Ich weiß, networking ist unheimlich wichtig geworden. Ich tue mich sehr schwer damit, weil ich immer das Gefühl habe, dass es so berechnend wirkt. Einen Studienkollegen nach 2 Jahren Pause anzurufen, nur weil der beruflich in einer spannenden Position sitzt, das ist nicht mein Ding. Wie gelingt es euch ein Netzwerk zu knüpfen, welches wirklich weiterhilft.
Das ist in erster Linie eine Frage der eigenen, inneren Einstellung. Wenn Sie damit Probleme haben, sollten Sie erst einmal Ihre eigene Einstellung zu Netzwerken überdenken. Wie viele Empfehlungen haben Sie selbst schon gegeben? Haben Sie jemals Dank dafür bekommen? Und übrigens: Eine höfliche und ernstgemeinte Bitte wird wohl kaum jemand schroff ablehnen. Ich denke, Sie haben einfach Angst davor, dass der Angesprochene mit "nein" antworten könnte.
Am besten die betreffenden Personen anmailen mit der höflichen Bitte, sich mal interessehalber die eigene Homepage (-Link natürlich einkopiert-) anzusehen und dort einen entsprechenden, aussagekräftigen "Projektplan"-Text plazieren.
Wie optimist schreibt ist es wichtig, erstmal für einen selbst das Negative aus dem networking auszublenden. Denn in vielen Berufen ist es schlicht essentiell gute Kontakte zu haben.
Mir hilft dabei es regelmäßig im Kalender einzutragen und bewußt zu tun und zwar in beide Richtungen. Anderen helfen und auch um Hilfe fragen. Leute die ich spannend finde (und die mich leiden können) regelmäßig treffen, und zwar schon bevor man was von denen braucht. Oder Online z.B. Xing nutzen und spannende Kontakte neu knüpfen. Ist halt wirkliche Arbeit, macht aber auch viel Spaß und ist eine schöne, lohnende Abwechslung.
Berechnend wirkt das alles denke ich nicht, wenn man natürlich wirkt und echtes Interesse an den Personen zeigt.