Wie kann man jemandem helfen, der heute noch unter seiner Erziehung leidet?

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1 Antwort

Nun, wahrlich eine schlimme und erschreckende Geschichte. Doch Sie ist Ihren Weg gegangen, auch gegen den Willen Ihrer Eltern.

Jemand zu mobben, ist nie gut. Man sollte immer im Klaren sein, dass man vielleicht selbst mal Hilfe nötig hätte.

In deinem Fall wäre das jetzt angebracht :
Mach Sie zu deiner besten Freundin. Sofern du das auch möchtest. Unternimm was mit Ihr, habt Spass, sehr viel Spass. Und entschuldige dich beim ersten mal, das du Sie in der Schule gemobbt hast. Du warst selbst ein Kind und man kann als Kind noch nicht wirklich abschätzen, was sowas auslöst bzw. für Wirkungen erzielt. Es war nie deine Absicht, wirklich jemand zu schaden. Aber um das zu erkennen, war man noch zu unerfahren, jung und unter Druck von anderen. Anyway....das ist Vergangenheit.

Was jetzt zählt, ist die Gegenwart und Zukunft.

Ich wünsche euch Beiden viel Spass und jede Menge schöne Momente.

P.S. Apropos, ich hatte auch so einen Fall. Mit ca. 22 Jahren habe ich mich bei diesem Jungen (Mauro hiess er), entschuldigt. Es tat mir Leid, dass ich Ihn ab und wann mal gemobbt habe. Wobei ich auch oft Ihn in Schutz genommen habe und den anderen erklärt habe, dass ich das nicht gut finde oder gar lustig. Aber das wurde mir erstmals bewusst, als er wirklich weinend wieder ins Haus ging. Denn da wurde mir klar - heulend verjagt zu werden, dass kann nicht was gutes sein.

Er hat meine Entschuldigung angenommen und gemeint - Wir waren Kinder. Denn Sie wissen nicht, was Sie tun. ;)

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Kommentar von TrudiMeier
21.05.2016, 11:09

Ich muss sagen, als unsere Mitschülerin oft weinend nach Hause ging, fanden wir das eher lustig. Wir hatten gewonnen - Strike! Ihre Mutter kam häufig in die Schule, wir holten uns die Standpauke vom Lehrer ab und machten weiter - nur noch schlimmer. Ich schäme mich heute dafür. Zu meiner besten Freundin kann ich sie nicht machen, das wäre unehrlich. Ich glaube auch nicht, dass sie das will. Wir sitzen zusammen, trinken Kaffee und reden über alte Zeiten. Die Mobbinggeschichte machen wir nicht zum Thema. Ich weiß, dass sie das nicht vergessen hat. Ich weiß aber auch, dass sie speziell mir, das nicht nachträgt.  Viel schlimmer ist für sie wohl das, was sie in ihrem Elternhaus erlebt hat - das hängt ihr viel stärker nach als das Mobbing. Wenn ihr heute einer dumm kommt - sie ist schlagfertig und bringt jemanden mit einem Satz zum schweigen ohne ihn anzugreifen. Aber sie gibt demjenigen das Gefühl, dass ein blöder Spruch im luftleeren Raum verpufft und sie nicht angreifbar ist. Ihr Problem ist wirklich ihre Erziehung und dass sie sich wenig bis nichts zutraut.  Meine Hochachtung hat sie bzgl. der Erziehung ihres Sohnes. Der strotzt nur so vor Selbstbewusstsein, hat vor nichts Angst, einen riesigen Freundeskreis und traut sich so ziemlich alles zu. Wie kriegt man es mit so einem Hintergrund hin ein Kind so zu erziehen?

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