Frage von KleinIch 13.01.2012

Wie kann man den Schmerz in der Brust, den ein depressiver spührt medizinisch erklären?

  • Hilfreichste Antwort von Virginia47 14.01.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das sind psychosomatische Erkrankungen.

    Ich habe das leider auch.

    Es fing mit sehr starken Herzschmerzen an. Meine Hausärztin schickte mich daraufhin zum Kardiologen. Der hat zwar einen kleinen Herzfehler festgestellt - aber der war nicht Ursache für die Schmerzen.

    Diese Schmerzen sind psychsomatischer Natur. Das heißt, sie sind genauso schlimm wie organische Schmerzen, kann man aber nicht mit irgendwelchen Medikamenten bekämpfen.

    Man muss seine Psyche in Ordnung bringen.

    Mir war es vor einiger Zeit gelungen, dass es mir wieder gut ging. Ich war mit der Welt im Einlang.

    Aber nun sind sie wieder da. Verursacht durch Umstände, die außerhalb meines Einflussbereiches liegen. Und die mich einfach nur mürbe machen.

    Ich hoffe, dass das bald wieder vorüber geht und ich meinen innerlichen Frieden wieder finde.

  • Antwort von Noxsol 13.01.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo KleinIch! Ich persönlich würde sofort auf "verletztes" oder "gebrochenes Herz" tippen. Alle Krankheiten oder Symptome kommen durch seelische Probleme zustande, die nicht verarbeitet oder herausgelassen werden können. Der seelische Schmerz wandelt sich in etwas Körperliches um. Das sagt auf jeden Fall die psychosomatische Medizin, die den Geist und den Körper als Einheit betrachtet. Was jedoch dein Herz zum Unwohlsein bewegt, ist bei jedem Menschen anders. Bei dem einen pocht es schnell durch die Stresshormon-Ausschüttung (Cortisol, Adrenalin) und bei dem anderen ziehen sich die Muskeln um das Herz zusammen, sodass ein Stechen oder ein krampfartiger Schmerz entsteht. Dafür kann man dann Magnesium, Kalium und Crateagutt (ich weiß nicht genau wie man das schreibt^^°) trinken. Es gibt viele Dinge, die zum Unwohlsein beitragen, nicht nur Depression oder Borderline sind dafür nötig; diese Menschen, die das "besitzen" spüren diese bloß stärker, das sie "empfindlicher" wurden. Ich würde dir am liebsten die Psychoneuroimmunologie und die Psychosomatik nahe bringen; die dazu geschriebenen Bücher würden dies sogar genauer erklären ;-) lg, Noxsol

  • Antwort von klausradloff 14.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Kleinich

    Ich weiß nicht, ob die von dir geschilderten Beschwerden im Brustbereich typisch bei den genannten psychischen Störungen sind. Deshalb erscheint es mir zumindest als fragwürdig, die untrennbar als Folgen der psychischen Störung zu sehen. Auf jeden Fall sollten m.E. umfangreiche körperliche Untersuchungen vorgenommen werden um somatische (körperliche) Erkrankungen auszuschließen. Weiter entzieht es sich meiner Kenntnis, ob die bei dir erwähnten Krankheitsbilder eingesetzten Psychopharmaka, als Nebenwirkung die "Brust-Symptomatik" auslösen könnten.

    Deshalb: Langer Rede kurzer Sinn, Vorsicht vor Verallgemeinerungen.

  • Antwort von jakkily 13.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nun ja da gibt es ein umfassendes Wort psychosomatik. Psyche=Geist/Seele und Soma=Körper.

    Dieses Wort umschreibt körperliche Schmerzen, für die keine organische Ursache gefunden wird/werden kann, die werden direkt auf die Psyche geschoben.

    Der Körper sendet durch diesen Schmerz ein Warnsignal, welches bedeutet: Halt Stop, hier stimmt was nicht, achte mal mehr auf deinen Körper.

    So viel von mir dazu...

    lg, jakkily

  • Antwort von poldwill 14.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mal ganz ehrlich: keiner kann das medizinisch/biologisch erklären!!! Muskeln ziehen sich zusammen, Stresshormone etc, sind doch alles nur hilflose versuche solche Körpersensationen zu erklärwn. Warum hatte ich noch nie Stechen/Brennen in der brust - hatte doch auch schonmal Stress. Auch die Erklärung: jeder ist halt anders, erklärt ja nichts. Und die Psychosomatische Medizin kann da auch nichts erklären; Es gibt nähmlich in der Medizin KEINE vernünftigen biologischen Modelle dafür! Es lässt sich relativ gut biologisch erklären, wie akuter Stress/Aufregung zu Herzrasen führen kann etc, aber alles was mit merkwürdigen Körperempfindungen zu tun hat (Ziehen hier, Kribbeln dort...) lässt sich nicht erklären (das heisst nicht, das es das nicht gibt, aber es exisitieren zur Zeit dafür keine guten Modelle! Man denke an das Gefühl, wenn einem das "Herz in die Hose rutscht" - also wie beim Fahrstuhlfahren). Fakt ist natürlich, dass sich solche Körperempfindungen intensivieren, wenn man seine Aufmerksamkeit darauf lenkt (dies würde sich erklären lassen: das Gehirn als Zentrum in dem alle Körper"informationen" zusammenlaufen, lässt diese verstärkt zur Wahrnehmung/ins Bewusstsein kommen).

  • Antwort von wietel 14.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die richtigen Antworten sind schon gegeben. Mir hat die Entdeckung meines lebensmottos geholfen: Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Meist trifft es Menschen, die Perfektionisten sind, immer alles besonders gut auf der Hetze nach Anerkennung machen wollen. fehlende Anerkennung ist z.B. auch eine solche Ursache. Schau auf meine Seiten "Körper,Geist und Seele" oder "Stress+Stress" bei bauberatung47.de. Nicht wundern, aber Bauberatung ist auch nicht nur rational begründet.

  • Antwort von Linaalain 15.01.2012

    Ich habe das auch. Und ich habe nicht nur ein Stechen im Brustbereich. Sondern auch Atemnot, Kopfschmerzen, trockener Mund, Bauchschmerzen mit Übelkeit und das volle Programm. Das sind psychosomatische Beschwerden. Das heißt, das löst alles die Psyche aus, also der Kopf, was aber nicht heißt, dass diese Menschen verrückt sind !

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