Wie kann ich "Zufall" ethisch ausführen?

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1 Antwort

Da gibt es einen guten Artikel bei Wikipedia. Der Begriff ist ethisch eigentlich neutral. Jetzt muss man aufpassen, wie das Wort benutzt wird: Sagt z.B. jemand: "Da hat mir halt der Zufall einen Strich durch die Rechnung gemacht.", dann weicht diese Sprachform bereits von einer neutralen Darstellung, dass man, warum auch immer, für Vorkommnisse keine Gründe, Ursachen zuweisen kann, ab. Hier wird DER ZUFALL wie eine Person behandelt und dient als AUSREDE für ein eigenes "Danebenliegen". Auch Aussagen wie: "das klappt schon, wenn DER ZUFALL mitspielt." personifizieren eine Art "höhere Gewalt". Das ist ethisch bedenklich, weil eine Ausflucht vor der eigenen Verantwortung oder eine Ausrede dafür, dass man sich verschätzt hat, was eigene Wirkmächtigkeiten angeht. Hin und wieder kann der Gebrauch des Wortes ZUFALL sehr nah an die Bedeutung von SCHICKSAL herankommen, und SCHICKSAL ist noch häufiger als ZUFALL ein sich aus der Verantwortung stehlen.

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