Ceyda am 03.11.2007 um 23:14 Uhr
Stellt euch vor, ihr hattet in der Vergangenheit eine sehr gute Person als Freund/in. Ihr wart unzertrennlich und habt euch immer gut verstanden bis zu jenem Tag, an dem alles zur Vergangenheit wurde und ihr kein Kontakt mehr habt. Ihr könnt die Person aber nicht vergessen. Würdet ihr dennoch den ersten Schritt machen. Oder währt ihr viel zu Stolz dafür, da ihr eurer Meinung nach zu Unrecht schlecht behandelt wurdet. Man hat immer Angst vor eine Abweisung. Dennoch würde es mich interessieren, wie manche mit ihrem Stolz umgehen. Ihr könnt die Person nicht vergessen und wollt noch eine Freundschaft.
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Was spricht dagegen, dem Menschen offen und ehrlich zu sagen, dass man ihn und seine Freundschaft vermisst? Dann kann man evtl. auch das "Unrecht" miteinander aufklären. Das hat doch alles nichts mit Stolz zu tun. Und falls auf der anderen Seite kein Interesse mehr an Kontakt besteht, so kannst Du Dir sagen, dass Du zumindest nichts unversucht gelassen hast. Sonst wirst Du Dich ewig fragen, was wäre gewesen wenn.
Also, spring' über Deinen Schatten.

Ich würde auf jeden Fall versuchen wieder Kontakt aufzunehmen. Mehr als eine Zurückweisung kannst du nicht bekommen. Immerhin besser, als sich ewig vorzuwerfen, man hätte eine Chance zur Versöhnung vertan.

Leider schreibst Du nicht, warum Ihr den Kontakt abgebrochen habt, deshalb ist die Antwort schwer. Bei normalen Streitigkeiten, sollte man nach einer gewissen Zeit, über dem stehen was gesagt wurde, wenn man merkt, dass einem an der Person doch noch so viel liegt. War der Grund tiefergehend, hilft mir, mir diesen Streit immer wieder präsent zu machen, um nicht zu vergessen, warum der Kontakt abriß. Mit der Zeit verblaßt dann die Erinnerung an den Menschen.

Ich selbst tue mich auch schwer den ersten Schritt zu gehen.Aber ich denke , dass man z.B. mit einem Geburtstagsgruß o.ä. seine Fühler ausstrecken kann.Wenn dem Gegenüber etwas an der Freundschaft liegt wird sich der Kontakt festigen.

Ich sage mir immer: Es ist besser zu scheitern, als es nie versucht zu haben.
Wenn meine Freundin mich ungerecht behandelt, dann sage ich ihr das. Wenn ich sie vermisse, auch. Eine wahre Freundschaft hält unangenehme Wahrheiten und auch kleine Ungerechtigkeiten aus. Und eben deshalb, weil man eben auch über seine Gefühle sprechen kann und will.

Ich kenne so eine Situation. Hat mich den Glauben an die Menschheit gekostet. Ich habe viel viel Zeit gebraucht um überhaupt wieder nur einem Menschen trauen zu können. Nun hake ich das als Lebenserfahrung ab. Nie nicht werde ich diese "Freundin" anrufen oder jemals wieder Kontakt haben wollen. LG Lotusblume
Wegen eines Einzelereignis, oder auch mehrerer lohnt sich nicht den Glauben an die Menschheit zu verlieren, das ist unnoetig Selbstausschluss von viel Leben. Gruss von der Insel
Ich weiß nicht, was vorgefallen ist, also kann ich auch keine definitive Antwort geben (mal davon abgesehen, dass es die optimale Antwort hier sowieso nicht geben kann)
Wenn dir was an der Freundschaft liegt, musst du eben damit leben, dass auch in der besten Freundschaft manchmal nicht alles bestens ist und auch dort Unrecht geschieht, oft ohne dass dies dem anderen überhaupt bewusst ist.
Wichtig ist in einem solchen Fall vor allem auf denjenigen zu zu gehen und ihm/ihr eventuell nicht gerade beim ersten Treffen Vorhaltungen zu machen, weil man ja ungerecht behandelt wurde.
Das kann man später klären indem man demjenigen sagt, dass man ja schon viel früher wieder Kontakt haben wollte, aber sich eben falsch behandelt fühle.
Auf keinen Fall würde ich aber die sich neu formende Freundschaft mit Schuldzuweisungen beginnen - das hilft dem eigenen Stolz auch nicht weiter und erschwert einem das Leben.
Und das nächste mal würde ich es eben gleich sagen, dass mich etwas verletzt hat, auch wenn es eventuell garnicht so gemeint war - was hier zählt ist einzig das Gefühl verletzt worden zu sein, nicht die Absicht des anderen. In einer Freundschaft sollte man so ehrlich sein und soetwas auch sagen, denn der Freund/die Freundin möchte einen in aller Regel ja nicht verletzen.

Dummheit und Stolz wachsen auf dem selben Holz
Wenn ich wirklich interessiert bin an dem Erhalt der Freundschaft, suche ich das Gespräch und stelle mich selbst auch in Frage.
Und natürlich stellt sich die Frage, was den UNRECHT ist. und wer von uns beiden evtl. unrecht handelte.
Zum Thema passend eine Buchempfehlung: "Ich vergebe" von Terlipp; Verlag Kamphausen

Auch ich hatte so eine "Freundin", es kommt auf die Person und die Situation an, würde ich mal sagen. Bei uns war es so, daß ich Schluß gemacht habe. Es gibt kein Zurück mehr, obwohl ich manchmal an sie denke, was macht sie wohl heute. Aber sie hat mich und meinen Mann echt schlecht behandelt, ausgenutzt, belogen, versuchte uns auseinander zu bringen, tägliche Anrufe, die bald zur wahnhaften Kontrolle wurden (wo gehst du hin, wann kommst du wieder?). Sie war körperlich krank, das hat sie bei mir ausgenutzt und seelisch, was ihrem Kontrollzwang über mich betraf. Es ging einfach nicht mehr, ich ging daran bald kaputt.. Danach kamen nur noch böse Anrufe, SMS, Briefe, habe einfach nicht mehr reagiert, bis es von selbst aufgehört hat.
mal sehen was die zukunft bringt, wer sich an der vergangenheit richtet, kommt nicht voran
du auch
Lieber Mehamm123, bitte achte doch in Zukunft darauf, daß Deine Antworten Sinn machen und dem Fragesteller weiterhelfen. Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support