Frage von Pruiser, 7

Wie kann man "kompetetives" bzw. "vergleichendes" Verhalten vermeiden?

Ich bemerke in letzter Zeit immer häufiger, dass ich mich mit anderen vergleiche. Selten komme ich dabei gut weg. Beispiel Videospiele: früher hab ich sie gespielt und hatte Spaß, egal ob Sieg oder Niederlage. Heute sehe ich das immer direkt wie ein Kräftemessen und vergleiche mich mit Freunden. Leider bin ich nicht gut und da kommt schlechte Stimmung auf. Das ärgert mich und mein Umfeld nur noch mehr. Klar könnte ich alles auf meine Sehschwäche schieben, aber irgendwo muss auch das seine Grenzen haben. Es stört mich ungemein, dass ich manches nicht so gut kann. Wie kann ich den Frust beim Vergleichen vermeiden?

Antwort
von Sonja66, 4

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.Søren Aabye Kierkegaard
(1813 - 1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Also wenn man vergleicht, finde ich, denkt man ja, dass etwas toll und gut ist und man dies selbst auch haben sollte, um auch toll und gut zu sein.

Man findet also bei sich selbst nichts Tolles und Gutes.

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.

Vielleicht würde es gelingen, mit Vergleichen aufzuhören, wenn man wüsste, worin man selbst gut und toll ist.

Jeder Mensch hat da so seine Gaben. Sicherlich sind es bei jedem andere, aber jeder hat was.

Bisher also lenkst du deine Aufmerksamkeit auf Tolles und Gutes Anderer.

Wenn du das änderst, und bei dir darauf achtest, sprich (endlich?) mal deine Aufmerksamkeit öfter und intensiver auf deine Stärken lenken wolltest, würdest du dich sicherlich schnell viel besser fühlen.

Ich glaube, du bist dir einfach deiner Stärken nicht bewusst und fühlst dich daher dümmer, schlechter, unterlegener.....

Aber es ist eine Gewissheit, dass du Stärken hast. Es kommt lediglich darauf an, ob du sie sehen und gegebenenfalls ausbauen willst, oder nicht.

Wärest du dir deiner eigenen Stärken dann bewusst und auch stolz darauf und sicherlich auch mal erfolgreich damit, so würdest du bei einem Vergleich wesentlich besser abschneiden und lockerer dabei bleiben, denn du wüsstest, dass jeder Mensch Schwächen wie Stärken hat und gut.

Weiter ist es natürlich stets so, dass ein Vergleichen oft Schmerz bringt, weil es ja eigentlich ein Unding ist, Verschiedenes zu vergleichen.

Es geht eigentlich gar nicht.

Menschen sind so unterschiedlich, dass man sie so gut wie nicht vergleichen kann. Für was eigentlich auch? Wem bringen Vergleiche schon was? Und vor allem was bringen sie?

Jeder hat hier auf Erden eigene Aufgaben, Herausforderungen, Prägungen und was weiß ich noch alles. Was soll ich denn da vergleichen?

Ich dreh mein Ding und gut. Ich mache das Beste aus meinem Leben, weil ich auf Anderes keinen Bock hab und gut. Ich gebe möglichst oft das, was ich selbst gerne hätte. Aber was gibst du? Vergleiche und Abwertung. Also ändere das! Aber das willst du ja eh....  ;-)

Es stört dich ungemein, dass du Manches nicht kannst, aber vielleicht nur, weil du nicht weißt, was du kannst.  ;-)

Und wenn du schon vergleichen willst, dann nimm dabei wenigstens die gemeine, ungute und fiese Wertung raus. Du musst ja beim Vergleichen nicht gleich grausam Werten und Abwerten. Das ist ja nicht zwingend nötig, ich mein, du könntest alles ja etwas wertfreier betrachten.

Ist anders, interessant, ok. Verschiedenheiten und Andersartigkeit bringen Lebendigkeit, Buntheit und Lebenslust in unser Leben, und das ist doch wohl gut so!  ;-)

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