Frage von 141080, 34

Wie kann man Fehlstellen in Platin erkennen?

Wie lässt sich ein Stab aus Platin auf Fehlstellen untersuchen? Es sollte zerstörungsfrei sein.

Antwort
von Midgekiller, 22

Hallo,

was für Fehlstellen möchtest du denn untersuchen? Für oberflächliche Risse o.ä. kommen beispielsweise mehrere zerstörungsfreie Tests wie "Farbeindringtest" oder "Magnetpulvertest" infrage. Für tiefer liegende Fehlstellen kannst du dein Bauteil auch mit Ultraschall untersuchen. Oder, wie bereits genannt, mit einer Röntgengrobstrukturanalyse - entweder als einfach Durchleuchtung oder eine computertomographische Aufnahme. Falls du nur andere oberflächliche Fehler meinst wären vielleicht auch einfach lichtmikroskopische oder rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen möglich (natürlich ohne zerstörende Präparation). Also müsstest du erstmal wissen, was für Fehlstellen du suchst, an welcher Position und in welcher Größenordnung.

Grüße,

Midgekiller

Kommentar von 141080 ,

Ich möchte untersuchen, ob ein Platinring geschweisst wurde oder ob er aus einem Block gefertigt wurde. Dafür müsste ich ins Material reinschauen können. Im Labor unterm Mikroskop sieht man da leider keine Kanten und nichts.

Kommentar von Midgekiller ,

Achso, da hatte ich natürlich an ganz andere Fehlstellen (nur oberflächlich) gedacht. Leider ist das Schweißen von Platin nicht unbedingt meine Kernkompetenz... allerdings sollten - falls denn eine Schweißnaht vorhanden ist - dort vermehrt Poren auftreten. Von daher ist der schon mehrfach genannte Vorschlag der Röntgengrobstrukturanalyse auf jeden Fall zielführend, falls du Zugriff auf diese Untersuchungsmethode hast (am besten natürlich Mikro- bzw. Nano-CT mit automatisierter Mikroporenanalyse). Eine Untersuchung mit Ultraschall wird vermutlich auflösungsbedingt und wegen der (nehme ich jetzt einfach mal an) filigranen Geometrie nicht möglich sein. Normalerweise sind Schweißnähte auch gut im Schliff mit einer passenden Makroätzung lokalisierbar, was ja aber aufgrund des zerstörenden Verfahrens nicht infrage kommt. Eine weitere Blitzidee wäre, das Bauteil mithilfe von Röntgendiffraktometrie auf Eigenspannungen hin zu untersuchen. Die sollten in der Nähe einer Schweißnaht anders sein als im restlichen Material. Problem hierbei wäre wieder, dass kein Diffraktometer griffbereit ist und die Messungen über ein ganzes Bauteil ewig dauern. Außerdem habe ich das noch nie so ausprobiert und kann hier nur ins Blaue raten ob das klappen würde.

Antwort
von Herb3472, 17

Ich denke doch, üblicherweise mit Röntgenstrahlen, wie andere Metalle auch?

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