wie soll das funktionieren? und warum verbessert man dadurch seine Lernfähigkeit?

Man lernt nicht nur über die "Verstandesseite", man lernt leichter, wenn man zusätzliche Hirnfelder mitaktiviert, bei dem einen ist es das Zeichnen, bei einem anderen Musik hören, die verknüpfung des Lernens mit dem Zeichnen hilft leichter zu lernen. Zeichnen alleine verbessert keine geistigen Fähigkeiten.

Weil man hier aus den Erinnerungen was versucht darzustellen, was gar nicht so einfach ist.
Meiner Tochter hätte ich geantwortet: indem man seine Matheaufgaben zeichnet. Aber ernstgemeint ist es wohl die Idee, durch kreative Techniken neue - äh - Verbindungen im Hirn herzustellen. Untersuchungen dazu kenne ich allerdings nur aus dem Bereich Sprachen lernen und neue Bewegungsmuster lernen.

wenn du zeichenübungen verwendest, um zur ruhe zu kommen (siehe http://www.genial-zeichnen-lernen.de/lernmethode-gehirn-gerecht-zeichnen.html tore zum licht), wirst du dadurch wacher und aufnahmefähiger. wenn du sie verwendest, um dynamischer zu werden (siehe: der schnelle strich) aktivierst du deine kraftzentren und deine ausdrucksfähigkeit. und wenn du sie verwendest, um genaues hinschauen zu lernen, verfeinert sich deine wahrnehmungsfähigkeit und du schulst eine ganzheitlichere sicht. du kannst mit zeichnen sogar deine merkfähigkeit verbessern (siehe: zeichnen einfacher bilder als gedächtnisanker). aber den beweis für meine behauptungen findest du erst, wenn du es ausprobierst. vorher bleibt alles nur theoretisch.

Der Lerneffekt wird intensiver, je mehr Sinne damit beschäftigt (daran beteiligt) werden. Riechen und Schmecken geht nur bedingt, aber Sprechen, Hören, manuelle Tätigkeiten (zeichnen z.B.) intensivieren das Lernen. Außerdem zwingt das Zeichenen, einen theoretischen Sachverhalt bildhaft anzugehen, also mitunter aus einer ganz anderen Perspektive. Und gerade dieses "Bild", das dabei mehr oder weniger geglückt entsteht, prägt sich zusätzlich ein. Möglicherweise ist es später gerade eines dieser Bilder, an das man sich zunächste erinnert und es kann als Eselsbrücke dienen, um den Sachverhalt im Gedächtnis zu aktivieren bzw. zu reproduzieren. Ganz ausgezeichnet wirkt beispielsweise auch, in einer Lerngruppe anderen, die etwas noch nicht begriffen haben, behilflich zu sein, erklären, Beispiele finden usw. Das Bemühen, etwas zu erklären, fördert das Durchdenken eines Problems, prägt Erkenntnisse fest ins Gedächtnis ein uns auch hier können such ganz andere Dinge, Nebensächlichkeiten, die mit der Sache gar nichts zu tun haben, mit dem Sachverhalt verknüpft werden und später als solche Eselsbrücke dienen. Am ineffektivsten ist es eigentlich, sich nur still hinzusetzen und aus einem Buch zu lernen. Das prägt sich mitunter nur ganz oberflächlich ins Gedächtnis ein und kann recht schnell wieder verloren gehen. Das von purushajan erwähnte "zeichnen einfacher bilder als gedächtnisanker" meine ich eben mit diesen Eselsbrücken. Und wichtig ist dabei halt der Versuch, irgend wtwas bildhaft darzustellen. Bilder prägen sich viel besser und Nachhaltiger ins Gedächtnis ein als Worte. Und sie sind auch viel schneller und leichter reproduzierbar.