Frage von melissasanchez, 150

Wie kann man Kleinkinder bzw. Kinder generell am besten vor Sextäter schützen?

Wie kann man Kleinkinder bzw. Kinder generell am besten vor Sextäter schützen?

Und zwar so, dass sie nicht naiv und blauäugig sind.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kajjo, Community-Experte für Mädchen, Sex, Sexualitaet, 56

Die Frage ist leider sehr komplex und nicht befriedigend zu beantworten. Einige Anhaltspunkte aber trotzdem:

  • Zunächst sollte man wissen, dass eine große Mehrheit der Sexualstraftäter aus dem engsten Familien- und Bekanntenkreis stammen, also Väter, Onkel, Nachbarn. Da ist der Schutz also am wichtigsten, aber zugleich auch am schwierigsten, da genau jenen Personen sehr oft wirklich vertraut wird -- und ganz, ganz oft natürlich auch zurecht vertraut wird. Generalverdacht von Vätern wäre ja auch mies und keine Basis für ein Familienleben. Die überwältigende Mehrheit aller männlichen Bezugspersonen wird natürlich niemals übergriffig und verdient das Vertrauen. Nur eine sehr kleine Minderheit übt Missbrauch aus und genau das verursacht die großen Probleme bei Schutzmaßnahmen.
  • Für kleine Kinder ab dem Kindergarten-Alter, in dem sie sprechen, zuhören und verstehen, ist der mit Abstand beste Schutz gute Aufklärung und liebevolle Erziehung zu Selbstbewusstein und Wehrhaftigkeit. Kinder sollen lernen, selbst Grenzen setzen zu dürfen, dass ihre Privatsphäre akzeptiert wird, dass sie Nein sagen dürfen und man sollte regelmäßig und viel mit ihnen über alles plaudern, so dass man früh merkt, wenn das Kind merkwürdige Erlebnisse hat. Das Kind muss so liebevoll und vertraut erzogen werden, dass es auch alles erzählen mag. Das wäre mit Abstand der beste Schutz!
  • Für alle Männer aus dem erweiterten Bekanntenkreis gilt durchaus, dass es kein negativer Generalverdacht ist, sondern dass man als Eltern durchaus seinen Bauchgefühl trauen sollte. Dazu gehört, dass man die Eltern von Spielkameraden bewusst alle kennenlernt, sich mal einlädt, beim Abholen plaudert, sich ein Bild von der Lage in den anderen Familien macht. Erst dann sollte man sein Kind dort hingeben oder gar übernachten lassen.
Antwort
von Othetaler, 80

Die Gefahr ist sicher kleiner, als sie scheint. Aber natürlich ist sie durchaus real.

Rede altersgemäß mit deinem Kind und erkläre ihnen, dass sie nicht mit Fremden mitgehen sollen und was eben alles dazugehört.

Und ich finde auch, dass Kinderbilder nichts bei Facebook oder generell im Internet zu suchen haben. Wenn du sie zeigen willst, dann nur auf privater Ebene (mit Passwort zum Beispiel) aber nicht frei zugänglich.

Antwort
von voayager, 16

Den Kleinkindern soll beigebracht werden, dass sie mit Fremden nicht mitgehen dürfen, dass sie lernen Nein zu sagen, wenn sie unsittlich berührt werden, dass sie lernen Hilfe laut zu rufen, wenn sie bedrängt werden und dass sie weglaufen sollen, wenn man ihnen zu nah tritt. Zu all dem gehört auch Aufklärung, dem Alter entsprechend vermittelt.

Sehr viel schwieriger ist es allerdings, wenn Sittenstrolche innerhalb der Familie oder Verwandtschaft vorkommen. Es gibt da meines Erachtens kein Patentrezept. Was da sehr wichtig ist, dass eine nahstehende makellose Person des Kindes, meist ist es wohl die Mutter,  sehr wachsam ist und Anzeichen von Unsittlichkeit rasch registriert und dann den Kontakt des Kindes mit der anrüchigen Person abbricht.

Antwort
von Tragosso, 53

Sie selbstbewusst erziehen, damit sie sich bei Dingen die ihnen unangenehm erscheinen, immer an eine Vertrauensperson wenden - Selbst wenn es sich dabei um eine andere Vertrauensperson handelt.

Antwort
von safur, 79

Schwierige Frage, kommt sicher auch auf das Alter an.

Ich denke mal du kannst dem Kind bewusst machen, es soll sich melden / nachfragen wenn jemand etwas mit ihm was macht was ihm nicht gefällt.

Bei einem befreundeten Paar gibt es ein Codewort. Möchtest du das Kind mitnehmen bzw. gibst vor du sollst es abholen dann fragt es dich nach dem Codewort. Ohne das Wort geht es nicht mit dir mit sondern wendet sich ab.

Trotzalledem - wenn du mal einpaar Dokumentationen guckst - gibt es immer Anreize die wohl das gelernte Verhalten übertrumpfen. Ich habe da vorkurzen mal eine Reportage gesehen da hat man "geschulte" Kinder mit kleinen Hunden beeinflusst oder irgendwelche Vorwände erfunden. Die Kinder gingen bis auf wenige Ausnahmen trotzdem mit.

Hilfsreich könnte auch hier wieder sein wenn das Kind erst fragen muss! Vielleicht übt man das auch mit nicht so nahen Bekannten.

Antwort
von kiniro, 24

Am besten genau im näheren Umfeld umschauen.

Die meisten solcher Taten werden innerhalb der Familie (vom Elternteil über Verwandte) begangen.

Antwort
von Turbomann, 32

@ melissasanchez

Indem man seine Kinder altersgerecht immer wieder darauf hinweist, dass man sich von Fremden nicht anreden lässt und lieber wegrennt.

Dass sie sich sofort melden sollen bei dir, wenn sie jemand anfasst, wo sie es nicht wollen und ihnen auch erklärt, dass sie sofort NEIN sagen sollen. Dass sie sich deshalb nicht schämen msüsen und sich deshalb nicht getrauen, sich dir anzuvertrauen. Sie jederzeit zu dir kommen können, ohne dass ihnen Vorwürfe gemacht werden.

Auch wenn es jemand aus der Familie sein sollte.

Auch dass sie mit niemanden mitgehen sollen, den sie nicht kennen, auch wenn der ihnen Sachen verspricht. (wie in der Werbung: komm ich zeig dir meinen Hasen)

Wenn sie jemand in der Stadt belästigen sollte, dass sie dann in Geschäfte gehen sollen und sich Hilfe holen.

Erfahrungsgemäß werden Kinder, die von zuhause auf solche Dinge vorbereitet werden, weniger - ich sage jetzt mal "angemacht" - als Kinder die nicht wissen wie sich in solchen Situationen verhalten sollen. 

Dass man ihnen auch aufzeigt, dass es in solchen Fällen Menschen sind, die nichts gutes von ihnen wollen und ihnen nur weht tun wollen.

Antwort
von DonkeyDerby, 50

Statistisch gesehen geht das natürlich am besten, wenn man sie von Familie und Freunden fernhält. Aus diesem Personenkreis rekrutieren sich nämlich weitgehend die Täter...

Antwort
von Soeber, 23

Ihnen sagen das sie nicht zu fremden Personen gehen sollen und acht darauf geben sollen. Falls etwas komisch erscheint sofort weg gehen... Halt schon von klein auf darüber auf klären.

Gruß

Antwort
von FooBar1, 38

Kontrolliert draußen spielen lassen. Z b. Eigener garten oder mit auf den Spielplatz.

Online beim Kind sein. Erklären was passiert und nicht aus fremden Seiten alleine lassen.

Der beste Schutz ist deine Zeit

Antwort
von Pfaffenhofener, 34

Von der Familie fernhalten. Daher stammen rein statistisch die meisten Täter. Ansonsten immer wieder mal auch spielerisch drauf hinweisen.

Antwort
von jule2204, 33

Den Kindern immer wiede einschärfen das sie niemals, egal was man ihnen abietet, mit Fremden mitgehen sollen.

Wobei bei sehr vielen Mißbrauchsfällen, wo Kinder die Opfer sind, der /die Täter oft im näheren Umkreis der Familie zu finden sind.

Antwort
von MrsTateLangdon, 42

Immer sagen, dass sie ja nicht zu Fremden ins Auto steigen..wurde uns immer eingebläut :D

Kommentar von DonkeyDerby ,

Nur dass die meisten missbrauchten Kinder eben nicht von Fremden missbraucht werden, sondern von der Familie und von Freunden und Bekannten.

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