Frage von tommy40629, 65

Wie kann man in einer Bewerbung begründen, dass einem bestimmte Fächer gefallen haben?

Hey!

Ich denke jetzt seit fast 2 Stunden darüber nach, wie ich dem Personaler klar machen kann, warum mir die Fächer Mathe, Deutsch, Recht, Wirtschaft und Soziologie gefallen haben.

Das sind genau die Fächer, die für das Studium gebraucht werden.

Das Problem ist der geringe Platz von ca. 4 Zeilen. Wörtlich erklären könnte ich das.

Ich habe jetzt dies geschrieben:

In der Schule interessierten mich neben Mathematik besonders die Fächer:

Deutsch, Wirtschaft, Recht und Soziologie, weil die Auseinandersetzung mit diesen Fächern eine strategische Denkweise erfordern, die Inhalte interessant, ansprechend und spannend sind,....

Aktuell gebe ich dem Personaler nur einen Grund die Bewerbung in den Eimer zu werfen.

Weiß jemand, wie man das kurz begründen könnte.

Antwort
von dandy100, 23

"Deutsch, Wirtschaft, Recht und Soziologie, weil die Auseinandersetzung
mit diesen Fächern eine strategische Denkweise erfordern, die Inhalte
interessant, ansprechend und spannend sind,....
"

Sorry, aber das ist wirklich gequirlter Unsinn - das klingt so richtig nach an den Haaren herbeigezogenen typischen Bewerbungsphrasen - sowas zu lesen, darauf legen Personaler absolut keinen Wert, das kann ich Dir versichern - ich bin nämlich einer.

Kein Mensch interessiert sich für Literatur oder Wirtschaft, weil es eine strategische Denkweise erfordert.

Wenn Du Dich schwerpunktmässig immer schon für Mathe, Deutsch und Witschaft interessiert hast, dann schreibe es einfach genauso hin, sowas muss und kann man auch gar nicht begründen - und hüte Dich vor gestelzten Formulierungen und diesen Totschlagbegriffen wie Teamfähigkeit, analytische Denkweise und hohe Belastbarkeit.

Versetze Dich mal in die Lage eines Personalers, der täglich Bewerbungen liest, da überzeugt nur ein normales, in klarem guten Deutsch geschriebenes Anschreiben, das nicht so klingt als bestünde es nur aus schön klingenden, aber im Grunde inhaltsleeren Phrasen.

Deine Interessen teilst Du ganz einfach mit - Du begründest sie nicht

Kommentar von tommy40629 ,

Ich habe früher meine Bewerbungen immer so geschrieben, als wenn ich vor dem Personaler sitzen würde.

Ich habe von Anfang an mit einfachen Worten ehrlich beschrieben, welche Vorteile die Firma haben wird, wenn sie mich einstellt.

Dabei war der erste Abschnitt immer der lLängste.

Ich habe dadurch viele Zusagen bekommen.

Da ich aktuell eine Bewerbung für das Finanzamt, für ein Studium, schreibe, denke ich dass eine Behörde eine lockere Bewerbung weniger gern sieht.

Kommentar von dandy100 ,

Es geht hier keineswegs um eine "lockere" Bewerbung, sondern um klare nachvollziehbare Formulierungen in fehlerlosem astreinem Deutsch - gestelzte Phrasen aus Bewerbungsratgebern, die zwar klangvoll sein mögen, aber völlig sinnfrei sind, braucht kein Mensch. Das ist nichts weiter als aufgeblähte heiße Luft.

Wenn Du Dich tatsächlich in die Situation eines Personalers versetzt, dann würdest Du Dir ein Bild machen wollen, wen Du da wirklich vor Dir hast, und dabei nützen Dir Sätze, die ganz klar aus Büchern stammen überhaupt nichts, sondern nur klare und deutliche Ausssagen.

Im Übrigen ist es eine Unsitte, einen Arbeitgeber davon überzeugen zu wollen, welchen großen Vorteile es hat, gerade ihn einzustellen - das sind die Auswüchse des modernen aggressiven Marketings, die man auch für Bewerbungen mittlerweile empfiehlt.

Es geht in einer bewerbung nicht darum, offensiv klarzumachen, was für einen Gewinn man für das Unternehmen ist, sondern sich selbst mit allen Vorzügen so aussagekräftig wie möglich zu präsentieren - ob man einen Gewinn für die Firma darstellt, darüber macht sich der Arbeitgeber dann schon selbst ein Bild.

Es ist bekannt, was man Bewerbern in den entsprechenden Ratgebern alles so empfiehlt - und wird deshalb auch verziehen - aber es ist überaus wohltuend für jeden Personaler, wenn jemand diesem Richtlinien nicht folgt, sondern sich ausdrückt wie ein normaler Mensch: guter Stil ist nämlich klar und deutlich und niemals gestelzt und verschachtelt - und dieses ewige Gerede vom analytisch strategisch denkenden, teamfähigen und natürlich flexiblem Mitarbeiter, hängt jedem Leser zum Hals heraus, das kann ich Dir versichern - schon alleine, weil das jeder schreibt, hat es nicht die geringste Aussagekraft.

Übrigens: Das Foto ist von entscheidender Bedeutung für die Bewertung einer Bewerbung. Wer sich da Mühe gibt und zum Fotographen geht, hat schon mal gute Karten, denn man möchte sehen, dass jemand Zeit und Mühe investiert hat.

Antwort
von Cosmicchaos, 23

Denk zunächst nicht an den Platz den du zur Verfügung hast. Versuch deine Ansichten erstmal aufzuschreiben und das Wesentlich später rauszukristallisieren.

Was genau hat dir denn an den Fächern gefallen? Oder war es da schon dein Wunsch das Studium zu machen und du wusstest gut um die Bedeutung der Fächer und hast dich deswegen mehr dafür engagiert?  Das würde z.B. von hoher Zielstrebigkeit zeugen.

Es gibt aber gut auch andere Begründungen. Wichtig ist, dass du deine Gründe findest, wenns auch erstmal ein längerer Text wird. Kürzen kannst du dann immer noch.

PS: Wenn dein Studium kurz vor dem Ende steht, oder schon zu Ende ist, verschwende nicht zu viel Platz mit der Schulzeit...

Antwort
von salome77, 11

Ich würde mich an Deiner Stelle auf zwei, maximal drei Fächer beschränken und präzise begründen, warum Dir gerade diese gefallen. Und dann sollte die Begründung ehrlich sein und nicht solche Phrasen wie oben.

Antwort
von Karaseck, 15

Ich würde die Fächer nur aufzählen und gar nichts begründen. An deinen Noten wird man ja sowieso erkennen können in welchen Fächern du gut warst.

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