Frage von sophie1235, 178

Wie kann man die Menschheit altruistischer machen und vom Fokus aufs Geld abbringen?

In der heutigen Zeit ist der Hauptfokus des gesamten Lebens von fast jedem Menschen, möglichst viel Geld bzw. Kapital anzusammeln. Das Ziel ist meist finanzieller Reichtum und einen möglichst hohen gesellschaftlichen Status zu erreichen.

Was kann man machen bzw. wie kann man dafür sorgen, dass der Fokus der Menschheit auf die Anhäufung von Geld verringert wird?

Der Erhalt der Umwelt oder anderen Menschen zu helfen (Altruismus) können die neuen Ziele sein.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von berkersheim, 28

Menschen sind "Zwitter". Sie sind nie nur schlecht oder nur gut. Sie sind nie nur Egoisten oder nur Alturisten. Wir sind gesellschaftliche Wesen und erfahren schon seit der Geburt bis zur Selbstständigkeit, wie sehr wir auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Mitleid und sich um andere sorgen ist uns allen in die Wiege gelegt. Da ich aktuell Krankenhäuser und Seniorenheime besucht habe und regelmäßig besuche, sehe ich viele engagierte und helfende Menschen, vor denen ich nur tief den Hut ziehen kann. Doch auch diese sind nicht "heilig". Da können manche nicht ihr "Bestimmerlein" in sich unterdrücken und sich über andere stellen - und das, obwohl es gar nicht mal um Geld geht sondern um Geltung!

Was Du schreibst ist zum Teil auch ein Wahrnehmungsproblem. Die kleinen Dinge, die einfachen Hilfeleistungen im gegenseitigen Miteinander kommen in den Medien nicht vor. Die bedienen (und züchten) die Sensationsgier. Jemand, der treu und brav seiner Arbeit nachgeht, sich um seine Familie sorgt und schöne Erlebnisse für alle miteinander organisiert, das evtl. auch in einem Sportverein als Kinderwart fortsetzt, von dem hörst Du doch nichts! Der ist doch langweilig! Daraus lässt sich doch kein blutiger TATORT stricken mit 6 Toten in 90 Minuten. In NTV wird dieser Tage nicht über die durchaus interessante und verantwortungsvolle Arbeit einer Kindergärtnerin berichtet, dafür aber über Durchgeknallte in Nordchina, die mit Planierraupen aufeinander losgehen.

Dann eine dumme Frage: Gibt es eine historische Zeit, in der nicht Menschen nach Macht und Reichtum strebten? Das ist doch nicht neu. Krasse Beispiele sind z.B. in Bayern zu bewundern, wenn man barockisierte Klöster besucht. Ideologisch haben die die Armut und die Liebe verkündet. Real haben sie ihre Klöster mit einem Reichtum ausgestattet und politische Verknüpfungen gesucht, die ihnen als Äbte Macht und Einfluss brachten. Man muss auch nur mit offenen Augen durch Salzburg oder Würzburg gehen um die Pracht und Machtentfaltung der Fürstbischöfe als Stellvertreter des "armen Jesus"  zu bewundern. Und eine der ältesten Geschichten: Kain hat den Abel nicht aus Geldsucht erschlagen, sondern aus Geltungssucht. Er fühlte sich und seine Gabe missachtet, unterbewertet. Tierversuche zeigen, dass bereits Affen einen Aufstand machen, wenn sie sich unfair behandelt fühlen.

Geld ist geronnene Wertschätzung und Machtpotential. Wenn Geld keinen Wert hätte sondern alle auf Kamele aus wären, würden Kamele gesammelt und kein Geld. Geld ist nur ein "Durchlauferhitzer", bei dem wir schon vergessen haben, dass es Ausdruck unserer Wertung und Werteinstellung ist. Dass man sich mit materiellen Dingen umgeben hat als sichtbarer Ausdruck der eigenen Bedeutung und Wichtigkeit, die man einer nackten Person nicht ansieht, das ist nicht neu. Schau Dir mal Bilder an, wie sich Könige, Kaiser und Fürsten, Bischöfe und Päpste behängt haben, um ihre Bedeutung herauszustreichen. Die fuhren keine SUVs, die hatten um sich einen ganzen Tross. Da haben sich doch nur die materiellen Signale für Bedeutung und Wertschätzung und Macht verschoben.

Und dennoch gibt es genügend Menschen, die das nicht brauchen, die Ihr Selbstwertgefühl aus ihrer Werteordnung, aus ihren Leistungen beziehen. Richtig ist, dass die öffentliche Darstellung die Symbole von Macht und Wert besonders in den Mittelpunkt rückt, weil das mit einem Bild zu leisten ist. Werte und Leistungsvermögen sind viel schwieriger darzustellen. Da erziehen wir uns medial meiner Meinung nach in die falsche Richtung. Unser gesellschaftliche Selbstkonditionierung hat Schlagseite, das ist richtig. Wie davon wegzukommen ist, weiß ich nicht. Doch die Diskussion über Werte, auch über nationale Werte wird ja abgelehnt, weil Werteindifferenz groß geschrieben wird. Da kann man nur gespannt sein, wo das hinführt. Aber es gab schon viel schlimmere Zeiten.

Kommentar von sophie1235 ,

Dann eine dumme Frage

Es gibt keine dummen Fragen. Das einzige, was in diesem Zusammenhang gilt ist: "Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen."

Geld ist geronnene Wertschätzung und Machtpotential.

Das scheint sehr essenziell bei dem ganzen Thema zu sein.

Da erziehen wir uns medial meiner Meinung nach in die falsche Richtung. Unser gesellschaftliche Selbstkonditionierung hat Schlagseite, das ist richtig.

Nur ist es ja leider so, dass wir uns nicht direkt in die falsch Richtung erziehen, sondern sich das eher unbewusst abspielt. Medien jeglicher Art sind eben auch nur privatwirtschaftliche Unternehmen mit einem Gewinnstreben. Denen geht es nicht darum, den Leser bestmöglich zu informieren, das einzige Ziel ist, wie man dem meisten Profit erwirtschaften kann. Deshalb berichten die Medien eben nicht mehr das, was die Menschen eigentlich wissen sollten (wie du richtig sagst, z.B. die Arbeit einer Kindergärtnerin), sondern das was die Menschen lesen/ hören wollen und somit kaufen. Das sind eben Angst, Hass, Ti*ten und der Wetterbericht (siehe "Die Ärzte - Lasse Reden").

Das erinnert mich zusätzlich auch an eine Szene aus dem Film Matrix: "Agent Smith: [schaut aus dem Fenster]:
'Haben Sie sie jemals genau betrachtet, bestaunt wie makellos und schön sie ist? Milliarden Menschen leben einfach vor sich hin, und haben keine Ahnung. Wussten Sie, dass die erste Matrix als perfekte Welt geplant war, in der kein Mensch hätte leiden müssen? Ein rundum glückliches Leben! Es war ein Desaster. Die Menschen haben das Programm nicht angenommen, es fielen ganze Ernten aus. Einige von uns glauben, wir hätten nicht die richtige Programmiersprache euch eine perfekte Welt zu schaffen, aber... ich glaube, dass die Spezies Mensch ihre Wirklichkeit durch Kummer und Leid definiert. Die perfekte Welt war also nur ein Traum, aus dem euer primitives Gehirn aufzuwachen versuchte. Die Matrix wurde neu designt - zu dem was sie heute ist, der Höhepunkt eurer Zivilisation. Ich sage eurer Zivilisation, obwohl sie, als wir für euch das denken übernahmen, auch zu unserer Zivilisation wurde, was natürlich der Grund für das ganze Unternehmen war. Evolution, Morpheus, Evolution! Wie die Dinosaurier. Sehen Sie aus dem Fenster! Eure Zeit ist abgelaufen. Die Zukunft gehört den Maschinen, Morpheus! Unsere Zukunft ist angebrochen.'" Quelle: http://www.matrix-architekt.de/matrix-1/kapitel-12-verhoer.shtml

Und dann noch eine Betrachtung, die ich aus einem der unteren Kommentare entnommen habe:
Wenn ich viel Kapital ansammle und viel konsumiere, dann sind das kurzfristige (Mangel-)Befriedigungen. Aber alles Geld der Welt und was man sich damit alles kaufen kann (Häuser, Autos, Boote, Flugzeuge, was auch immer) bringen mir nichts, wenn die Basis unseres Lebens durch das Streben nach Wohlstand zerstört wird. Die Basis des Lebens ist die Natur und die Umwelt.

Von keinem Geld der Welt kann man eine ausgestorbene Tierart zurückkaufen und man kann die katastrophalen Folgen eine Ölpest nicht durch Strafzahlungen beheben. Das gilt es doch mittel- bis langfristig zu verhindern.

Und gerade die Superreichen dieser Erde müssten doch eigentlich viel mehr nach dem Erhalt unserer Natur und Umwelt streben, weil sie wissen, dass sie mit ihrem Geld eben nicht alles kaufen können.

Um das ganze nochmal bildlich auszudrücken:
Es bringt nichts, wenn man in einem Haus die obersten Stockwerke voller Prunk und Luxus ausbaut, das Fundament aber verrotten lässt und beim Zusammenbruch des Hauses ums Leben kommt.

Kommentar von berkersheim ,

@ sophie 1235

Ich bin kein Freund des Ausdrucks „Profit“, der sich als negative Darstellung für Gewinn eingebürgert hat. Profit kommt aus dem marxistischen Sprachgebrauch und ist Teil der marxistischen Theorie. Auch die Verknüpfung, dass nur die Medien sich selbst steuern und nicht von den Lesern mitgesteuert werden, halte ich nicht für korrekt. Gewinn macht ein Verlag, wenn viele Leser die Zeitung kaufen – ohne dass sie dazu gezwungen sind. Das machen die schon freiwillig. Sie machen es auch nicht unbewusst sondern evtl. gedankenlos, ohne besondere Achtsamkeit.

Nehmen wir MATRIX doch mal als Diskussionsgrundlage, was sagt Smith?

„Wussten Sie, dass die erste Matrix als perfekte Welt geplant war, in der kein Mensch hätte leiden müssen? Ein rundum glückliches Leben! Es war ein Desaster. Die Menschen haben das Programm nicht angenommen, es fielen ganze Ernten aus. Einige von uns glauben, wir hätten nicht die richtige Programmiersprache euch eine perfekte Welt zu schaffen, aber... ich glaube, dass die Spezies Mensch ihre Wirklichkeit durch Kummer und Leid definiert. Die perfekte Welt war also nur ein Traum, aus dem euer primitives Gehirn aufzuwachen versuchte.“

Was sagt er genau: Die erste Matrix war ein Programm mit der Vorstellung, die Menschen zu befreien. Es ist an den realen Menschen gescheitert. Der Versuch, die Menschen altruistischer zu machen, ist an den Menschen gescheitert genauso wie der Sozialismus-Versuch, von dem noch ein paar marxistische Wortfetzen übriggeblieben sind. Eine entmutigende Aussage. Dann kommt die extrem negative Deutung der nicht perfekten Welt als Matrix, als entlang den realen Menschen und ihren Schwächen gesteuert. Das ist der Negativkurzschluss des Films, nicht der Realität.

Genauso kurzschlüssig ist die folgende Logik. Erstens ist es nicht so einfach, Kapital anzusammeln. Das ist eine Meinung von Leuten, die anderen weiß machen wollen, Kapital ansammeln sein eine einfache Sache. Jeder lebt für sich in seiner lokalen Welt und dort will er sich einrichten.  Es gelingt über alle historischen Zeiten immer nur wenigen. Aber umgekehrt gefragt, wenn es so aussieht, dass sieben Milliarden Menschen nicht so einfach von der Idee eines altruistischen Lebens zu überzeugen sind, wie sollen sie dazu gebracht werden? Durch eine Neue Matrix, die natürlich eine gute Matrix ist! Wieder jemand, der zur Erlösung der realen Menschen und Rettung der Welt sich berechtigt fühlt, alle Unwilligen – auch wenn es die Mehrheit ist – zu unterdrücken. Nach der gescheiterten „guten Matrix“ dann also doch die Zwangsmatrix, bei der letztendlich eine Idee die Menschen unter ihre Knute zwingen soll. Und wenn das gelingt und sich die Falschen diese Macht aneignen?

Kommentar von andre123 ,

Es gab historisch durchaus Gesellschaftsformen, welchen materielles Streben unbekannt war, und es "Privateigentum" und eine wirtschaftliche Hirachie nicht gab. In der Südsee war dies z.B in einigen Gebieten der Fall.

Antwort
von LebenderToter, 93

Es gibt zwei grobe Richtungen die eingeschlagen werden können. Der eine Weg ist die friedliche Überzeugungsarbeit. Mit verschiedenen Projekten, Organisationen und Institution kann eine Inspirationsquelle für andere Menschen dargeboten werden um ihr Weltbild, Dogma und ihre Glaubenssätze umzustrukturieren. Wichtig dabei ist, die Menschen durch erfolgreiche Taten zu überzeugen und nicht durch Gegenargumente in einem Diskurs, da sie auf direkten Weg mit kognitiver Dissonanz zu kämpfen haben könnten.

Hier ein Beispiel wie ein Libertärer sein Weltbild gegenüber konventionellen Etatisten darbietet:


Es gibt zahlreiche Wissenschaftler die wesentlich effektivere und sinnvollere Gesellschaftsformen entwickelt haben. Eine derartige Tätigkeit nennt sich auch Social Engineering. Hier ist z.B. eine Doku über ressourcenbasierte Wirtschaft:

Hier ein Beispiel aus dem Jahr 2016:

Es gibt zahlreiche Webseiten über derartige Themen. Hier nur ein paar:
https://zeitgeistmovement.de/wissen/haufige-fragen/#faq3
http://earthship-deutschland.de
https://www.sein.de/bioarchitecture-heilende-architektur-der-zukunft/
https://www.thevenusproject.com/

Ob sich dadurch aber ein Konsens in der Gesellschaft bildet, hängt vom Bewusstsein der Masse ab. Die heute eher leider sehr ungebildet, unreflektiert und konditioniert auf sinnlosen Konsum ist.

Der andere Weg, ist der Weg der Gewalt. Diese Möglichkeit ist äußerst stark in der heutigen Politik verbreitet. Da so Meinungen und Überzeugungen direkt umgesetzt werden können und gleichzeitig die eigene Wirtschaft stärken. Man kooperiert mit militanten Gleichgesinnten und greift geplant, gut organisiert und gezielt das System an. Wie es einst die RAF getan hat oder heute der IS. Dieser Weg ist wesentlicher schneller durchzusetzen, jedoch auch viel riskanter und moralisch fragwürdiger (zumindest in unserer heutigen Zivilisation). Dabei können Menschen sowie diverse Einrichtungen als Ziel angesehen werden. Starke Umbrüche bezeichnet man auch als Revolution im Gegensatz zur langsamen Entwicklung der Evolution. Wenn wir jedoch keinen Weg gehen wird weiterhin die Devolution voranschreiten.

Viel Erfolg! :)


Kommentar von sophie1235 ,

Ob sich dadurch aber ein Konsens in der Gesellschaft bildet, hängt vom
Bewusstsein der Masse ab. Die heute eher leider sehr ungebildet,
unreflektiert und konditioniert auf sinnlosen Konsum ist.

War das jemals anders?

Selbst Kant sagte damals schon: "Ob wir in einem aufgeklärten Zeitalter leben? Nein, das tun wir nicht, aber wir leben gewiss in einem Zeitalter der Aufklärung!" (sinnbildlich wiedergegeben, gemeint ist der Prozess der Aufklärung).

Und ich würde sagen, dass uns heutzutage, mehr als je zuvor, die Möglichkeiten zur Aufklärung in sehr umfangreichen Maße zur Verfügung stehen, nur wer nicht aufgeklärt ist, merkt das leider in der Regel nicht.

Dazu passend auch: Dunning-Kruger-Effekt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt

Inkompetente (in diesem Fall unaufgeklärte) Menschen sind durch ihre eigene Inkompetenz nicht in der Lage, ihre Inkompetenz zu erkennen, weil ihnen die Kompetenz dazu fehlt. Sie gehen also selbst gar nicht den Weg der Aufklärung, weil sie nicht wissen, dass Sie nicht aufgeklärt sind bzw. sogar überzeugt davon, dass sie bereits aufgeklärt sind.

Kommentar von LebenderToter ,

Richtig. Schon Platons Höhlengleichnis untermauerte diese These.

Daher bin ich persönlich auch der Meinung, dass es unmöglich ist ein kollektives Bewusstsein zu schaffen. Dafür ist die globale Gesellschaft und ihre Komplexität zu groß. Durch gewaltsamen Zwang würde ein derartiges Vorhaben erst Recht katastrophal enden. Dafür gibt es genug historische Belge.

Wichtig ist, dass bewusste Menschen stärker zusammen kooperieren, um eigenständig für sich eine bessere Zukunft zu entwicklen und als Nebeneffekt unbewusste Menschen zu inspirieren. Durch die heutige moderne Vernetzung ist dies einfacher denn je. Es mangelt aber oft an Motivation und Durchhaltevermögen. Zudem erschwert uns das konventionelle Umfeld durch seinen Gemeinschaftsdruck und den Verlockungen des Wohlstands die eigene Rationalität.

Kommentar von sophie1235 ,

Und auf genau diese Verlockungen des Wohlstands spielt meine obige Frage an.

Wenn ich viel Kapital ansammle und viel konsumiere, dann sind das kurzfristige (Mangel-)Befriedigungen. Aber alles Geld der Welt und was man sich damit alles kaufen kann (Häuser, Autos, Boote, Flugzeuge, was auch immer) bringen mir nichts, wenn die Basis unseres Lebens durch das Streben nach Wohlstand zerstört wird. Die Basis des Lebens ist die Natur und die Umwelt.

Von keinem Geld der Welt kann man eine ausgestorbene Tierart zurückkaufen und man kann die katastrophalen Folgen eine Ölpest nicht durch Strafzahlungen beheben. Das gilt es doch mittel- bis langfristig zu verhindern.

Und gerade die Superreichen dieser Erde müssten doch eigentlich viel mehr nach dem Erhalt unserer Natur und Umwelt streben, weil sie wissen, dass sie mit ihrem Geld eben nicht alles kaufen können.

Um das ganze nochmal bildlich auszudrücken:
Es bringt nichts, wenn man in einem Haus die obersten Stockwerke voller Prunk und Luxus ausbaut, wenn man das Fundament verrotten lässt und beim Zusammenbruch des Hauses ums Leben kommt.

Kommentar von LebenderToter ,

Korrekt. Vernuft, Verantwortung, Sinnsetzung, Ethik und Rationalität sind leider nicht gleichzusetzen mit Macht, Wohlstand oder gar Reichtum. "Wir" wissen leider noch zu wenig über "uns" und "unser" Handeln. Selbst die Anthropologie liegt noch in den Kinderschuhen.

Bzgl. des Hauptthemas fällt mir noch ein interessanter Bericht von Stephen Hawking darüber ein: http://www.huffingtonpost.de/2015/10/14/stephen-hawking-ueber-kapitalismus-und-r...

Antwort
von Caligula2001, 89

Die Menschheit an für sich wird man niemals davon abringen bzw. dazu bringen an einem Strang zu ziehen. Geld steht übrigens nur stellvertretend für Macht. Das Problem ist das bei diesem Modell nur ein einziger Mensch sein muss der nicht mit spielt und das ganze ausnutzt. Dann werden die ein oder anderen anfangen das System zu hinterfragen, getreu dem Motto ich bin doch nicht blöd. Und solange es Menschen gibt wird es immer Personen geben, die erst glücklich sind wenn es anderen schlechter geht als Ihnen selbst.

Antwort
von ArminSchmitz, 27

Wenn man die Fragen bei GF als repräsentativ ansehen würde, dann käme das mit Deiner Grundthese gerade nicht hin:

Es wird wenig nach Geldanlage oder Vermögensbildung gefragt, sehr viel aber nach Geldbeschaffung für Konsumzwecke und natürlich nach Konsumgütern wie Smartphones und dergleichen.

Kommentar von sophie1235 ,

Ja, das meine ich zum Teil auch mit "Geld bzw. Kapital ansammeln". Also nicht immer unbedingt langfristiges Sparen oder Investieren, sondern das Verlangen nach Kapital für kurzfristigen Konsum.

Die meisten Menschen arbeiten ja, um sich das neueste Smartphone kaufen zu können oder endlich in den Urlaub zu fliegen.

Antwort
von voayager, 56

Das ginge nur durch Veränderung der politischen Verhältnisse, also Abbau des Kapitalismus, andernfalls ist alles Sonstige zum Scheitern verurteilt.

Antwort
von barfussjim, 54

Ich bezweifle, dass deine Aussagen zutreffend sind. Den meisten Menschen sind ein sicherer Arbeitsplatz, eine erfüllende Lebensaufgabe, Familie und Freundeskreis, Freizeit und Urlaub wichtiger als "möglichst viel Geld anzusammeln". Zumindest in westlichen Ländern, in denen materielle Bedürfnisse sicher gestellt sind. Was aber stimmt, dass gesellschaftliche Anerkennung für viele ein zentraler Wert ist (was aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem "möglichst hohen gesellschaftlichen Status" sein muss).

Kommentar von sophie1235 ,

Den meisten Menschen sind ein sicherer Arbeitsplatz, eine erfüllende
Lebensaufgabe, Familie und Freundeskreis, Freizeit und Urlaub wichtiger
als "möglichst viel Geld anzusammeln".

Wenn man sich allerdings anschaut, wie ein typischer Mensch von heute sein Leben verbringt, dann sieht das so aus, dass er 40-50% seiner Lebenszeit arbeitet. Und das tut er ja, um an Geld zu gelangen, welches größtenteils für Konsum ausgegeben wird.

Antwort
von haufenzeugs, 86

garnicht, die menschen waren schon immer so und zwar soweit du jahrtausende lang zurückdenken kannst.

Antwort
von herakles3000, 71

Gar nicht den um etwas in der Richtung veranstalten zu könne müste man ganz oben in der Politik stehen und eine eigen Partei haben .Außerdem müste das Umverteilen von oben nach unten Endllich gemacht werden aber das ist nicht möglich da die oberen das nie zulassen würden.(extrem reiche ,Politiker,Firmenchefs und Vorstände usw.)

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