Meine Oma muss jetzt doch in ein Pflegeheim, meine Mutter allein kann sie nicht mehr versorgen. Nun hört man ja aber über die Zustände in den Pflegeheimen ziemlich viel Schlechtes. Wie können wir vorher herausbekommen, wie es dort wirklich zugeht? Nach außen tun ja alle schön.

Vor Ort besichtigen und mit anderen Angehörigen sprechen!

Am besten fragen Sie jemanden, der unabhängig öfter ins Heim zu Besuch kommt, z.B. den Pfarrer der Gemeinde oder jemand von den ehrenamtlichen Besuchsdiensten. Die können Ihnen gewiss gute Tips geben oder Ihnen ein besseres Heim empfehlen.

Manchmal kann man erst hinterher feststellen wie es dort zugeht. Besucht die Oma häufig, schaut sie Euch dann sehr gut an, auch unter die Bettdecke schauen falls sie Bettlägerig ist. Je öfter Ihr dort unangemeldet auftaucht, umso besser wird man sich um sie kümmern. Hört sich zwar hart an, ist aber leider so. Das Pflegepersonal ist gar nicht mal Schuld, es ist einfach keine Zeit sich um die Belange jedes Einzelnen zu kümmern.
Das Pflegeheim vor Ort direkt besichtigen oder den Tag der offenen Tür abwarten. Vielleicht auch einmal die Angehörigen von anderen Bewohnern fragen.
Und wenn Du Dich dann doch für ein Pflegeheim entschieden hast, musst Du hinter allem her sein. Du musst ständig Augen und Ohren offen halten. Meine Freundin, selbst im Pflegedienst tätig, hat mit ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter ganz schlimme Erfahrungen machen müssen. Einzelheiten möchte ich nicht schildern, da es einfach den Rahmen sprengen würde. Ich möchte Dir nur die Empfehlung dazu geben.
Alles Gute

Geht in verschiedene Pflegeheime, unangemeldet, dann habt ihr einen besseren Eindruck. Sprecht möglichst bevor ihr mit der Heimleitung sprecht mit verschiedenen Bewohnern, wenn möglich. Lasst euch von der Heimleitung alle Details erklären, macht euch möglichst viele Notitzen um sie später mit anderen Heimen vergleichen zu können. Überlegt euch vorher Fragen, die ihr stellen wollt und die euch wichtig sind. Wünsche euch viel Erfolg bei der Suche!!!
Es stimmte alles, was meine Vorbeantworter schreiben. Wir haben entsprechende Erfahrung mit der Betreuung einer gelähmten Tante, die noch 5 Jahre im Koma lag.
Versuchs doch mal im nächsten christlichen Heim der Diakonie oder derCaritas. Die nehmen auch Atheisten auf, so steht es in den Satzungen dieser Heim e.V.. Dort ist nicht nur Kommerz angesagt; die Seele eines Heimes ist das A und O. Suche das Gespräch mit dem/der Heimleiter/leiterin und dem/der Pflegedienstleiter/leiterin. Deine innere Stimme sagt Dir rasch, ob Du Deine Oma diesen Seelen anvertrauen willst. Auf alle Fälle mehrere Heime abklappern, es gibt Aufwand, der sich aber lohnt.
Jedes Pflegheim, dessen Maxime das Wohle seiner BewohnerInnen ist, sollte nichts dagegen haben, einer Art Probewohnen zuzustimmen.
Achten Sie auf die Tüv-Zertifizierung nach DIN ISO 9002, die bereits einige Heime vorweisen können.
Achten Sie auf Transparenz. Viele Pflegeheime publizieren freiwillig (absehbar, wann es, wie bei KH, Gesetz wird) einen Qualitätsbericht.