Wie kann man das jugendliche Zeitempfinden zurückgewinnen?

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8 Antworten

Hast Du schon einmal ausprobiert 45 Minuten in einer bequemen Haltung regungslos zu verweilen?

Dann hast Du sicher gemerkt, wie langsam die Zeit vergehen kann.

Die von Dir beschriebene  Beobachtung macht vermutlich (fast) jeder in seinem Leben.

Je mehr wir in die Alltagsroutinen unseres Lebens hineinwachsen, umso schneller lassen wir die Tage hinter uns.

Und mit dem Alter erhöht sich meist auch die Gleichförmigkeit unseres Lebens.

Wird diese Alltagsroutine auf angenehme oder auch leidvolle Weise durchbrochen, verändert sich meist auch unser Zeiterleben.

Im Krankenhaus dürfte für viele Menschen die Zeit unangenehm langsam vergehen. Auch bei einer Wanderung über die Alpen erscheinen uns die Tage vermutlich länger,  als während eines normalen häuslichen Alltags.

NUTZE DEN TAG! Wenn wir diesen Rat beachten, mögen uns unsere Tage länger vorkommen, oder wenigstens erfüllter, so dass wir gar nicht auf die Idee kommen, uns über unser Zeiterleben Gedanken zu machen.

Drum: CARPE DIEM!

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Kommentar von Pescatori
02.09.2016, 22:14

 Nun, dasistsparta5,  habe ich mein Geschreibsel gerade noch einmal gelesen und finde es doch ziemlich „klugscheißerisch“.

Da will ein alter Mann seine Lebensweisheiten spazieren führen.

Aber gut gemeint ist es auch.

Grüße

P

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Es liegt vorallem daran , das man als Jugendlicher viel mehr erlebt als ein Erwachsener, der einen geregelten Tagesablauf hat. Es passiert einfach nicht mehr soviel Neues und es entsehen nicht mehr soviele Erinnerungen die dafür sorgen, dass das Zeitempfinden subjektiv verlangsamt wird.

Kurz gesagt: Je mehr man erlebt, desto langsamer vergeht die Zeit.

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Ich glaube eher nicht, dass das möglich ist. Ein Jahr ist für 10 Jährige schließlich viel länger, als für 50 Jährige, denn als zehnjähriger ist ein Jahr ein viel größerer Teil deines Lebens als für einen 59 Jährigen

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Da geht leider nichts. Das hat was mit einem zellularen Zeitgeber zu tun, der sich mit zunehmendem Alter immer mehr auf ein Normalmaß einpendelt.

Hinzu käme das neurochemische Ungleichgewicht der Pubertät und ich denke, wir sind alle mehr als froh, dass wir nicht mehr durch diese emotionale Hölle durch müssen ;o)

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Hallo,

ich habe vor einiger Zeit (ach herrje, seh grad, ist ja auch schon wieder ewig her :/) eine ähnliche Frage gestellt, vielleicht magst Du mal draufschauen:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-vergeht-die-zeit-so-schnell-wie-kann-ich-die-zeit-anhalten?foundIn=user-profile-question-listing

So wirklich weitergekommen bin ich seitdem nicht mit dem Thema und mein jugendliches Zeitempfinden konnte ich auch nicht zurückgewinnen, im Gegenteil, bin zwischen dem Stellen der Frage und heute sogar um 1 Jahr gealtert :/ (konnte mich gar nicht erinnern, dass ich die Frage noch in meinem letzten Lebensjahr gestellt habe...was ja ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass die Zeit einfach immer schneller läuft, je älter frau wird :/)

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Leb damit. Wenn du kein Kind/Jugendlicher mehr bist, dann ist das so.

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Ich habe mir vor einigen Monaten auch schon mal Gedanken dazu gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Die Zeit vergeht deshalb schneller, weil man "mehr" erlebt. Zum einen erlebt man viele viele Dinge eben halt irgendwann zum ersten Mal und solche Erlebnisse sind verbunden mit dem Erlernen neuer Kenntnisse. Als Jugendlicher ist mal eben voll dabei die Welt, wie sie einem sich so anbietet, zu durchschauen. Das ist sozusagen eine psychologische Erklärung. 

Wenn man also später nicht mehr so viel "Neues" erlebt, dann wiederholen sich logischerweise bestimmte Vorgänge. Und das kannst du sicherlich auch schon bestätigen. Man entwickelt Routinen, hat keine Lust auf ein weiteres Jahr Schule oder auf noch ein Semester Uni oder auf den nächsten Tag auf der Arbeit. Es legen sich größere Strukturen über unsere alltäglich gemachten Erfahrungen. Und ich denke ganz genau dort liegt der Grund, weswegen die Zeit schneller zu werden scheint.

Denn mit Routinen etc sind automatisch Vergessensprozesse verbunden. Man erlebt anscheinend immer dasselbe und deswegen hat man später das Gefühl, die Zeit sei schnell vergangen. Aber eine Minute oder ein Tag oder eine Woche dauern tatsächlich immer gleich lang. Das ist ja klar! Meine Erklärung für dieses Phänomen ist also, dass sich im Laufe der Zeit Dinge wiederholen und dass man gefühlt daraus weniger Gehalt entnimmt.

Ich konnte schön beobachten, als ich vor etwas mehr als einem Jahr in meinen Job gestartet bin. Die ersten zwei Wochen, alter, waren die lang! Und jetzt?

Was also kann man tun? Ich habe damals beschlossen Tagebuch zu führen, um mich später immer wieder an die tatsächlichen Dingen die ich gemacht habe, zu erinnern. Ich kann leider nicht sagen, ob das eine funktionierende Methode ist, weil es zeitaufwändig und auch etwas anstrengend ist. Ich habe das nicht lang durchgehalten. Das andere, was ich mir vorgenommen habe: mir immer mal wieder vorzunehmen, etwas Neues zu erleben, etwas auszuprobieren, eben absichtlich irgendwie etwas Aufregung in mein Leben zu bekommen. Und da würd ich sagen, kann ich den Effekt schon spüren. Man muss seinem Kopf eben Anlass geben sich etwas zu merken. Dann sieht es in der Rückschau auch schön voll und also schön lang aus.


PS: lass dir von den blöden Antworten a la "is eben so kann man nix machen" nicht die Laune verderben. 

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Man kann es nicht zurückgewinnen, ist und war auch immer schon so wenn man mal ein gewisses Alter erreicht hat.

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Kommentar von Nube4618
02.09.2016, 20:38

Ist so, und ich will es auch nicht zurückgewinnen. Warum auch? 

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