Frage von Filiy, 45

Wie kann man die Unterbewussten Gründe für ein psychisches Problem herausfinden?

Hey, angenommen ich hab das Problem, dass ich auf eine bestimmte Art von Situation immer wieder mit Depression und/ oder Angst reagiere, obwohl diese Art von Situation eigentlich normal ist und normalerweise keinen zu schaffen macht. Ich hab so viel darüber nachgedacht, was die Ursache dieser Reaktionen sein kann, aber ich komme nicht darauf. Zum Beispiel reagiere ich jedes Mal wenn ich gegenüber anderen Menschen einen noch so kleinen Fehler mache mit Angst und depressiven Gefühlen. Aber WOVOR hab ich Angst? Dass die anderen mich weniger mögen? Oder dass es bedeutet dass ich nicht gut genug bin? Ich komme eben nicht darauf, was es ist, egal wie viel ich darüber nachdenke, mein Unterbewusstsein verrät es mir nicht. Wie kann darauf kommen?? Kann da jemand helfen?

Vielen Dank im Voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cwahner, 29

Hallo

ich glaube, auf deine Fragen findest du bei der berühmten Geistheilerin Teal Swan einiges an wertvollen Antworten.

Sie spricht ein klares, recht leicht verständliches Englisch.

Schau einfach bei Google und Youtube nach den Stichworten "shadow work" in Verbindung mit "Teal Swan".

Bewusstseinserweiterung lässt sich schwerlich erzwingen, sondern ist eher eine Präzisionsarbeit und Geduldsprobe, weil das vielzitierte "Hier und Jetzt" eine Art Nadelöhr darstellt, während Vergangenheit und Zukunft den überwiegenden (und insofern überbewerteten) Teil der Wahrnehmung in "fortschrittlichen Kulturen" ausmachen.

Ein weiteres Thema sind die persönlichen Lebensmetaphern, die eigene Lebensmetapher und die Lebensmetapher des jeweiligen Mitmenschen, mit dem man gerade mehr oder weniger intensiv beschäftigt ist. Für manche Menschen ist das Leben eine Art Schraubstock, für andere ist es eine Nussschale auf hoher See, für manche ein eleganter Tanz, für andere ein einziger Kampf. Die persönliche Lebensmetapher bestimmt in hohem Umfang, für welche Art von Erfahrungen man selbst überhaupt bereit ist und welche Erfahrungen man lieber vermeidet.

Und dann wäre da noch die Atmung als ein zentrales Thema, das gerne vernachlässigt oder als selbstverständlich betrachtet wird. Darüber wissen Yoga-, Bioenergetik- und Meditations-Experten gut Bescheid. So könnte es dir schon Erleichterung verschaffen, wenn du direkt nach konflikthaften / angespannten Situation kurz und intensiv ausatmest, um den Energiestau (Angst = Enge) in dir aufzulösen.

Alles Gute und viel Erfolg!

Kommentar von Filiy ,

Vielen Dank für deine Antwort, das was die Frau sagt ist sehr interessant und das erste Mal dass ich jemanden genau das sagen höre was ich denke 

Antwort
von sweetblueeyes84, 45

Ängste können verschiedene Ursachen haben. Ausgelöst durch eigentlich ganz harmlose Erlebnisse bis hin zu tiefen traumatischen Erlebnissen. Für das Unterbewusstsein ist dies oftmals eine Schutzreaktion.

Selbst hast du schon versucht den Ursprung deiner Ängste zu ergründen und bist zu keinem Ergebnis gekommen. Eine tiefenpsychologische Therapie könnte da Abhilfe schaffen. Dort werden Dinge "ausgegraben" die du schon längst vergessen oder einfach verdrängt hast. Ob dies der für dich richtige Weg ist solltest du bei einem Gespräch mit einem Psychologen raus finden.

Du schreibst nicht wie alt du bist. Nicht jede Angst hat einen tatsächlich ernsthaften Hintergrund. Manchmal ist es auch einfach nur eine entwicklungsbedingte Unsicherheit wie sie oft auch in der Pupertät vorkommt.Du solltest dich deinen Ängsten stellen, dich über Erfolge freuen und Misserfolge als eine Herausforderung verstehen.

Alles Gute für dich.

Antwort
von marbin, 26

bisher ist es noch niemandem gelungen, ins Unterbewusstsein zu "blicken". Wem das gelingt, der bekommt mit Sicherheit einen Nobelpreis. Um Deine Frage zu beantworten solltest Du einfach mal zu einem Psychiater gehen. Er kann Dir sehr schnell sagen, ob es was Ernstes ist (Ängste und andere negative Gefühle sind völlig normal). Gleichzeitig bekommst Du einen Einblick, wie er arbeitet. Wichtig ist, dass es ein Psychiater (also Arzt) oder ein speziell ausgebildeter Psychotherapeut ist. Gehe auf keinen Fall zu einem Quacksalber oder Psychologen ohne wissenschaftliche fundierte Zusatzausbildung in Psychotherapie.

Antwort
von Ollamasi, 27

Für eine Psychoanalyse braucht es meist viel Geduld und Zeit. Oftmals kommt man dabei auch dem "Problem", dem Verdrängten, unangenhemen Bereich, nie ganz auf den Grund, deshalb ist es manchmal besser, mit den eigenen Hindernissen leben zu lernen.

Für beide Wege helfen Gespräche mit anderen Menschen, Tagebuch führen, kreative Gestaltung wie Malen, Töpfern, etc.

Auch die psychische Widerstandsfähigkeit ist nicht bei jedem Menschen gleich, und daran kann man arbeiten. 

Fazit: Man muss nicht an alles im Unterbewusstsein ran, sondern sich und die eigenen Reaktionen auch mal einfach als Besonderheit akzeptieren.

Kommentar von marbin ,

Kann ich nicht empfehlen: am besten gleich zu einem Fachmann (m/w), Es gibt in der Psychologie zu viele Scharlatane.

Antwort
von TRichter1956, 12

Hilfreich könnte hier eine Psychotherapie sein, die auch selbst mit dem Unbewussten arbeitet, d.h. Wege dahin kennt. Das können hypnotherapeutische Verfahren sein (z.B. nach Erickson), auch NLP (bitte nur beim Psychotherapeuten!), die Arbeit mit Träumen (tiefenpsychologisch). Frag Deine Psychologin, ob sie auch mit Trancezuständen arbeitet. Man braucht dafür allerdings spezielle Ausbildungen. Das ist normalerweise kein Bestandteil der Verhaltenstherapie.

Antwort
von Farbton2, 32

Da kann dir, so banal es auch klingt, eigentlich nur ein Psychologe helfen. Der findet das heraus, indem er dir verschiedene Fragen stellt. Das muss dir auch nicht peinlich sein. Das soll heutzutage auch total normal sein. LG und viel Glück

Antwort
von schokocrossie91, 29

Dafür gibt es Psychiater oder Therapeuten.

Kommentar von Filiy ,

Das weiß ich selbst - ich gehe zum Psychologen, allerdings möchte ich nicht für den Rest meines Lebens auf andere angewiesen sein, es gibt auch kleinere Probleme als dieses wegen denen man nicht zum Psychologen geht, und die man vielleicht selbst lösen möchte 

Außerdem möchte ich selbst Psychotherapeutin werden und dazu ist es wichtig sich selbst gut zu kennen und fähig zu sein herauszufinden warum man ist wie man ist 

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