Frage von sophienkeller, 35

Wie kann man den Suizid eines Menschen verhindern, weil man ihm mit dem§35 SGB 12 seine Wohnung und sein Lebensumfeld nimmt?

Ein Bekannte (67)), die ich betreue (Pflegestufe 1 ) bezieht wegen 100% Schwerbeschädigung schon seit Jahrzehnten EU-Rente, nun Altersrente, wobei das nur eine Verrechnungssache ist. Sie musste nach 1990 bereits 4mal umziehen, weil es ständig neue Bemessungsgrenzen oder sonstige Bestimmungen gab. Vor 16 Jahren konnte sie endlich in eine menschenwürdige kleine Neubauwohnung ziehen,Kaltmiete 312,00 Euro.diese Miete wurde bisher nicht erhöht. Nun hat der Besitzer gewechselt und wie das immer so ist, kam doch sofort die Mieterhöhung um 71,50 Euro. Reaktion des Sozialamtes (Brief)...Suchen sie sich bis zum 30.06.2016 eine neue Wohnung, wir übernehmen die Kosten nach der Mieterhöhung nicht mehr. Bei der Wohnungszuweisung vor 16 Jahren hatte man ihr aber gesagt, das wäre eine geschützte Wohnung, aus der sie nun nicht mehr auszuziehen brauchte. Einen 5.Umzug überstehen auch die Möbel nicht mehr. Der Vermieter handelt nach Gesetz, er darf erhöhen, als ich aus meiner Wohung auszog, wurde die Miete um 300,00 Euro erhöht!!!!! Meine Bekannte klammert sich nun an den Begriff "geschützte Wohnung", wie man ihr einmal gesagt hat. Gibt es das überhaupt oder hat da eine Sozialarbeiterin nur sehr freundlich und beruhigend sein wollen. Meine Bekannte hat nun angekündigt, sie kann nicht mehr, nach 16 Jahren noch einmal umziehen, da nimmt sie sich das Leben. Ich brauche dringend Ratschläge wie man den Auszug verhindern kann, zumal es in Dresden sehr schwer Wohnraum in diesem Preissegment gibt.Außerdem sind in ihrem Umfeld die Ärzte, der Pflegedienst usw.

Antwort
von valvaris, 8

An der Stelle würde ich mal beim Mieterschutzbund nachfragen, grade weil die Frau schon alt und 100% schwerstbehindert ist.

Ansonsten kann man auch beim Sozialgericht schauen, ob es ne Möglichkeit gibt, den Auszug zu verhindern. (Pflegebedürftigkeit, Alter...)
Eigentlich muss ja der Wohnraum passen und wenn die Miete erhöht wird, dann darf das nur im Orts- und Wohnfeldüblichen Maß passieren. Das Maß muss er bei der Erhöhung nachweisen.

Ansonsten nochmal beim Sozialamt fragen, was man gegen diese Erhöhung machen könnte und ob sie gerechtfertigt ist.

Leider kenn ich die Sozialgesetzgebung zu wenig, um genaue Punkte zu nennen, drum kann ich nur in etwa die Richtung sagen, in der ich es probieren würde.

Antwort
von Blindi56, 4

Den Begriff: (mieten) geschützte Wohnung kenne ich nur aus Österreich, oder speziell aus Berlin:

https://www.berlin.de/lageso/soziales/geschuetztes-marktsegment/

Ansonsten gibt es bei manchen Mietverträgen eine Art Klausel, dass über 65-jährige Wohnrecht auf Lebenszeit haben, was auch bei einem Besitzerwechsel bestehen bleibt.

Was natürlich alles nichts mit der Beihilfe zur Miete zu tun hat...

Antwort
von Elfi96, 13

Evtl  Einspruch gegen den Bescheid vom Amt einlegen/ ärztliches Gutachten einholen, dass ein Umzug unzumutabar ist. LG und alles Gute 

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