jahre, bis die Depression mit Medikamenten und anderen Therapieformen ausgeheilt werden kann bzw. der Erkrankte "richtig eingestellt" wird auf seine Medikamente, denn auch diese können solche Nebenwirkungen mit sich bringen, wofür Dein Mann möglicherweise gar nichts kann. Falls er schon Medikamente für seine Depressionen bekam, solltest Du mit Deinem Mann darüber sprechen, ob seine Medikamente nicht umgestellt werden sollten bzw. er dringend zu seinem Arzt geht? Ich kann Dir nicht raten, Dritte in Euer Problem rein zu ziehen, das könnte Deine bzw. Eure Lage sogar noch verschlechtern. Anwälte versprechen meiner Meinung nach viel, aber nehmen zumeist nur das Geld... Vielleicht kannst Du Deinen Mann bei seinen Eltern besuchen? Diese Trennung auf Zeit, muss ja nicht ewig sein. Vielleicht kannst auch diese krankheitsbedingte Trennung auf Zeit von Euch beiden positiv sehenund Dich neuen Hobbys und Stärken zuwenden, über die sich auch Dein Mann freut. Ich empfehle Dir sogar selbst, Dir Rat bei Deinem Hausarzt für Dich selbst zu holen, damit Du als Angehörige mit dieser schweren Situation zur Ruhe finden kannst. Und: es ist durchaus üblich, bei der Behandlung von Depressionen auch die Angehörigen einzubeziehen. Sprich mit Deinem Mann und seinem Therapeuten darüber, ob Du nicht Teil seiner Therapie sein darfst. So verstehst Du seine Situation auch besser. Selbst wenn Ihr beide während der Krankheit getrennt seid, dann wäre das ja nur eine Trennung auf Zeit, die sich jederzeit ändern kann. LG

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Kommentar von Schusterin1983
15.05.2016, 16:29

Er macht keine Therapie weil er es nicht will.... Er meint es reicht mich zum teufel zu jagen :-( da ja ich schuld habe :-( 

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