Wie kann man eine psychische Erkrankung beweisen?

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15 Antworten

Ich war Epileptiker, ebenso eine Krankheit die man nicht wirklich sehen kann(außer in den kurzen Momenten der Anfälle) Ich musste mir so viel böses anhören, sei nur ne Ausrede, weil ich am Wochenende nicht Fahrer sein wollte und sowas. Ich habe sehr gelitten und kann gut nachempfinden, wie es dir geht. Mit dem Rat "scheiss auf das, was andere sagen/denken" haben alle natürlich Recht, nur wenn man eh schon unter etwas leidet, triggern solche Spüche aus dem Verwandten und Bekanntenkreis nunmal. Der Mensch hat ein Problem damit Krankheiten anzuerkennen, die er nicht sieht. Kein Mensch würde sagen "stell dich nciht so an" wenn du mit Gipsarm vor ihm stehst, aber bist du am Ende, aufgrund eines heftigen Migräneanfalls, dann kommen die blöden Blicke "ach ist doch nur ne Ausreden, der will nur nicht..." Ein großes Problem unserer Gesellschaft... :( Leider kann ich dir da keinen Mut machen, diese Leute werden dich wohl nie verstehen, meiner Erfahrung nach.

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Leider gibt es in vielen Familien auch Menschen, die psychische Erkrankungen usw. nicht wahrhaben wollen. Menschen, die davon keine Ahnung haben, aber meinen, zu wissen, der Betroffene tut nur so als ob.

Was Du hast, sieht man Dir nicht an. Verletzungen sieht man, Verbände usw.- aber das leider nicht.

Fakt ist, wenn fachärztliche Diagnosen nicht als Beweis ausreichen, kannst Du solchen Menschen nichts beweisen.

Du kannst den Kontakt zu der in einem Kommentar erwähnten Tante und zur Restfamilie abbrechen. Schwer wird es allerdings, wenn diese Leute euch zu Hause besuchen und so dreist sind, in Dein Zimmer zu gehen und Dir das unterstellen bzw. dies vor Deiner verschlossenen Zimmertür tun.

Oder- Du besprichst das Problem mit einem Deiner behandelnden Fachärzte und fragst, ob dieser nicht bei einem Hausbesuch (falls die sowas machen)- oder bei einem Familientreffen in seiner Praxis Deinen Zustand all jenen erklären könnte, die Zweifel haben. Denn- genau das, diese Unterstellungen sorgen u.a. dafür, dass man da noch schwerer rauskommt.

Wenn Deine Eltern zu Dir halten, können sie notfalls auch anwaltlich erwirken, dass die anderen aufhören, Dir das zu unterstellen- ich denke, wenn der Tante und den anderen eine Unterlassungslage angedroht wird mit einem zynischen Anwaltsbrief, sollten sie zumindest aufhören, es in Deiner/eurer Gegenwart zu sagen- deren Meinung wird es leider kaum ändern.

Notfalls solltest Du darüber nachdenken, ob Du nicht versuchst, mit Jugendlichen mit ähnlichen Problemen in eine betreute WG oder in ein darauf spezialisiertes Internat zu ziehen, wenn Deine Eltern Übergriffe Deiner Familie nicht verhindern können. Vielleicht bist Du in diesem geschützten Rahmen auch wieder schulfähig.

Wichtig ist, dass Du Dich voll und ganz auf Deine Therapien/Behandlungen konzentrierst.

Das Schauspielerei nichts bringt, weißt Du selbst- ohne Schulabschluss bekommt man keine oder kaum eine Ausbildung, ist dann wenn überhaupt lebenslang der Hilfsarbeiter in Leihfirmen oder arbeitslos... keiner, der bei klare Verstand ist, will so ein Leben.

Und- bei all Deinen Klinikaufenthalten wäre es sicher aufgefallen, wenn Du nur so tust als ob. In solchen Kliniken sind nicht nur einfache Psychologen- sondern Psychiater- denen spielt man nicht so leicht etwas vor.

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Wers einfach nicht warhaben will, dem kann man auch nicht helfen. Deine Situation ist wirklich alles andere als lustig.

Leider gibt es für Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen etc. keine Bluttests oder ähnliches. Die Diagnose beruht also auf dem Gespräch zwischen Arzt/Psychologe und Patient.

Also wenn jemand schon stationär war und in ambulanter Therapie ist, was meinen deine Verwandten eigendlich? Dass das Ganze einfach geil ist durchzumachen? Sollen sie sich doch mal eine psychiatrische Klinik anschauen und schwer depressive Menschen treffen. Vielleicht kappieren sie dann was das heisst.

Sorry rege mich gerade auf, also sachlich bleiben. Hmmm, grundsätzlich kann man niemandem etwas beibringen, der nichts lernen will. Ich kann dich nur ermutigen deinen Weg zu gehen. Mache eine Therapie und wenns nicht anders geht dann nehme Medikamente.

Falls du schon Medikamente nimmst (z.B. Antidepressiva), dann gib deinen Verwandten doch mal ne Dosis (musste erst abklären ob das legal ist). Sie werden viele Nebenwirkungen haben. Dann sagst du: "meint ihr ich ziehe mir das Zeug aus Spass rein?"

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Ich weiß nun nicht, wie alt du bist aber wenn du noch zur Schule gehst, gehe ich mal davon aus, dass du noch bei deinen Eltern lebst und auch nicht grade die Möglichkeit besitzt, da raus zu kommen.

Und da du da bestimmt nicht raus willst, sondern nur deren Glauben an dessen, was eigentlich schon bewiesen worden war, kann ich dir nur Raten einfach zu versuchen weiter zu machen. Du selbst weißt, dass es dir nicht gut geht und sie stecken nicht in deiner Haut. Wenn sie dafür kein Verständnis haben, dann handeln sie als Familie nicht richtig. Eine Familie ist füreinander da und wenn du schon stationär behandelt werden musstest und schon einiges bei dir ärztlich festgestellt wurde, dann ist das kein Zuckerschlecken. Gerade dann sollten sie sehen, wie es um dich steht und dich unterstützen. 

Suche das Gespräch mit deiner Familie und sag ihnen, dass das ganze für dich schwer ist und was du von ihnen erwartest. Wenn sie immer noch der Meinung sind, das ganze wäre nur Larifari, würde ich eine Familientherapie in Anspruch nehmen. Ansonsten kann einem das Jugendamt auch weiterhelfen, die sind für solche Sachen auch da und hören sich das ganze erst mal an. 

Wenn du trotz allem nicht weiter weißt, ruf mal bei der Nummer gegen Kummer an, die setzen sich auch mit so was auseinander und du kannst dir in erster Linie all deine Sorgen vom Leib reden. Die helfen dir mit weiteren Anlaufstellen und haben in so was mehr Erfahrung als ich. 

0800-111-0-333 ist deren Nummer und der Anruf ist völlig kostenlos. Zudem kannst du anonym bleiben.

Ansonsten hoffe ich, dass du mir deiner Familie reden kannst und sie zur Besinnung kommen und erkennen, wie es um dich steht. Weiterhin wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg!

Mit lieben Grüßen

Erika

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Wenn deine Verwandten dir nicht glauben wollen, dann nutzt wahrscheinlich ein ärztliches Attest auch nichts. Die Frage ist, warum wollen sie dir absolut nicht glauben. Man geht  doch nicht zum Spaß in stationäre Therapie, bzw. würde man gar keinen Therapieplatz bekommen, wenn man nicht krank wäre. Aber eigentlich ist das nicht so wichtig. Viel schlimmer finde ich, dass dein Zustand so schlecht ist, dass du schulunfähig bist. Da gilt es anzusetzen, damit du möglichst bald wieder an einem geregelten Leben teilhaben kannst. Nimmst du denn keine Medikamente?

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Gar nicht. Das ist sicher sehr schmerzlich, aber das lässt sich nicht ändern.

Das einzige, worauf du dich konzentrieren solltest, ist deine Arbeit an dir und den seelischen Ursachen der Symptomatik.

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Ich bin Diabetikerin (ich weiß, ganz was anderes) aber aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: Leute, die in ihrer Welt leben wollen - bleiben da auch. Egal was du sagst. Wie oft ich schon DInge zu meiner Krankheit gehört hab, die einfach nur blödsinnig waren... Da muss man dann einfach aud Durchzug schalten. Ich weiß, es ist schwer!

Du kannst es ihnen 1 oder 2 Mal erklären. Aber wenn sie dir nicht glauben wollen, wird sie wahrscheinlich auch nichts dazu bringen. Ich würde mir überlegen nur noch möglichst selten zu Familientreffen zu gehen...

Hauptsache deine Eltern stehen hinter dir! :)

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Erst einmal muss ich sagen, dass ich selbst Depressionen und Ängste hatte. Ich war selbst schulunfähig und fast ein ganzes Schuljahr krank geschrieben. 

Das Problem an Depressionen ist, dass man diese Krankheit weder sehen, noch anfassen kann. Das macht alles sehr schwer bis gar nicht verständlich für Außenstehende. Meine gesamte Familie, außer meine Oma, hat mich nicht verstanden. Ich habe jahrelang meine Depressionen erfolgreich "versteckt". Aber nachdem sie einen Zusammenbruch von mir, live miterlebt haben, haben sie mich besser verstanden. 

Meine Familie, besonders meine Mutter, hatten riesige Schuldgefühle, weil sie es nicht bemerkt hatten. Kann es sein, dass deine Familie es nicht wahrhaben will, dass du Depressionen hast, weil sie sich schuldig fühlen? 

Aber ich würde, an deiner Stelle, einen Sch*** darauf geben, was deine Familie denkt. Wenn du deine Kraft dafür verschwendest, deine Familie, die eigentlich hinter dir stehen sollte, zu überzeugen, dass du wirklich krank bist, macht dich das noch mehr fertig. Um Gesund zu werden musst du dich ganz auf dich konzentrieren. 

Ich wünsche dir alles Gute, viel Glück und eine schnelle Genesung. LG Apfelbaum23

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Gar nicht?!

Was interessiert Dich, was andere von Dir denken?

Hauptsache, Deine Eltern stehen hinter Dir! Alle(s) andere ist doch sch...egal!

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gar nicht, die wollen einfach nicht wahrhaben das jmd nicht so mit stress klarkommt, geb ein scheiß drauf und fokussiere dich auf dein problem.. finde es ehrlich gesagt echt schade das deine eigene familie nicht zur seite steht.

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Eine psychische erkrankung kann man nicht beweisen. Ob du jetzt wirklich krank bist oder es wirklich nur vorspielst man kann es nicht beweisen. Weder können die leute beweisen dass du das alles nur vorspielst noch können sie beweisen das du wirklich krank bist. 

Ich habe auch alle diese erkrankungen die du hast plus noch ein paar mehr, aber selbst bei deinen würde ich sagen, das ein vorspielen viel kraft kosten würde weil man beim vorspielen immer auf alles achten müsste. 

Also konzentriere dich auf dich und achte darauf was du empfindest und brauchst. Entweder wollen es deine verwandten nicht wahrhaben das ihre cousine enkelin oder was auch immer krank ist oder sie meinen es einfach so weil sie es nicht anders glauben. Bei mir ist es z.b. Der eigene vater der es nicht wirklich glaubt und ich muss mich selbst da durchsetzten und ihm halt das glauben lassen mache aber trotzdem das was ich für richtig halte. 

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also als ich mal in nen tiefes loch gefallen bin war absolut kein beweis nötig.

Man sah mir meinen zustand an und es wurde auch immer schlimmer. Wenn ich bilder von damals sehe... Ich sah aus als wollte ich sterben und dem war damals auch so.

Hab mir selbst nie was angetan aber wie gesagt mir hat das jeder direkt angemerkt. Ich bin oftmals nichtmal vor den autos oder so ausgewichen sondern einfach so über die straße gelaufen in der hoffnung das einer mal nicht bremsen würde.

Ich denke wenn du wirklich psychisch krank bist dann merkt das selbst der größte vollidiot. Die eigene familie erstrecht.

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Kommentar von billigparfum
02.11.2016, 16:19

Sag das mal meiner Tante, die all meine Verhaltensweisen als bloßes Schauspiel deklariert.

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Kommentar von billigparfum
02.11.2016, 16:42

Achso, es ist jetzt also schon "verdächtig", dass ich keine Falschaussagen über mich im Raum stehen lassen möchte? Oh Gott, wo bin ich nur gelandet.

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Geh zu einem Psychiater, erzähle ihm alles und lasse es dir bescheinigen.

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Hallo,

Deine Situation ist sehr schwierig. Du erlebst die Situationen, die Dich belasten und vom Schulbesuch abhalten. Besonders schlimm an der Situation ist für Dich vermutlich die fehlende Solidarität Deiner Eltern, die ja eigentlich die Aufgaben hätten, für Dich einzustehen und Dich zu unterstützen.

Deine Eltern unterliegen der Pflicht, Dich zum Besuch der Schule (Schulpflicht) anzuhalten - andernfalls würden sie sich kindeswohl-gefährdend verhalten. Diesen Eindruck versuchen Sie um jeden Preis zu vermeiden - und nehmen dabei inkauf, Dir Unrecht zu tun.

Das, was Du beschreibst, scheint mir eine manifeste Schulangst zu  sein, die sich in den Symptomen Angst, Zwang und Depression ausdrückt. Also:

  • Du bist nicht depressiv (krank), sondern die Hilflosigkeit, die Du in der derzeitigen Situation erlebst, läßt Dich depressiv werden.
  • Du hast keine Angststörung, aber das, was Du mit Schule verbindest, macht Dir Angst.
  • Du hast keine Zwangsstörung, sondern Du versuchst Kontrolle zu gewinnen, dass Dich die Angst nicht überwältigt.

Offenbar geht das schon seit langer Zeit so. Du selbst wirst Deine Eltern nicht überzeugen können, wenn sie nicht bereit sind, Dir zu vertrauen.

Du brauchst einen Experten, der nicht bloß eine Diagnose über Deine Symptomatik stellt, sondern jemanden, der die Vielzahl der Merkmale so miteinander verknüpft, dass daraus eine für Dich und Deine Eltern gemeinsam nachvollziehbare Sicht auf die Situation entsteht (gucke hier: www.igl-net.de ).

Alles Gute!

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Kommentar von billigparfum
02.11.2016, 16:57

Falsch. Ich habe keine Angst vor der Schule. Ich leide an Emetophobie, der Angst vor dem Erbrechen. Daraus resultiert meine Zwangsstörung. Zusätzlich leide ich an Mysophobie, der Angst vor bestimmten Krankheitserregern, die selbstverständlich mit der Angst vor dem Erbrechen verknüpft ist. Und damit bin ich zurzeit schulunfähig, obwohl ich so gerne zur Schule gehen würde.

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Der beste und einzige Beweis ist eine ärztliche Diagnose.

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