Frage von UsernameABC, 27

Wie kann ich wieder Lust am Leben finden?

Hallo Leute. Ich habe eine psychische Erkrankung. Dysmorphophobie und außerdem nehme ich an, dass ich etwas in Richtung "Depression" haben muss. Ich war 3 Jahre in ambulanter Therapie, konnten mir nicht helfen. Dann war ich bis vor kurzem in einer Psychiatrie 3 Monate lang, hat mir auch nichts gebracht, ist nur alles schlimmer geworden. Ja. Und ich wünschte so sehr, dass ich Freude am Leben hätte. Ich fühle mich aber einfach schrecklich und habe keine Lust auf nichts. Ich zwinge mich immer irgendetwas zu tun, mit Freunden raus zu gehen etc. und es ist auch meistens ganz okay, aber ich will die meiste Zeit einfach nur zurück in mein Bett. Mir ist alles egal, ich bin mir egal, meine Freunde sind mir egal, sogar auf richtig coole Sachen, wie Konzerte meiner Lieblingsbands oder irgendwelche Reisen hätte ich keine Lust... Ich dachte es liegt vielleicht an der mangelnden Sonne, aber auch als es letztens 20°C draußen waren und blauer Himmel, es hat mir nichts gebracht. Im Gegenteil, ich kann das Tageslicht nicht mehr ertragen.

Es gibt eigentlich so viel, was ich gerne hätte bzw. ich weiß, dass ich das eigentlich würde, wenn diese Depression mich nicht so hätte, aber seit Monaten vergeht mir die Lust an allem, ich will nur noch schlafen, bin nur müde und so schnell mit allem überfordert, ich wünschte ich würde einfach sterben.

Ich hab schon so viel versucht, Pläne gemacht für die Zukunft, versucht Sport zu machen, mich mit Freunden getroffen. Aber ich will einfach nicht. Ich will nicht mehr leben, ich will es nicht mehr, es ist viel zu anstrengend, es macht mich so müde und nichts macht mich mehr glücklich, ich kann kaum noch lachen, dabei habe ich früher mehr als nur ein bisschen gelacht. Früher gings mir nur schlecht, wenn ich mich selbst im Spiegel gesehen habe (Wegen der Dysmorphophobie) Aber jetzt geht es mir einfach grundlos schlecht bzw. ich habe schon viel durch gemacht bzw. mache viel durch, aber nichts wirkliches, was mich momentan traurig macht. Habe auch schon versucht mir vor Augen zu legen, dass es Menschen gibt, die schlimmer dran sind, aber das bringts auch nicht.

Niemand kann mir helfen, alle 6 Therapeuten, die ich bis jetzt hatte, waren ratlos. Habe auch schon mal nach Medikation gefragt, weil es einfach nicht besser wird, aber sie wollen es ohne Medikamente lösen.

Was soll ich tun, damit ich endlich wieder Freude am Leben habe.

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Antwort
von Jfsvn, 13

Ich empfehle, kleine nicht schwere Ziele zu setzen! Nehmen wir doch an. Du bist in der Schule du hast schlechte Noten. Dir geht es nicht gut, weil du weißt "Hey, ich möchte besser sein, aber ich habe die Arbeit voll versaut" So du fängst an, zumindest kann ich mir das relativ gut vorstellen, dir selbst die Schuld zu geben. Weil du ja unbedingt eine bessere Note für deinen Traumberuf brauchst! In genau so einer Situation musst du dir aber sagen "Hey, ja es war wahrscheinlich meine Schuld, aber wenn ICH daran Schuld bin, kann ICH auch was daran ändern!!!!" Jetzt geht es darum zu schauen, was denn dazu geführt hat das du die Arbeit versaut hast! Zum Beispiel hast du 2 Themen nicht verstanden! Dann sagst du dir, dass du an einem Tag zu deinem Bekannten XXX gehst und den zu Hilfe ziehst, weil du dir für diesen Tag, dass Ziel setzt das und das zu verstehen! Wenn du dann abends in deinem Bett sitzt und dir denkst "Hey ich hab das Thema verstanden" und dann denkst "Hey ich brauch ein Thema weniger und ich bin sicherer für die folgende Arbeit" dann hast du ein kleines Erfolgserlebnis. Das ist für unser Gehirn was tolles. So wie für dich vielleicht eine Pizza extrem gut schmeckt wenn du Hunger hast, du diese dann isst und während dem Essen diesen Geschmack der leckeren Pizza und letztendlich dieses Völlegefühl hast, ist das genau so eine Genugtuung, wie ein Erfolgserlebnis auch für dein Unterbewusstsein eine kleine Genugtuung ist! Mach dir immer kleine Ziele und führe dir vor Augen das es auch Positive Seiten am Leben gibt! (Eltern die einen Lieben, Freunde die für einen da sind, gutes Essen, usw.)

Gib einfach nicht auf und bleib Stark!

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!  LG Jfsvn

Antwort
von Gronkor, 21

Bist Du denn noch in Therapie?

So wie es klingt, wäre das jedenfalls empfehlenswert.

Und so eine Depression ist meistens eine langwierige Angelegenheit. Du solltest Dich schon freuen, wenn dir kleine Schritte gelingen. Wenn Du mal eine Stunde lang die Sorgen vergisst oder eine Kleinigkeit wirklich genießen kannst.

Rede doch wirklich noch mal mit Deinem Therapeuten / Deiner Therapeutin darüber, was man machen kann. Selbst, wenn er/sie Dir keine Medikamente verschreiben möchte, gibt es einiges an Therapien, die Du machen könntest.

Und frag wegen der Antidepressiva vielleicht noch mal nach und lass Dir erklären, warum Du keine bekommen sollst.

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