Wie kann man einen Stubenhocker "bekehren"?

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6 Antworten

Ich meine, da geht nur, etwas bieten, das erheblich interessanter ist als in der Stube zu hocken.

"Laß uns mal etwas unternehmen" ist für diesen Zweck meistens nur unvollständig und dann wirkungslos. Denn Stubenhocker kennen naturgemäß nicht viel von dem, was woanders läuft. Es muß ihnen also erst einmal gezeigt werden, damit sie es interessant finden können.

Hinzu kommt auch noch der Effekt wie es oftmals bei Schuhen der Fall ist: Die ausgelatschten Treter können viel bequemer sein als die teuren neuen Schuhe.

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Als bekennender Stubenhocker kann ich nur sagen, dass es relativ wenig gibt, was einen derart veranlagten Menschen tatsächlich ins Freie oder zu mehr Aktivität verlockt. Eigentlich gibt es nur eine einzige Sache, die hier wirklich hilft: heftiges Eigeninteresse. Man muss es selber wollen und selber ein großes Interesse an der Sache haben.

Ich wohnte selber immer in Gegenden, wo man wirklich gut entweder ein kulturelles oder landschaftliches Angebot hatte. Es hat mich auch jedes mal gefreut, wenn ich mich tatsächlich zu der einen oder anderen Sache habe aufraffen können. Aber davon war halt nichts mit dabei, dass mein Interesse so geweckt hätte, dass ich es unbedingt tun MUSSTE. Und das ist eben der Punkt.

DEIN Freund müsste etwas für sich finden, was ihn dermaßen reizt, dass er eben freiwillig raus gehen möchte. Er wird das sicherlich ab und an dir zu liebe durchaus gerne mitmachen, aber halt wahrscheinlich eben nicht aus eigenem Antrieb !

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Sei nicht böse, aber da kann ich dir wenig Hoffnung machen. Das sind Gewohnheiten die in der Kindheit geprägt werden und sich nicht mehr grundsätzlich ändern werden. Du ersparst dir viel Leid wenn du dich beizeiten damit abfindest und dich an den wenigen Gelegenheiten freust wo du ihn mal aus dem Haus bekommst.
Aber da die Hoffnung zuletzt stirbt:
Für irgendwas muss er sich doch interessieren. Wenn er zum Beispiel gern liest, dann erkundige dich ob es in der Nähe ein Lesecafé gibt. Und dann verbringt man eben dort ein oder zwei Stunden. Hauptsache erstmal den A... hochkriegen. Später könnte man es mit "gewagteren Ausflügen" (:-) versuchen. Jedenfalls musst du geduldig sein.

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Ich finde du solltest einfach aufpassen, dass du ihm kein schlechtes Gewissen machst, wie er sein Leben lebt. Es gibt einfach Menschen die kommen alleine nicht hoch. Primär sollte es dein Ziel sein herauszufinden ob er damit glücklich ist oder ob er sich einfach so lustlos fühlt und es ihm schlecht dabei geht den ganzen Tag "nichts" zu machen. Andererseits kennt er seine Umgebung ja schon und was man jeden Tag um sich herum hat schätzt man einfach nicht so wie andere die so eine schöne Landschaft nicht ein Leben lang vor der Haustüre haben. Und so lange er immerhin etwas mit dir unternimmt sollte dich das nicht stören was er mach wenn er alleine ist. Du kannst und solltest nicht sein ganzes Leben kontrollieren, wenn du weisst was ich meine. also kurz: so lange es keine negativen Auswirkungen auf sein Befinden macht, würd ich mich an deiner Stelle da raushalten :)

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Das klingt so, als hättest Du bereits diverse Versuche unternommen ihn zu motivieren - erfolglos! Das könnte daran liegen, dass er so glücklich ist, wie es ist. Vielleicht solltest Du mal daran denken, was er möchte und nicht was Du möchtest (nicht böse gemeint). Anscheinend hat er einfach keine Lust dazu, also warum ihn zu etwas zwingen, was er nicht möchte.

Wenn er so zufrieden ist, lass es so! Das ist jedenfalls meine Meinung.

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Du kannst andere nicht ändern, nur dich selbst. Es ist auch in Ordnung, wenn man nicht ALLES gemeinsam macht. 

Man könnte das auch umdrehen, dein Freund würde vielleicht fragen: "Was kann ich nur machen, Sie will immer raus, dabei fühle ich mich ja wohl und zufrieden, wenn ich zu Hause bleiben kann, habe da da soviel Interessantes, dem ich nachgehen kann"

Redet mal darüber, nicht mit dem Ziel, den andern ändern zu wollen, sondern einen Weg zu finden, mit dem ihr beide gut leben könnt. 

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