Wie kann ich jemanden aufbauen, der mit dem Tod eines Angehörigen nicht fertig wird, obwohl dieser mittlerweile 1 Jahr zurück liegt.
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Die Zeit der Trauer ist bei jedem Menschen anders, es ist gut , wenn jemand da ist der zuhört (was oft nicht ganz leicht ist). Denjenigen auch öfter mal zu gemeinsamen Unternehmungen mitnehmen etwas anderes sehen, auf andere Gedanken bringen hilft mit der Zeit sicherlich. Manches braucht eben seine Zeit.
Für die Person da sein, wenn sie es braucht. Zuhören (auch wenn es das 50igste Mal ist). Verständnis haben.
Jeder hat eine andere Art mit schlimmen Verlusten umzugehen. Toll ist natürlich, wenn jemand einfach wirklich bedingungslos für einen da ist in einer schwierigen Situation. Zuhören, in den Arm nehmen ohne zu werten. Trauer gehört zum Leben dazu und ist ein wichtiger Prozess um weitermachen zu können. Manchmal hilft aber über schlimme Phasen sicher auch Ablenkung weiter, um nicht die Kraft zu verlieren weitermachen zu können.

Trauerarbeit ist für jeden Menschen anders.
Ein Jahr ist für manchen schnell vorbei, für viele Trauernde aber sehr kurz. Meine Großmütter haben nicht nur aus damaligen gesellschaftlichen Ansprüchen, sondern auch aus Trauer nie wieder geheiratet und ihre Männer jeweils mehr als 40 Jahre überlebt.
Viele Menschen, die ich kenne, verarbeiten noch immer den Tod liebster Angehöriger, auch wenn das Ereignis schon Jahre zurückliegt.
Man sagt so leicht: "Die Zeit heilt alle Wunden." -- Der Spruch sagt aber nicht, wieviel Zeit nötig ist.
Du kannst nichts weiter tun als den Menschen zu Aktivitäten motivieren, die ihn (zeitweilig) auf andere Gedanken bringen. Damit lässt sich oft Trauer mittel- bis langfristig gut überwinden.

Es kommt auch immer darauf an, wen man verliert. Eltern können den Tod ihrer Kinder wahrscheinlich nie verwinden. Und je älter sie sind, desto schlimmer ist es. Mein Bruder starb vor 11/2 Jahren und meine Mutter leidet immer noch sehr darunter. Ich versuche, sie am Leben teilnehmen zu lassen, unternehme was mit meinen Eltern, so oft es geht. Und wenn sie über ihn reden wollen, höre ich ihnen zu. Versuche aber auch Trost zu geben, oder auch mal kleine Geschichten von früher zu erzählen. Es wird eine Zeit kommen, da kann man sich mit einem Lächeln an gemeinsam verbrachte Stunden erinnern.
Du kannst nur für denjenigen da sein, den Rest muß er selbst besorgen, und sich wieder aus dem Loch rausziehen.
Hallo erstmal,
ich weis nicht wie ich mich verhalten soll. Mein Freund mit dem ich seit einem dreiviertel Jahr zusammen bin hat erst vor einem knappen Jahr seinen Vater verloren zu dem er ein sehr enge Bindung hatte. Ich habe ihn leider nie kennengelernt. Er zerbricht momentan fast daran zudem es seinem Opa dem es mehr als schlecht geht und jeden Tag mit dem Tod zu rechnen hat dazu kommt, und ich glaube ich mache es ihm zusätzlich nicht leicht weil ich nicht weis wie ich damit umgehen soll. Mal ist er gut gelaunt und man kann viele schöne Sachen zusammen unternehmen.Wo ich mir dann auch immer denke jetzt ist es besser und alles wird gut! Doch dann irgendwann verfällt er in einen Zustand der Depression ist ziemlich ruhig und reagiert auf alles gereizt, und launisch. Heute meinte er zu mir als ich bei ihm war ich soll mich doch verpissen worauf hin ich im anschliessenden Streit gegangen bin weil ich unendlich verletzt war. Mir kommt es vor als wenn diese Phasen immer schlimmer werden würde und ich erkenne ihn in diesem Moment gar nicht mehr und es verletzt mich so sehr das es schwer ist in diesem Moment damit umzugehen. ich bin immer für ihn da und höre immer zu und nehme ihn immer in den Arm, auch habe ich begriffen dass aufmunternden Worte keine wirkliche Hilfe sind. Ihm ist es wichtiger dass ich einfach nur da bin und auch da bin wenn wir seinen Vater auf dem Friedhof besuchen. Das tut mir so weh in leiden zu sehen. Ich versuche ihn manchmal mit Fröhlichkeiten und auch dummen Witzen aufzuheitern damit er wieder lacht. Ich weis ja auch nicht ob es in so einem Moment dann auch der drückende Punkt der Vater oder wieder Probleme in der Arbeit sind. Ich glaube ich mache das somit auf einem falschen Wege! er hat mir heute auch gesagt das ich nicht merke dass ich mit meinen dummen Witzen ihn nur nerve und ich ihn einfach nur umarmen soll. Das werde ich natürlich auch machen. Ich mache mir Schuldgefühle dass ich das nicht gemacht habe. Der Streit heute als er mich rausgeschmissen hat war sehr heftig und ich bin echt an meine Grenzen gekommen weil er wahnsinnig kalt reagiert und mich dabei sehr verletzt. Doch nach etlichen Telefonaten meinerseits hat er mir unter Tränen gesagt dass wenn ich auch noch gehe er daran zerbricht, ich werde ihn nie im Stich lassen auch wenn es sehr sehr schwer ist. Ich will ihm helfen, ich will mir helfen die Kälte in so einem Augenblick zu verkraften da ich ihn sehr liebe ist das sehr schmerzhaft. Ich möchte das er wieder lacht wohin kann ich mich denn wenden.. Kann uns/mir jemand helfen und einen Rat geben auch wie ich mich verhalten soll.
LG und vielen vielen Dank für die Antworten
Liebe jolilaa,
Du erhöhst die Chance auf hilfreiche Antworten, wenn Du Deine Frage auch als neue Frage unter http://www.gutefrage.net/frage_hinzufuegen stellst. An dieser Stelle geht sie vermutlich unter und wird übersehen.
Viele Grüße
Verena vom gutefrage.net-Support
Einfach da sein, wenn es nötig ist. Nach vielen Jahren weine ich immer noch ab und zu über den Verlust meines Vaters...
@ bommel65, das verstehe ich. mein Vater ist nun 17 Jahre gestorben und ich denke sehr oft an ihn und erzähle meinen erwachsenen Kindern was der Großvater zu diesem und jenem gesagt hätte. Aber es verändert sich doch mit der Zeit heute fallen mir meist die lustigen Dinge von ihm ein. Er war ein sehr humorvoller Mensch. So seltsam es klingt heute weiß ich viel mehr von ihm als früher. Aber fehlen tut er mir selbst heute noch.