Frage von DerVerfasser, 29

Wie kann ich verwackelte Bilder retten?

Hallo, ich hatte vor ein paar Tagen die "Aufgabe" auf dem runden Geburtstag meiner Oma Fotos zu machen. Das habe ich auch gemacht. Nun habe ich mir diese Bilder noch einmal angeschaut und festgestellt das fast alle Bilder (teilweise auch die mit Blitz) verwackelt sind, was ich aber auf der Kamera selbst (günstiges Outdoor-Modell) nicht gesehen habe. Kann man diese Bilder irgendwie retten? Im jetzigen Zustand kann ich die eigentlich nicht übergeben. Habt ihr vlt noch ein paar gute Tipps für die Zukunft?

Antwort
von MetalMaik, 7

Das kannst Du leider vergessen. Man kann keine verwackelten Aufnahmen im Nachhinein wieder "scharf machen". Man kann Kanten in Fotos ein bißchen nachschärfen, das bringt bei verwackelten Bildern aber rein gar nichts.

Wäre ganz nützlich, wenn Du schreiben würdest, was für eine Kamera Du genau hast. Der Helligkeitsunterschied zwischen Aufnahmen bei Tageslicht und Aufnahmen in Innenräumen ist schon sehr groß. Kameras mit kleinen Sensoren und lichtschwachen Objektiven sind für sowas nicht wirklich geeignet.

Es gibt aber auch im Bereich von 300,- € Kameras, die für solche Aufnahmen geeignet wären. Die sollten dann aber schon wenigstens ein MFT oder APS-C Sensor haben und dazu ein lichtstarkes Objektiv.

Verwackelt sind Deine Bilder sicherlich, weil die Belichtungszeiten einfach zu lang waren. Da hilft entweder ein Stativ (was bei Personen, die sich bewegen aber auch keinen Sinn macht) oder die Blende des Objektivs und die ISO der Kamera soweit aufdrehen, bis die Belichtungszeiten kurz genug sind, damit die Bilder nicht verwackeln.

Es wäre noch interessant zu wissen, wie Du fotografierst. Stellst Du Belichtungszeit, Blende und ISO selbst ein, oder benutzt Du Automatik-/Szenemodi ? Und vor allem, welche Kamera und welches Objektiv (falls es eine Kamera mit Wechselobjektiven ist) Du nutzt.

Kommentar von DerVerfasser ,

Habe eine Panasonic Lumix FT5. Hatte es zunächst mit Automatik versucht, bin dann aber auf den manuellen Modus gewechselt.

Kommentar von MetalMaik ,

Ok, ich befürchte mit dieser Kamera wirst Du (ohne Stativ) kaum brauchbare Aufnahmen in Innenräumen hinbekommen. Die hat leider nur einen kleinen 1/2,3 Zoll Sensor und das Objektiv ist mit f/3.3-5.9 auch ziemlich lichtschwach. Die Kamera wird ja auch nur als Outdoor-Kamera bezeichnet. Du könntest mal versuchen, wie es mit 28mm Brennweite, ISO 1600, Blende: 3.3, Verschlusszeit 1/30 Sek. aussieht. Aber ich fürchte, das wird nicht reichen und die Kamera wird bei ISO 1600 sicherlich eine ziemlich miese Bildqualität haben.

Einzige andere Möglichkeit wäre ein Stativ zu verwenden, so dass Du länger belichten kannst, ohne zu verwackeln. Aber wenn Du Menschen (oder andere bewegliche Motive) fotografieren möchtest wird das auch nicht viel bringen.

Kommentar von MetalMaik ,

Hab hier mal eine Vergleich der verschiedenen Sensorgrößen verlinkt. Umso größer der Sensor, umso mehr Licht bekommt jeder einzelne Pixel und umso bessere low light Eigenschaften hat die Kamera. Bei Kameras mit größeren Sensoren kann man wesentlich höher mit der ISO gehen und trotzdem noch detailreiche und rauscharme Bilder machen.

http://images.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&source=imgres&cd=1&...


Bei meiner Canon EOS 6D (Vollformatsensor) kann ich z.B. mit ISO 6400 noch recht gute Aufnahmen machen, zur Not geht auch mal ISO 12.800, darüber wird dann auch bei der 6D das Rauschen ziemlich stark (die ISO der 6D geht bis 102.400, aber das nutzen nur Experimentierfreudige 😉).

Deine Kamera hat, wie gesagt, einen 1/1,23 Zoll Sensor (6,17x4,5mm) was schon sehr klein ist. Mit einer Kamera mit MFT (Micro Four Thirds) oder APS-C Sensor würdest Du wesentlich mehr Spielraum, bei wenig Licht, haben. Der APS-C Sensor wird bei den meisten DSLRs und einigen DSLMs verwendet, der MFT Sensor wird haupsächlich bei DSLMs verwendet. Dazu noch ein lichtstarkes Objektiv (z.B. 50mm f/1.8) und die Innenaufnahmen wären kein großes Problem mehr.

Lichtstarke Objektive erkennt man an der Zahl hinter der Brennweite, also z.B. f/1.8 bzw. 1:1.8 oder f/3.5-5.6 bzw. 1:3.5-5.6. Umso kleiner dieser Wert, umso lichtstärker das Objektiv. Ein Zoomobjektiv mit f/2.8 bzw. 1:2.8 hat eine durchgehende Lichtstärke von 2.8. Dein 28-128mm f/3.3 - 5.9 Objektiv  hat bei 28mm (Weitwinkel) eine Lichtstärke von f/3.3, bei 128mm (Tele) nur noch f/5.9. Gute Zoomobjektive haben eine durchgehende Lichtstärke. Ein 70-200mm f/2.8 hat z.B. bei 70mm und auch bei 200mm eine Lichtstärke von f/2.8.

Antwort
von Othetaler, 24

Bevor du wichtige Fotos machst solltest du deine Kamera kennenlernen und damit üben.

Das Hauptproblem dürfte aber in der Bezeichnung "billiges Outdoor-Modell" liegen. Mit einer Schrottkamera kann man meistens auch nur Schrottbilder machen.

Retten kannst du wahrscheinlich nichts mehr an den Bildern.

Kommentar von DerVerfasser ,

Wirklich "billig" war sie mit knapp 300€ zwar auch nicht, aber naja...

Die Kamera besitze ich jetzt schon ein paar Jahre und habe damit bei Tageslicht auch ganz gute Fotos gemacht, aber bei "Partys" hatte ich jetzt weniger Erfahrung.

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