Frage von Pazuzunurse, 60

Wie kann man dieses Verhalten nennen?

Ich bin Krankenschwester und pflege einen jungen Erwachsenen der gelähmt im Rollstuhl sitzt. Er ist aufgrund seiner Krankheit auf das Absaugen seines Speichels aus der Luftröhre auf mich angewiesen. Folgendes Szenario: Der Patient lebt Zuhause bei seinen Eltern. Die Mutter und der Vater sind stetig anwesend. IdR ist der Patient mit mir in seinem Zimmer und schaut TV. Wenn wir nun zu zweit im Zimmer sind und die Mutter hinzukommt, fragt sie ihn öfters in meiner Anwesenheit, ob er denn mal abgesaugt werden müsse... dann folgt ein fragendes ja? mal absaugen?? Und dann die Frage zu mir, ob ich denn mal absaugen könnte....

Antwort
von Baroness1970, 28

Hey-

Ich verstehe genau was du sagen willst-

Die mutter will dich damit aufmerksam machen,dass ja deine arbeit vernachlässigt wird wenn du tv siehst...

ich kann dich verstehen was du dabei empfindest!

Sie tut so alsob du ein auf faul machst und dass sie dich ja nicht fürs tv schauen bezahlt sondern für deine arbeit an dem patienten-

Also sie untergräbt sozusagen dein verhalten-

Sie gönnt es dir nicht,gesellschaftlich mit dem patienten fern zusehn -

An deiner stelle würde ich mir genau aufschreiben wann der patient versorgt wurde-dann hat sie nichts in der hand was sie dir unterschwellig vorhalten kann!

Viel kraft und gute nerven von herzen!!!

Glg

Kommentar von Pazuzunurse ,

Danke für deine Antwort, eine Krankenschwester muss von Berufswegen allein schon stetig dokumentieren. Das ist in der häuslichen Intensivpflege nicht anders.

Kommentar von Baroness1970 ,

Das mit dem dokumentieren weiss ich aus dem kh-  und wenn das bei der intensivpflege zuhause auch so is,dann halt der mutter es doch unter die nase dass du den patienten versorgt hast! Ich hab mir mühe gegeben mich in die lage zu versetzen-

Ich denke ihr als krankenschwestern müsst echt jede menge ab können vonwegen launenhaftigkeit usw.

Bin selber oft patientin gewesen und lag sehr oft im kh...

Damals hab ich auch über 3 jahre selber bei meiner querschnittsgelähmten freundin oftmals geholfen- hab zwar nich wirklich med.dinge gemacht ....mehr hab ich körperpflege und das füttern und anziehn erledigt! 

Nichts für ungut

lg

Antwort
von Kamihe, 36

Sie sollten sich das nicht so zu Herzen nehmen. Ich würde sagen, sie ist in einem " Zwiespalt " . Die Mutter ist bestimmt überzeugt davon, dass Sie ihre Arbeit richtig machen, aber es soll natürlich nicht so aussehen, das sie jetzt der Verantwortung, gegenüber ihrem Sohn, entledigt ist und sich nicht mehr um ihn kümmern muss.

Kommentar von Pazuzunurse ,

Eine interessante Hypothese, vielen Dank!

Antwort
von Ostsee1982, 35

Eine Mutter kümmert sich um ihr Kind und achtet darauf, dass es ihm gut geht, so nennt man das Verhalten. Du als Krankenschwester bist vermutlich auch für diese Dinge zuständig, dass bei ihm regelmäßig abgesaugt wird. Das hat sicher eine höhere Priorität als in den Fernseher zu schauen.

Kommentar von Pazuzunurse ,

Oh konträr, ich vergaß zu erwähnen, dass ich während meiner Arbeitszeit für meinen Patienten da bin und nicht in den Fernseher schaue, auch wenn sich das nicht immer vermeiden lässt :-)

Kommentar von Ostsee1982 ,

So oder so scheint seiner Mutter deine Arbeitseinstellung nicht so zuzusagen ansonsten kämen die Bemerkungen nicht :-) Und dann gäbe es sicher noch die Möglichkeit sie darauf anzusprechen.

Kommentar von Pazuzunurse ,

Das Ansprechen des Problems ist bereits vor einiger Zeit durch eine Kollegin erfolgt(ich bin nicht die einzige ), leider erfolglos. Die Mutter ist mit unserer Arbeit zufrieden, daran liegt es offenbar nicht.

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