Betreffende Person (bald 70 J./weiblich) wohnt alleine in einer 5-Zimmer-Wohnung (!), wovon fast kein Zimmer mehr begehbar ist. Ist sonst eine aufgestellte, gepflegte Frau. Wohnung ist an und für sich sauber. (Kein Dreck, nur eine Riesenmenge an "allem Möglichen"). Familienangehörige, bis auf mich, lässt sie nicht mehr in die Wohnung. Dieses Problem besteht schon seit vielen Jahren. Leider nimmt sie keine Hilfe an. Wenn man sie darauf anspricht, endet es meistens im Streit und in Tränen. Soll man solche Menschen einfach akzeptieren wie sie sind? Natürlich hab ich auch schon versucht, mich im Internet schlau schlau zu machen, bin aber nicht wirklich weitergekommen. Kennt sich jemand mit diesem Problem aus?

Ja ich würde es akzeptieren. man kan sowas therapieren, aber es ist extrem aufwändig. Wenn sie mit dem Zustand so umgehen kann sollte man sie nicht noch mehr stressen (also nicht mehr darauf ansprechen : )

Hatte so einen Fall in der Familie - Du kannst gar nix machen, wenn die betreffende Person nicht einsieht, dass sie psychologische Hilfe braucht.
Kurz und bündig, aber wahrscheinlich die "traurige aber wahre" Antwort....
Das Problem ist, dass sich diese Menschen zuerst bewusst sein müssen, dass sie Hilfe brauchen. Meistens sehen sie es gar nicht ein, dass es schon so schlimm ist und lachen nur, wenn du etwas von Therapieren erwähnst.Aber ich weiss, dass sie sehr unglücklich und unzufrieden mit der Situation ist.
Diese Frage hab ich mir im Zivildienst auch öfters gestellt. Das Problem ist, wenn sie nichts ändern will, ist es nahezu unmöglich dem nachzuhelfen... Es gibt die Möglichkeit einer Entmündung, die aber nur in Frage kommt wenn für sie und ihre Umwelt keine andere Möglichkeit mehr besteht. Die daraus resultierenden Folgen sollten aber eigentlich solch eine Lösung ausschließen. Das Problem bei "Messies" ist, dass sie eigentlich kein Probleme sehen und mit ihrer Situation zufrieden sind. Ich habe mehrere Leute kennengelernt und habe nur eine Lösungsmöglichkeit gefunden, die wirklich bei allen geholfen hätte: Es gab immer besondere Erinnerungen z.B. an Urlaube. Wenn sie diese Erinnerungen wieder "auffrischen" könnten und mal aus der Bude kommen würden, könnte man dieses "Einigeln" evtl reduzieren
Meine Mutter verlässt ihre "Bude" nur allzugerne, ihr würde sonst die Decke auf den Kopf fallen. Ist sie mehrer Tage mal zu Hause, wird sie schon win wenig depressiv. Zufrieden, ja und nein.

Das geht nur "Stück für Stück" und mit viel Geduld. Es muß Vertrauen aufgebaut werden. Ein langer Weg...

wenn es sauber ist, also kein Müllgesammelt wurde, sondern einfach nur alles aufbewahrt wird (Zeitungen ohlgeordnet seit 7 Jahren usw.), glaube ich nicht das die ein Messie ist. könnte eine andere psychische Erkrankung sein.
teppichhai am 9. März 2009 20:17 Ich denke da kann man wohl von ausgehen, daß eine psychische Erkrankung vorliegt (ich weiß ferndiagnosen soll man ja nicht machen...)

Ich würde mich an den Sozialdienst deiner Stadt wenden.
Blackshep am 9. März 2009 20:16 Hab ich auch gedacht, aber die dürfen nichts machen ohne Einverständnis der betr. Person!
Das ist genau der Punkt. Es gibt auch Selbsthilfegruppen. Aber eben, wie bekommt man sojemanden dorthin, wenn er nicht von sich aus geht?
Ich spreche sie schon lange nicht mehr an, darum bin ich wohl die Einzige, die sie noch in die Wohnung lässt. Es handelt sich um meine Mutter. Leider halte ich es nie lange aus bei ihr und jedesmal wenn ich gehe, könnte ich losheulen. Langsam aber sicher habe ich dadurch ein Problem, denn da sie keine leute empfangen kann und sonst eigentlich eien gesellige Person wäre, dinden ihre Feste ( Geburtstag usw. bei mir zu Hause statt, und ich hab dann die ganze Arbeit. Tu ich ja eigentlich gerne für sie , aber trotzdem...kann ja nicht immer so weitergehrn
OK, wenn es deine Mutter ist - das ist natürlich was anderes ... : (